1. Probe Dänemark: Sympathisches Plätschern in der Sahara

Soluna Samay ist wirklich eine ganz Liebe, in der PK hat sie alle verzückt mit ihrem Wesen und ihrer offenen Art. Finde es schade, dass der Beitrag doch etwas müde wirkt und mich zumindest nicht besonders anspricht. „Should’ve known better“ plätschert einfach so dahin, like Sahara misses rain….

Die Mütze ist geblieben, auch wenn sie offenbar für Gesprächsstoff gesorgt hat zuhause in Dänemark. Die Geschichte dahinter ist allerdings rührend – ein Freund der Familie hatte sie wohl nach einem Fest im Hause Samay an der Garderobe hängen lassen, und sie blieb dort hängen. Der Freund ist vor kurzem verstorben, und Soluna hat sie nun quasi als Glücksbringer adoptiert.

Die PK war überhaupt sehr informativ und das Team um Soluna kommt sehr sympathisch rüber. Eine Multi-Kulti-Gruppe wie aus dem Bilderbuch – die Bandmitglieder kommen aus dem Iran, Dänemark, Kurdistan und Südafrika. Solunas Eltern sind aus Stuttgart und Luzern, sie selbst wurde in Guatemala geboren und lebt nun in Dänemark. Die Liebe zur Musik hat sie früh entdeckt, als sie bereits mit 5 Jahren erstmals mit ihrem Vater sang und in der Folge mit ihm in unzähligen Ländern weltweit (vor allem aber in Europa) als Straßenmusikerin herumzog.

Beeinflusst wurde sie von vielen Künstlern, von jenen, die ihr Vater gern hörte (Bob Dylan) aber auch jungen neuen Musikern wie Adele. An deutschen Namen fielen ihr spontan der Liedermacher Hannes Wader und die Comedian Harmonists ein.

Die Probe an sich ist unspektakulär inszeniert, passend zum Song. Wunderschön war allerdings der Background in manchen Passagen, in warmen Farben, fein abgestimmt auf die Zeile „like Sahara misses rain“. Einfach nur schön.

So richtig hat der dänische Song immer noch nicht gezündet bei mir, aber in der Pressekonferenz erlebten wir eine gestandene Musikerin mit viel Charisma und einem sehr sympathischen Team. Freue mich auf ihre Auftritte im EuroClub.