1. Probe Österreich: More Popo To Come

Supersympathisch verkauften sich die Trackshittaz auf und nach der ersten Probe des oesterreichischen Beitrags in der Crystal Hall, obwohl bei weitem noch nicht alles so rund lief wie Manu und Lucky Lukas sich die Proben vorgestellt haben.

Auf der Buehne blieb die Show ungewohnt bieder im Vergleich zum Vorentscheid in Oesterreich, bei der PK hingegen ging’s zur Sache. So wurden die Jungs u.a. nach dem „most beautiful ass“ unter ihren weiblichen Konkurrentinnen gefragt. Und haben sehr smart geantwortet.

In grau/schwarz (Lukas) bzw. schwarz/grau (Manu) praesentierten sich die Jungs fast ein bissel konservativ, und die drei Taenzerinnen ergaenzten das Ensembe durch einheitliche neongelbgruene MiniMiniroecke im Petticoat-Style. Alle fuenf tanzten an fuenf symmetrisch in zwei Reihen aufgestellten Table Dance Stangen und vergurkten dabei leider der Schlussbild.

Gut rueber kam der Livesound, die Jungs rappen energisch und stimmlich ueberzeugend. Der Song bleibt zwar Ballermann, aber Ballermann with a funky twist, die Reaktionen im Pressezentrum waren ueberwiegend wohlwollend bis begeistert. Ebenfalls exzellent sehen die Choreoelemente aus, wo nur Lukas und Manu synchron tanzen. Und die Trackshittaz nutzen die gesamte Buehne, auch die Auslaeufer links und rechts, das ist ein Plus, das hat bisher kaum ein Act getan.

Dennoch haben sich die Jungs mehr versprochen. Was genau schiefgelaufen ist, blieb unklar, die Hauptidee „was not working“ hiess es in der PK. Und es folgte die Ankuendigung von Lukas: „There will be a lot more shaking, even the guys will shake.“

Es ist also mit deutlich mehr Popowackeln zu rechnen und irgendeine Spielverderberin meinte dann prompt, der Test sei sexistisch („pure sexism“), aber das konterte Lukas wie schon im Club 2 souveraen und vor allem sympathisch. Der Song ist ein augenzwinkernder harmloser Partyspass und das hat er auch gesagt.

Ihr hormongetraenkter Auftritt ermunterte logischerweise die „Journalisten“ zu (weiteren) themenkompatiblen Fragen, gegen die der Textvortrag von Lukas und Manu literaturnobelpreisverdaechtig wirkt. So wollte irgendjemand aus Australien (glaube ich) wissen, welche Interpretin in Baku denn den „most beautiful ass“ verfuegen wuerde. Zunaechst reagieren die Jungs zurueckgenommen und meinten, sie haetten sich noch keinen Ueberblick verschafft, fuegten dann aber hinzu „I think the Russians“. Chapeau.

Und der Moderator selbst war wohl tief beeindruckt, wie „good in shape“ die Jungs sind und fasste dreimal (!) nach, wie sie sich fithalten. Beide erzaehlten dann von ihrer Fussball-Leidenschaft und Lukas ergaenzte, dass er in einem Profisportlerfamilie aufgewachsen ist (sein Vater trainiert die oesterrische Tischtennis-Nationalmannschaft) und wie wichtig ihm ein gutes Koerpergefuehl ist. Und das zeigt er auch, zwar (anders als beim Vorentscheid) nicht hier auf der Buehne, aber gut und gerne auf seiner eigenen facebook-Seite. Gibt es ein schoeneres Schlussbild?

Wir rechnen jetzt fest mit der Finalquali. Und wie sagte Lukas heute so schoen: „The dream is it to win. And we are allowed to dream.“