2. Probe Griechenland: Happy! Happy! Happy! Happy!

Die zweite Probe von Eleftheria Eleftheriou war nicht sonderlich anders als die Erste, Billig-Gute-Laune-Pop, der mit einer Boy-Band-Gym-Chereo noch konsumiger gepimpt wird als er sowieso schon ist. Nur die Outfits waren diesmal andere – und werden hoffentlich nicht wirklich beim Halbfinale zum Einsatz kommen.

Eleftheria kam im zweifarbigen Schulmädchen-Sportswear-Look, man erwartet irgendwie, dass sie erst einmal eine Runde Gummitwist mit ihren Tänzerinnen eingelegt. Insgesamt vier Heranwachsende in ABBA-Besetzung (2 male, 2 female) unterstützen Eli (wie Lucky Lukas sie nennt) tänzerisch, und selbstverständlich hat man alle Moves schon mal gesehen, aber man geht ja auch öfter mal zu McDonalds.

Während ich dies schreibe, sitzt der eine der beiden männlichen Tänzer gerade an unserem Tisch im Pressezentrum und schwatzt mit unserem DJO – auf griechisch.

Der andere (noch hübschere) von den beiden spricht kein Griechisch, der kommt nämlich aus der Ukraine und tanzt schon seit vier Jahren für verschiedene Nationen beim ESC, u.a. Rumänien und Armenien.

Es passt ganz gut, dass der griechische Vorentscheid in diesem Jahr in einem Einkaufszentrum stattgefunden hat. Die Welt ist bonbonfarben und APHRODISIAC ist der passende Soundtrack dazu.

Auf der Bühne explodieren rund um eine überdimensionale offene Muschel die Regenbogenfarben. Griechenland will mit dem Let’s All Be Happy Groove seine Serie von (dann neun) aufeinanderfolgenden Top Ten Erfolgen fortsetzen, und anders als DJO glaube ich, dass das klappt.

Eli wurde auf der Pressekonferenz gefragt, ob sie überhaupt gewinnen will oder ob ein guter Platz im Finale wegen der Finanzen daheim nicht viel besser wäre. Daraufhin schaltete sich die Delegationsleiterin Sinia Sinakonssoula ein und brabbelte, dass alles gut werden würde. Und endlich kam mal Drive in eine PK, denn der Fragesteller wollte dann von ihr eine „Garantie“, dass Griechenland den Contest im Falle eines Sieges auch ausrichten und bezahlen würde. Worauf sie im Rösler-Style ausweichend sagte: „That is not my position at the moment.“ Das ist taktisch nicht klug gewesen, sie hätte die Garantie ruhig geben können, denn gewinnen wird Griechenland in diesem Jahr keinesfalls. Loreen, where are you?

Hier ist der Bericht zur ersten Probe Griechenlands