2. Probe Island: Die Kühlen haben mich nun doch!

Bisher war ich kein Fan dieses Songs, zu kühl, zu glatt, zu emotionslos. Bis ich vorhin mir das Ganze erstmals in der Halle angeschaut habe. „Never forget“ von Greta Salóme & Jónsi klingt live wie von CD und ich gebe zu, in der Halle ist das absolut überwältigend.

Der Background ist wie bei Probe 1 blau gehalten, eisbedeckte Berge im Überflug, bevor zum letzten Refrain die Morgenröte Einzug hält und alles in Rot und Gelb erstrahlt. Toller Klimax, und wie gesagt, perfekt gesungen. Man hat hier wirklich alles auf den Gesang konzentriert und aufeinander abgestimmt.

Jan hatte in seiner Besprechung zur Probe vom Sonntag sicherlich Recht, als er mehr Gefühle einforderte, irgendwie hört man aber so gebannt auf den Gesang, dass man in den drei Minuten fast die kühle Optik vergisst. Mir hat’s gefallen, und jetzt glaube ich auch, dass sie weiterkommen. Finale: so um Platz 12.

Die PK geriet zu einem kleinen Gig, denn neben einem klassischen Instrumental von Greta mit Fidel und Keyboard sang Jónsi noch „Heaven“ (Island 2004) und alle zusammen „Nina“ (Island 1991). Ansonsten wurde Jónsi noch nach seiner Karriere gefragt – er hat ein paar Alben produziert, geschauspielert und einen Sohn bekommen – und der Moderator lobhudelte das Team in den Himmel. Allerdings zu recht, meine ich. Fantastische Stimmen, musikalisch ein echtes Highlight in diesem Jahr. Danke, Island!

Hier gibt es den Bericht zur ersten Probe Islands.