2. Probe Schweden: Zufriedenheit und Zuversicht

Die zweite Probe von Loreen begann vorhin mit einer Verzögerung, weil man zunächst den Kunstschnee ausprobieren wollte. Leider wurde der gesamte Schnee dabei in die Halle gepustet, so dass zunächst mal wieder heftig gefegt werden musste und auch die Steadycam einer Reinigung unterzogen wurde.

Die Durchläufe wurden dann ohne große Probleme durchgezogen, auch die „Schneeprobe“ lief hervorragend. Die drei Damen vom Chor stehen jetzt allerdings auf der anderen Seites des Podestes, am Anfang des rechten Catwalks. Damit man sie nicht sieht, was ja die Intention der Schweden ist, sind die Drei komplett in schwarz gekleidet, und zur Abdeckung des Gesichts tragen sie schwarze Schlapphüte mit Riesenkrempen – woanders nennt man sowas wohl Burka……

Die Pressekonferenz war diesmal nur kurz. Das gesamte schwedische Team ist hochzufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Das, was man jetzt im TV sehen könne, sei um Welten besser, als das, was man sich ursprünglich vorgestellt hatte und auch viel runder als beim Melodifestivalen daheim in Schweden. Alle sind sehr zuversichtlich, dass in Richtung Sieg alles glatt geht. Auch daheim in Schweden ist der Hype um Loreen inzwischen größer, als er es dort ohnehin jedes Jahr um den schwedischen Song ist.

Zum Beispiel ist die Kameraeinstellung, in der am Dienstag noch der Tänzer Ausben Jordan beim mühsamen Erklimmen des Podestes zu sehen war, geändert worden, so dass er jetzt wieder aus dem Nichts auftaucht. Man ist sehr glücklich darüber, dass das Produktionsteam alle Wünsche der Delegation berücksichtigt hätte.

Loreen habe sich übrigens kein Image für den Song zugelegt, sondern sie sei einfach so, wie sie immer ist. Wenn man sie in einem Club trifft, dann tanzt sie genauso, wie Europa das nächste Woche zu sehen bekommt – „No Image, only me“.

Stress lässt sie auch nicht an sich heran. Sie hat zwar mitbekommen, dass sie zu den Topfavoriten gehört und sie möchte auch gern gewinnen, aber sie verfolgt das medial nicht besonders und versucht, den Fokus auf nächste Woche nicht zu verlieren.

Fazit: Ich lege mich mal fest, dass es hier nicht den von vielen erhofften Favoritensturz geben wird (weshalb eigentlich – nur wegen des Hypes oder wegen des Songs an sich?). Song und Inszenierung stechen so dermaßen aus allem anderen heraus, dass ich einfach nicht glauben kann, dass Europa nicht in Massen zu den Telefonen läuft! Ich hoffe sehr, dass Schweden am kommenden Samstag den Sieg davontragen wird, und bei einer Frage dazu in die Runde hier vor Ort sehe ich auch eigentlich fast nur nickende Köpfe.

Hier geht´s zum Bericht der ersten Probe Schwedens.

(ohne Schnee)