„Satellite“-Komponisten-Duo beim Dansk Melodi Grand Prix 2012 dabei

Von Clubmusik und Dubstep bis zu amerikanisch-klingendem Highschool-Rock und Schwedenpop ist in diesem Jahr beim dänischen Vorentscheid alles dabei – aber nur ein halber Titel wird auf Landessprache gesungen. Aus deutscher Sicht am interessantesten: Das Komponisten-Duo hinter Lenas Eurovision-Siegertitel Satellite, der Däne John Gordon und die Amerikanerin Julie Frost, ist mit einem Titel dabei.

Vier Beiträge wurde vom Dänischen Fernsehen DR als Wildcards vergeben: Hinter dem Titel Should’ve Known Better, der von der 21-jährigen Straßenmusikantin Soluna Samay gesungen wird, steckt der ehemaliger X-Faktor Juror Remee, der für Monrose den Nummer-1-Hit Hot Summer produziert hat.

Der DJ Morten Hampenberg ist ebenfalls per Wildcard für den 17-jährigen Jepser Nohrstedt, einen X-Faktor-Drittplatzierten, aktiv geworden. Das Ergebnis Take Your Hearts hat voraussichtlich beim Vorentscheid die Startnummer eins.

Auch per Wildcard dabei: Suriya. Sie bringt mit dem Lied Forever I B Young das Genre Dubstep auf die Vorentscheid-Bühne.

Die vierte Wildcard ging an ein Duo, das schon von zehn Jahren einmal zusammen gesungen hat: Den Dänen Christian Brøns und den Schweden, Patrik Isaksson, der 2006 und 2008 am schwedischen Melodifestivalen teilnahm. Ihr Lied Venter ist der einzige Titel, der teilweise auf Dänisch gesungen wird. Teilweise deshalb, weil Patrik auf Schwedisch singt.

Die weiteren sechs Lieder wurden aus den eingereichten 678 Beiträgen ausgewählt. Hier finden sich einige bekannte Namen aus dem dänischen Vorentscheiden der letzten Jahre.

Lise Cabble hat den letztjährigen dänischen Eurovision-Beitrag New Tomorrow mitgeschrieben. Ihr bereits elfter Vorentscheidtitel heißt Universe und wird von der 17-jährigen Karen Viuff gesungen.

Das Eurovision-Sieger-Komponisten-Duo John Gordon und Julie Frost, die Lenas Satellite geschrieben haben, haben sich wieder zusammengefunden und den Poptitel Best Thing I Got erarbeitet. Er wird von Yanne Friis, alias Aya, zum Besten gegeben.

Nachdem er  2010 und 2011 im dänischen Vorentscheid Zweiter wurde, ist auch Peter Bjørnskov wieder mit einem Song dabei. Die Poprock-Nummer Reach For The Sky wird von Kenneth Potempa vorgetragen.

Ditte Marie hat bereits selbst einmal auf den Melodi-Grand-Prix-Bühne gestanden – und zwar letztes Jahr mit der Gruppe Le Freak und dem Titel 25 Hours A Day. Sie singt dieses Mal allein, hat sich für ihr Lied Overflow aber (wieder) schwedische Schützenhilfe geholt (Mike Eriksson, Johnny Sanchez & Hanif Sabzevari).

Ohne jeglichen Dansk-Melodi-Grand-Prix-Hintergrund sind die beiden verbleibenden Beiträge. Tine Lynggaard, alias VALEN:TINE, hat ihren Titel Nowhere mitverfasst,
der „amerikanischer Highschool-Rock mit einer Menge Pop obendrauf“ sein soll.

Neu sind ebenfalls Philip Halloun und die Finnin Emilia, die ihr Glück mit dem Klavierduett Baby Love Me versuchen werden, das sie auch selbst geschrieben haben.

Snippets der Beiträge sind ab 16. Januar im Internet zu hören, die CD wird am 18. Januar veröffentlicht. Hier die Übersicht über alle Titel samt Startreihenfolge:

1. Take Our Hearts – Jesper Nohrstedt
2. Nowhere – Valen:tine
3. Best Thing I Got – Aya
4. Reach For The Sky – Kenneth Potempa
5. Overflow – Ditte Marie
6. Baby, Love Me – Emilia og Philip Halloun
7. Forever I B Young – Suriya
8. Universe – Karen Viuff
9. Should’ve Known Better – Soluna
10. Venter – Christian Brøns og Patrick Isaksson