ORF greift ein: Fünf handverlesene Nachwuchstalente für Austria

Der ORF hat die 5 Künstler/Acts bekanntgegeben, die am 15. Februar bei „Österreich rockt den Song Contest“ um das Ticket nach Malmö kämpfen werden. Sie sollen die Vielfalt, die Kreativität und vor allem die hohe Qualität der heimischen Musikszene widerspiegeln und eine neuerliche Pleite beim ESC verhindern.

Keine wilde Internet-Vorauswahl und keine offene Vorentscheidung mehr. Nach der unerwarteten Pleite mit den Trackshittaz in Baku (Letzter Platz im Semifinale mit nur 8 Punkten) ergreift der ORF Maßnahmen, um ein besseres Ergebnis sicherzustellen. Fünf „heimische Künstler“, die für völlig verschiedene Genres stehen, sind vom ORF gemeinsam mit dem Musikproduzenten Thomas Rabitsch als Kandidaten für den Eurovision Song Contest handverlesen worden: Yela, Elija, The Bandaloop, Natália Kelly und Falco Luneau.

Bis Anfang Januar wird für jeden der fünf Kandidaten je ein Song für den Vorentscheid produziert. Am 15. Februar entscheidet dann das Televoting in der TV-Show „Österreich rockt den Song Contest“.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, anspruchsvolle, international konkurrenzfähige und österreichische Interpreten in der Vorausscheidung zu präsentieren, die den Vergleich auf höchstem künstlerischem Niveau nicht zu scheuen brauchen“, so die ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zum Konzept. TV-Unterhaltungschef Edgar Böhm sagte: „Mit der Reduktion auf fünf Acts und der aktiven Suche nach diesen Talenten wollten wir das Wesentliche des Song Contests wieder in den Mittelpunkt stellen: große Talente mit internationalem Format und unverwechselbaren Stimmen.“

Soso. Und wer sind die fünf hoffnungsvollen Talente made in Austria?

Die Soulstimme: Yela alias Daniela Bauer ist 31 Jahre alt, in Wien geboren, lebt in New York und liebt Soul. Sie erhielt ein Stipendium am renommierten „Berklee College of Music“ in Boston, wo sie Gesang und Musiktherapie studierte. Yela ist eine Allrounderin mit einer großen Stimme, die schon viele internationale Auftritte absolviert hat, unter anderem mit dem Grammy-nominierten RnB-Guru Musiq Soulchild. Yela schreibt ihre Songs selbst und komponiert auch.

Yela – Self Control


Der Rocker: Elija ist 21 und gilt als Selfmade-Rocker. Er kommt aus Graz, lebt in Wien und gewann 2009 den „Austrian Newcomer Award“. Sein erstes Album “Beautiful, but incomplete” erschien 2012. Die Single “Out of Use” war ein Hit bei Hit Radio Ö3. Elijah schreibt und komponiert seine Songs selbst und verfügt über eine starke Stimme.

Elija – Out of use


Die Elektropopper: The Bandaloop bestehen aus Barca Baxant (34), Justin Case (32) und Mike Lightning (27). Die Gruppe wurde 2010 gegründet und steht für Electronic Music. Sie mischen Performance, Tanz und Elektropop und kombinieren hohe künstlerische Standards mit avantgardistischen Stil.

The Bandaloop – Moving on


Die Popdiva: Natália Kelly ist 18 Jahre alt, Studentin, in den USA geboren und in Niederösterreich aufgewachsen. Sie gewann 2006 den Nachwuchswettbewerb „Prima La Musica“ in der Kategorie Klavier und wurde 2008 in der Kategorie „Solo Klassischer Gesang“ Dritte. Auch bei Österreichs „The Voice“ (nicht gleichbedeutend mit der weltweit erfolgreichen Castingshow) hat sie Spuren hinterlassen. Natália hat eine kraftvolle und eigenwillige RnB-Stimme, die sich auch für Poptunes eignet.

Natália Kelly – You and I


Der Singer-Songwriter: Falco Luneau ist 28 Jahre alt, kommt aus Vorarlberg and lebt in den Niederlanden. In Österreich wurde er durch die Castingshow Starmania (dritte Staffel) bekannt. Hits hatte er in den Niederlanden, wo er mit seiner ersten Single einen Siner-Songwriter-Wettbewerb gewann. Auch seine letzte Single in Zusammenarbeit mit dem Cascada-Produzenten Tony Cornelissen  “No One’s Fool” bekam viel Airplay bei den niederländischen Radiostationen.

Falco Luneau – No One’s Fool

Erster Eindruck: Scouting mit einem Profi ist ein guter Auswahl-Ansatz, Österreich hat eine interessante Mischung und zweifellos eine Menge Talent in der Vorentscheidung. Jetzt kommt es auf das Songmaterial an. Es stand schon weitaus schlimmer um Österreich, man darf hoffen.