Sanna Nielsen im Interview: „Es war fantastisch, dass ich es geschafft habe“

Sanna bei VIKING LINE

Immer wieder lädt die Fährgesellschaft VIKING LINE auf ihrer Strecke Helsinki-Tallinn Eurovisionsteilnehmer für das Samstagabend-Entertainment an Bord ein, und das mittlerweile im fünften Jahr. Dazu gibt es jedes Mal auch ein hübsches Quiz, ESC-Karaoke und eine EuroDisco. Am letzten Wochenende ist ihnen ein kleiner Coup gelungen: die frischgebackene MF-Siegerin Sanna Nielsen stand bestens aufgelegt im kleinen Dance Pavillion auf der Bühne und haute einen Mello-Kracher nach dem anderen raus. Zuvor hatte sie sich sogar noch Zeit für die finnischen und deutschen fan media genommen – ein kurzes Interview für den PRINZ-Blog inklusive.

PRINZ-Blog: Sanna, jetzt hast Du endlich….

SN: …endlich! (lacht)

PRINZ-Blog: …das Melodifestivalen gewonnen. Glückwunsch dazu!

SN: Vielen Dank.

PRINZ-Blog: Du hast also viel Erfahrung gesammelt mit diesem Festival. Weißt Du, was Dich nun in Kopenhagen erwartet?

SN: Nein (lacht), ich habe keine Ahnung. Das wird sicherlich ein Abenteuer werden für mich. Natürlich habe ich in Schweden gesagt, ‚Ja , ich habe jetzt eine Menge Erfahrung mit dem schwedischen Melodifestivalen‘, aber überhaupt keine mit der Eurovision. Das ist ein Abenteuer für mich, aber ich freue mich total darauf. Meine Kollegen haben mir erzählt, dass es toll ist, und dass man viele Erinnerungen mitnimmt.

Sanna Interview VIKING LINE

PRINZ-Blog: Hat Christer Björkman dich schon gebrieft, Dir Hintergrund-Informationen gegeben?

SN: Ja, wir hatten ein paar Treffen zu diesen zwei Wochen in Kopenhagen, ich weiß also grob, was von mir erwartet wird, und umgekehrt.

PRINZ-Blog: Weißt Du schon, welche Songs Deiner Wettbewerber Dich dort erwarten, welche hast Du schon gehört?

SN: Nein, ich habe noch keinen Song gehört bisher. Ich habe heute meine Fans auf meinem Blog gefragt, welche Lieder sie schon gehört hätten, weil ich mir noch keine angehört habe. Aber das werde ich tun.

Sanna Interview VIKING LINE

PRINZ-Blog: Du planst also schon, Dir die anderen vorher anzuhören?

SN: Ja, ich glaube schon, ich bin da doch zu neugierig.

PRINZ-Blog: Hast Du das beim Melodifestivalen auch gemacht, dass Du Dich mit den anderen Beiträgen beschäftigt hast?

SN: Nein, beim Melodifestivalen habe ich mir nichts vorher durchgehört, bevor ich tatsächlich dort in der Arena war. Weißt Du, da konzentriert man sich auf sich selbst und auf den eigenen Song.

PRINZ-Blog: Es sind doch einige eher ruhigere Lieder in Deinem Semifinale, meinst Du, das könnte vielleicht ein Nachteil sein für Dich?

SN: Ich liebe Balladen, und daher werde ich ein glückliches Mädchen sein, wenn ich mir all diese Lieder anhöre, aber ich habe keinen blassen Schimmer, ob das nun gut oder schlecht ist.

Sanna bei VIKING LINE

PRINZ-Blog: Wir waren vor zwei Wochen live mit dabei in der Friends Arena, als Du gewonnen hast, wir kennen also die Präsentation. Was erwartest Du jetzt vom dänischen Fernsehen, wie sollen sie Dich dort in Szene setzen?

SN: Ja, wir wollen schon so eine ähnliche Präsentation. Das mit den Lichteffekten, das ist bezaubernd gewesen, was sie für mich gemacht hatten. Wir wollen das beibehalten, aber wir wissen es nicht so genau, die Regeln beim ESC sind ein wenig anders. Wir sind noch nicht soweit.

PRINZ-Blog: Und was die Startreihenfolge betrifft, würdest Du lieber ganz am Anfang starten wollen, oder lieber weiter hinten, kommst Du mit der Nervosität klar?

SN: Wir wissen ja bereits, dass wir in der ersten Hälfte starten werden, und da würde ich schon gern so als Achte dran sein, so dass die Show schon in Gang gekommen ist, und ich etwas aufgewärmt bin.

PRINZ-Blog: Du musst also nicht gleich am Anfang ran…?

SN: Nein, ich möchte das einfach genießen.

Sanna bei VIKING LINE

PRINZ-Blog: Wenn Du aus irgendeinem Grund diesen Song austauschen müsstest gegen einen Deiner früheren Beiträge, welchen würdest Du gern beim ESC singen?

SN: Nun ja, ich denke, das müsste dann „Empty room“ sein, weil die beiden Lieder ähnlich sind in ihrer Geschichte. Es ist eine Ballade, die gefühlvoll ist, so dass „Empty room“ auf jeden Fall derjenige sein müsste.

PRINZ-Blog: Ist das auch Dein persönlicher Favorit unter all Deinen Beiträgen?

SN: Das ist natürlich „Undo“, weil es mich als Künstlerin heute widerspiegelt, und das was ich tue, und die Musik, die ich liebe. Aber „Empty room“ ist für mich immer „Empty room“, das war der Song, der mich auf ein ganz neues Level mit meiner Musik gehievt hat, und da bin ich sehr stolz drauf.

PRINZ-Blog: Bist Du jemals in diesen 14 Jahren seit Deiner ersten Teilnahme an einen Punkt gelangt, wo Du dachtest, ‚Ich geb’s auf, ich werde Melodifestivalen nie gewinnen‘?

SN: Eigentlich habe ich das Melodifestivalen nie als etwas angesehen, das ich unbedingt gewinnen muss. Als ich „Empty room“ machte, kam ich auf den zweiten Platz, und das Jahr war völlig verrückt für mich, das war Wahnsinn. Ich gewann ja das Televoting im Finale, und als ich dann Zweite wurde, das war wie gewinnen. Ich habe es also nie nur als Chance gesehen, es auch zu gewinnen. Man verfolgt auch andere Ziele damit. Aber dieses Jahr war es fantastisch, dass ich es geschafft habe.

PRINZ-Blog: Hast Du vor, auch mal in Mitteleuropa zu touren, vielleicht auch unabhängig vom Ergebnis in Kopenhagen?

SN: Ja klar, ich habe so viele Fans, die mir schreiben – auf facebook, auf dem Blog, über Instagram – ‚Bitte komm uns mal besuchen’… Mein Management und ich, wir bekommen diese Briefe schon seit Jahren. Es wäre natürlich toll, eine Tournee zu machen.

Sanna Interview VIKING LINE

PRINZ-Blog: Melodifestivalen ist ja mittlerweile durch das Internet auch in anderen Ländern sehr populär geworden, es gibt ja sogar einen richtigen MF-Tourismus, die Leute reisen da hin…

SN: Ja genau, und es wird größer, und es ist Musik, und ich finde es toll, dass es größer wird. Denn Musik ist etwas, das wir alle wollen, und auch wenn wir unterschiedliche Sprachen sprechen, ist es wunderbar, wenn Musik in unser Leben tritt – dann versteht jeder den anderen.

PRINZ-Blog: Aus welchen Ländern bekommst Du denn die meisten Zuschriften? Außer den nordischen Ländern?

SN: Deutschland (lacht), England und Spanien, glaube ich.

Sanna bei VIKING LINE

PRINZ-Blog: Noch eine letzte Frage – mein Kollege Lars wollte wissen, was es mit diesen Kuchen auf sich hat, die sie in Deiner Heimatstadt backen. Da gibt es wohl eine Konditorei…

SN: Jaja, genau (lacht)

PRINZ-Blog: … und die backen Kuchen mit Deinem Foto drauf. Erzähl‘ uns mal ein bisschen mehr davon.

SN: Naja, es ist eben Kuchen.

PRINZ-Blog: Machen die das immer, wenn Du teilnimmst?

SN: Ja, mittlerweile ist es durchgehend. Sie verkaufen den Kuchen in ihrem Laden – den Sanna-Kuchen.

PRINZ-Blog: Ist es nur in einem Laden?

SN: Ja, in Bromölla, wo ich geboren wurde. Sie verkaufen den Kuchen – der ist lecker, mit Himbeer, Schokolade und Vanille. Den mag ich am liebsten. Und mit meinem Bild drauf, Du isst mich quasi einfach auf (lacht).

PRINZ-Blog: Ok, vielleicht sehen wir dann welchen in Kopenhagen, wer weiß….?

SN: Vielleicht… Aber ich habe auch Pralinen. Sanna-Pralinen.

PRINZ-Blog: Bringst Du welche mit nach Dänemark?

SN: Ja klar!

PRINZ-Blog: Vielen Dank, Sanna!

 

Hier könnt Ihr noch sehen, was die finnischen Kollegen von escstats.com zum Einsatz von Windmaschinen bei „Undo“ und der Vorbereitung auf Kopenhagen rausgefunden haben.

Und weil’s so schön war, habe ich noch ein paar Bilder mitgebracht:

Sanna bei VIKING LINESanna bei VIKING LINESanna bei VIKING LINESanna bei VIKING LINESanna Interview VIKING LINEDa hat sich jemand gefreut, das kann ich Euch sagen…