A Dal, Runde 3: Kati Wolf weiter im Rennen

Kati Wolf

Die Vorrunden im ungarischen Vorentscheid A Dal 2015 sind ausgespielt. Aus 30 Songs wurden in drei Shows 18 Halbfinalisten ausgewählt. Heute Abend bekamen noch einmal sechs Interpreten die Tickets für die nächste Runde, die dann ab kommendem Wochenende läuft. Auch die uns gut bekannte Kati Wolf (Foto) ist weiter dabei. Wer noch? Hier die Übersicht von Runde 3, mit den Videos aller Auftritte.

Hinweis: Wir bieten erst zum Finale von „A Dal“ am 28. Februar einen Liveblog an.

Wie in den ersten beiden Vorrunden verlief die Show wie folgt:
Nach jedem Auftritt vergab jeder der vier Juroren Punkte (1 bis 10), die addiert wurden. Außerdem konnten während des Auftritts die Zuschauer über eine Zuschauer-App ebenfalls 1 bis 10 Punkte vergeben; der Durchschnitt wurde zur Jury-Punktzahl hinzugezählt (maximal mögliche Punkte: 50). Die fünf mit den meisten Punkten qualifizierten sich direkt fürs Halbfinale; aus den verbliebenen wählten die TV-Zuschauer einen sechsten Titel für die nächste Runde.

Die fünf direkten Qualifikanten sind:

– Boggie: Wars for nothing (46 Punkte)
– Kati Wolf: Ne engedj el! (45)
– Other Planet: Untold story (42)
– Bálint Gájer: That’s how it goes (40)
– Zoltán Mujahid: Beside you (39)

Und das Televoting-Ticket fürs Halbfinale ging an Spoon mit „Keep marching on“ (38 Punkte).

Die A-cappella-Truppe Fool Moon wurde sogar nur Vorletzter heute Abend bei der Jury. Ein bisschen enttäuschend. Die Halbfinalisten aus den ersten beiden Shows findet ihr ganz am Ende dieses Artikels.

Hier alle zehn Hoffnungen, die heute ihr Glück versuchten (mit ihren Liveauftritten):

Bálint Gájer: That’s how it goes
Der 34-Jährige hat ein Bild von Michael Bublé auf seiner Website. Dieses Lied erklärt, warum: „That’s how it goes“ ist Swing, wie ihn auch Bublé (oder Roger Cicero) singen könnte. Bálint (voriges Jahr in einer „A Dal“-Vorrunde rausgeflogen) macht auf Puszta-Crooner.

Bálint Gájer: That’s how it goes

Barbara Péter: Listen to the universe
Die blonde Barbara singt einen eher langweiligen Song. Bisher bei „A Dal“ nicht in Erscheinung getreten, und auch sonst in Ungarn wohl nicht großartig bekannt. Außer einer dürren Website habe ich nichts über sie gefunden.

Barbara Péter: Listen to the universe

Boggie: Wars for nothing
Bekannt wurde Boglárka Csemer, kurz Boggie, vor einem Jahr mit dem Song „Perfüm“, der auch jenseits der ungarischen Grenzen in der französischen Version „Nouveau Parfum“ lief. Daran soll die schöne Ballade „Wars for nothing“ anknüpfen.

Boggie: Wars for nothing

Fool Moon: Back 2 right
A-cappella-Songs waren beim ESC bisher nicht recht erfolgreich: Cosmos (Lettland 2006) und Witloof Bay (Belgien 2011) scheiterten. Allerdings ist das Lied, das die Jungs von Fool Moon singen, auch besser. Voriges Jahr kam die Truppe im „A Dal“-Finale auf Platz 3.

Fool Moon: Back 2 right

Ildikó Keresztes: Hazám hazád lehet („Meine Heimat kann deine Heimat sein“)
Ein Star beehrt wieder „A Dal“: Ildikó ist in Ungarn seit den 1980ern bekannt (als Schauspielerin, aber auch Sängerin), war bei „X-Faktor“ Coach/Mentorin. 2013 stand sie im „A Dal“-Finale. Schafft es die 50-Jährige dieses Jahr wieder?

Ildikó Keresztes: Hazám hazád lehet

Kati Wolf: Ne engedj el! („Lass mich nicht gehen!“)
Unsere Gefrierschrank-Piroschka von Düsseldorf ist wieder da! Vier Jahre später will sie also wieder Ungarn beim ESC vertreten. Dafür singt sie einen Song, an dem die beiden schwedischen Songschreiber Linnea Deb und Sebastian Zelle beteiligt waren (ungewöhnlich, die meisten „A Dal“-Songs 2015 sind aus ungarischer Feder).

Kati Wolf: Ne engedj el!

Other Planet: Untold story
Other Planet wurde Ende 2010 gegründet, die vierköpfige Band beschreibt ihre Musik als „Alternative/Pop/Electronic“, und „alternative“ ist auch „Untold story“.

Other Planet: Untold story

Proof of Life: Hol a határ („Wo ist die Grenze“)
Die fünf Jungs von Proof of Life liefern ein etwas hektisches Popstück irgendwo zwischen Drum ’n’ Bass und Dubstep ab. Nicht so ganz mein Fall.

Proof of Life: Hol a határ

Spoon: Keep marching on
Eine fröhliche Nummer von vier Jungs um die 20. Schon wegen Péter, Kristóf, Miklós und Márton lohnt es sich, die „A Dal“-Runde zu schauen. Die Boyband kam im Herbst 2014 bei „X-Faktor“ auf Platz 6. Auch hinter „Keep marching on“ stecken Köpfe aus Skandinavien, in diesem Fall aus Norwegen (Erik Fjeld, Ida Wærdahl).

Spoon: Keep marching on

Zoltán Mujahid: Beside you
Zoltán kommt aus Pakistan, mit 11 Jahren zog er mit der Familie von dort nach Budapest. Der 35-Jährige war 2003 Teilnehmer der ersten „Megasztár“-Staffel und wurde in der Castingshow Zehnter.

Zoltán Mujahid: Beside you

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Die bisher fürs Halbfinale qualifizierten Songs:

– Passed: Mesmerize (43 Punkte)
– Vera Tóth: Gyémánt (39)
– Bogi: World of violence (38)
– Gabi Szűcs: Úgysem felejtesz el (37)
– Karmapolis: Time is now (37)
– Timi Antal: Woke up this way (Televoting)

– Ádám Szabó: Give Me Your Love (46)
– Gergő Oláh: A tükör előtt (41)
– Ív: Fire (38)
– Pankastic!: Kicsi a világ, de nagy világ (38)
– Gyula Éliás Jr. feat Fourtissimo: Run to you (36)
– New Level Empire: Homelights (Televoting)

Alle Songs in der Übersicht gibt es hier.