Achter Probentag: The Good, The Bad and The Ugly

Mit den letzten Einzelproben geht die Probenwoche zu Ende. Nun folgen nur noch komplette Probendurchläufe, alle Fragen zum Setting, Kameraführung, Licht etc. sollten nun beantwortet und festgelegt sein. Nur noch wenige Tage bis zu den ESC-Shows. Wie lautet unser heutiges Fazit am Tag der zweiten Probe von Levina?

Heute probten die BIG 5 Länder Spanien, Italien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie der Gastgeber Ukraine zum zweiten Mal. Dies waren die letzten Einzelproben des ESC 2017. Hier sind unsere heutigen Top 3:

Jan: 1. Frankreich, 2. Italien, 3. Deutschland
Matthias: 1. Frankreich, 2. Italien, 3.Großbritannien
OLiver: 1. Italien, 2. Deutschland, 3. Frankreich
BennyBenny: 1. Italien, 2. Deutschland, 3. Großbritannien
DJ Ohrmeister: 1. Großbritannien, 2. Frankreich, 3. Deutschland
Salman: 1. Großbritannien, 2. Italien, 3. Deutschland
Tjabe:
1. Frankreich, 2.Italien, 3. Deutschland
Marc:
1. Italien, 2. Frankreich, 3. Deutschland
Volli:
1. Italien, 2. Deutschland, 3. Großbritannien

Heute nur ein knapper Sieg – genau wie in Sanremo. Wankt der Gorilla etwa etwas?

Dazu noch die weiteren heutigen Eindrücke:

Erfreulich:
– Bei Levina wird nicht mehr groß herumexperimentiert, das Staging funktioniert
– phänomenal souveräne und entspannte PK von Levina
– ein vergleichweise kurzer Arbeitstag, der Bloggern am Nachmittag individuelle Aktivitäten erlaubte, vom Sightseeing (DJ Ohrmeister) über Sonnenbaden (Jan), Bootsfahrt (Tjabe) bis hin zum Schwimmen im Dnepr (OLiver)

Stadtstrand auf einer Insel im Dnepr unweit des International Convention Centers.

– Peter ist eingetroffen und konnte sich um 14:59 Uhr, eine Minute vor Schließung des Pressezentrums, noch akkreditieren, davon hing unsere (noch folgende) Red-Carpet-Berichterstattung maßgeblich mit ab (Puh!)

Unser letztes Teammitglied ist eingetroffen und musste umgehend durch die Stadt jagen

Enttäuschend
– Francesco Gabbani übermotiviert, wirkt angespannt und hampelt zu sehr herum
– Spanien noch schlimmer als ohnehin erwartet
– immer noch mitunter bescheuerte Fragen in den Pressekonferenzen mit null Informationsgehalt
– mangelnder Charme des Euroclubs, wirkt wie mäßig belebtes Parkdeck
– Delegationen haben sehr wenige Pressematerialien in diesem Jahr
– ein Laptop-Ladekabel ist verschwunden, mutmasslich wurde es aus dem Pressezentrum entwendet (wer macht sowas?)
– kein einziger Künstler trat bei der „Nordic Party“ auf, zu der Marc eingeladen war
– dass wir immer so vieles Ärgerliches und Enttäuschendes finden, obwohl es uns hier doch wirklich gut gefällt*

*überlegen daher alternativ mal eine Runde Glücklich – Lustig – Anregend – Sexy in der Tageszusammenfassung zu bringen..


Ärgerlich:

– keinerlei Garderobe im Euroclub
– der Sound im Euroclub
– Rausschmiss aus dem Pressezentrum knapp nach Probenende, auch Samstag Nacht werden wohl nur 2 Stunden bleiben für unsere direkte Nachberichterstattung vor Ort
– miefiger Jutebeutel als Promo-Geschenk für Pressevertreter
– verkorkste Uber-Fahrt vom Pressezentrum zur Blogger-WG mit überfordertem Fahrer, Straßensperrungen und einer wahnsinnigen Hetzjagd durch Europas tiefstgelegene U-Bahn-Station, bei der einige Blogger einen Lachkrampf bekamen, als wir wegen eines älteren Herrn, der langsam Stufe für Stufe hinabging, nicht weiterkamen…

Typische Rolltreppenansicht in Kiew, es geht sehr tief runter


Überraschend:

– grau ist gar nicht grau, sondern silber, wie wir vom NDR erfuhren
– BennyBenny wird im Supermarkt wegen seinesr umhängenden Akkreditierung für den deutschen ESC-Vertreter (Levinius?) gehalten
– dass man den (meisten) Bloggern die zunehmend kurzen Nächte Morgens (nich) nicht ansieht
– Blogger, die immer während der Arbeit unkontrolliert diverse ESC-Refrains vor sich hin summen und sich auch nicht durch düstere Blicke davon abhalten lassen
– Ausreden voluminöser israelischer Pressevertreter, warum zwei Plätze in Reihe Eins für einen Mann erforderlich sind („This seat is for my business cards“, „I need space for my camera“ oder heute: „My wife sits here“)
– Schlüpfer in der Pressemappe als Merchandising-Produkt überreicht in der PK von O.Torvald

Das war es vom Sonntag aus Kiew, wir gehen jetzt noch ein paar Hühner essen. Apropos Essen, am Montag ist das alljährliche Bloggeressen und wir planen ausführlich über die ukrainischen Spezialitäten zu berichten. Stay tuned!

Bonus und Vorschau: Heute sind wir nicht zu einem Bloggerbild gekommen, daher gibt es hier ein kleines PreView auf den RedCarpet-Empfang, der heute Nachmittag stattgefunden hat – Salvador war da! Ein Bilder-Feuerwerk erwartet unsere Leser dann am Montag!