Aus neun mach vier: Das erste Halbfinale von Destination Eurovision

Heute Abend hat France 2 die erste Runde von Destination Eurovision 2018 ausgestrahlt. In einer abwechslungsreichen und qualitativ hochwertigen Show befanden sechs Juroren über neun Künstler und ihre Songs – am Ende bekamen vier das Ticket fürs Finale am Monatsende. Hier das Ergebnis des Abends.

Frankreich hat sich dieses Jahr wirklich ins Zeug gelegt: Schon dieses erste Halbfinale war richtig stark, die zweieinhalbstündige Show im Studio mit Garou als Moderator und einem gut aufgelegten Publikum (mit einigen Frankreich- und Europa-Fahnen) war sehr unterhaltsam. Es ist das erste Mal seit 2014, dass das französische Fernsehen öffentlich seinen ESC-Teilnehmer sucht.

In der vorab aufgezeichneten Sendung hatten die Zuschauer kein Stimmrecht – sie kommen erst im live ausgestrahlten Finale am 27. Januar zum Zuge. Amir, Isabelle Boulay und Christophe Willem als nationale Juroren sowie Schwedens Mr. Eurovision Christer Björkman, Nicola Caligiore von der italienischen ESC-Delegation und die weißrussische Delegationschefin Olga Salamakha als internationale Gutachter saßen heute quasi Gericht über die neun Teilnehmer des ersten Abends von Destination Eurovision.

Amir betonte gleich zu Beginn, der Künstler für den ESC müsse „eins sein mit dem Song, mit der Bühne, mit der einmaligen Chance“, sein Land international zu vertreten. Ähnlich äußerte sich auch Isabelle Boulay. Im Lauf der Show gab vor allem Amir den Künstlern immer wieder Tips, was sie noch besser machen könnten. Alle drei nationale Juroren waren aber recht freundlich gesonnen, Isabelle fand vieles „interessant“. Zwischendurch sprach Garou ein paar Sätze mit jeweils einem der internationalen Juroren, die France 2 vor allem für die Show und die gute Musikauswahl lobten.

Die Künstler wurden jeweils kurz mit einem Einspieler vorgestellt, alle sangen jeweils kurz einen bekannten Titel (etwa „Alors regarde“ von Patrick Bruel, „ABC“ von Jackson Five oder „Le paradis blanc“ von Michel Berger), ehe sie dann jeweils ihren ESC-Beitrag präsentierten. (Mein persönliches Highlight bei den Coversongs war die Balladen-Version von Michael Jacksons „Billie Jean“, vorgetragen von Lisandro Cuxi).

Lisandro Cuxi – Billie Jean

Es war eine bunte Mischung aus Funk (Pheno Men), hohem Gesang (Masoe), Modern-Experimentellem (Malo‘), Sommer-Sonne-Strand-Gute-Laune-Pop (Louka), klassischem Chanson im Walzertakt (Noée) und fröhlichem Mainstream (Enéa, Ehla). Allerdings gab es auch ein paar Schwächen, ich fand Louka mit seinem „Mamma Mia“, das als Snippet noch interessant geklungen hatte, überraschend schwach.

Am Ende trugen alle 6 Juroren ihre Punkte (2, 4, 6, 8, 10 und 12) vor.

Daraus ergab sich dieses Gesamtranking:

1. Lisandro Cuxi, „Eva“ – 66 Punkte
2. Emmy Liyana, „OK ou KO“ – 50 Punkte
3. Malo‘, „Ciao“ – 46 Punkte
4. Louka, „Mamma mia“ – 30 Punkte
5. Ehla, „J’ai cru“ – 28 Punkte
6. Noée, „L’un près de l’autre“ – 26 Punkte
7. Masoe, „Paradis“ – 6 Punkte
– Enéa, „I’ll Be There“ – 0 Punkte
– Pheno Men, „Jamais sans toi“ – 0 Punkte

Lisandro Cuxi – Eva

Emmy Liyana – OK ou KO

Malo‘ – Ciao

Louka – Mamma mia

Die ersten vier sind damit im Finale, das am 27. Januar live ausgestrahlt wird, ab 20:55 Uhr. Dann gibt es auch einen Liveblog bei uns!