Bekanntgabe der Teilnehmer am deutschen ESC-Finale am 14. Januar

Helene Fischer Hey Mister DJ Hamburg Concert 2014

Helene ist (leider) nicht dabei im Künstler-LineUp für das diesjährige deutsche Finale am 5. März 2015 in Hannover. Obwohl NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber sie heftig umwirbt, wenn man dem SPIEGEL glauben darf. Wer sich aber stattdessen im hiesigen ESC Vorentscheid um den deutschen Startplatz in Wien bewerben wird, wird schon in wenigen Tagen bekannt sein. So hat es zumindest Eurovision.de heute morgen angekündigt und den 14. Januar 2015 als den Termin benannt, am dem die Künstler des deutschen ESC Finales 2015 öffentlich gemacht werden. Spekuliert wird in Fan- und Branchenkreisen logischerweise bereits jetzt.

„Sieben auf einen Streich“ heißt es reichlich martialisch bei Eurovision.de – und mit diesem brutalen Märchenzitat rückt die Headline wieder den dramatischen Fight um die absolute Gunst der Zuschauer in den Mittelpunkt. Es kann nur einen geben. Anders als beim schwedischen Melodifestivalen zählt hierzulande dann doch maßgeblich der ultimative Erfolg statt – wie in Schweden – das quotenträchtige nationale Finale der größten Musikshow der Welt auch als Schaulaufen der aktuellen heimischen Musiklandschaft zu begreifen und zu transportieren.

Unser Song für Österreich Logo

Wie in 2014 bewerben sich acht Künstler mit jeweils zwei Songs um den Platz als deutscher Teilnehmer beim Eurovision Song Contest Finale am 23. Mai 2015 in Österreich.

Das Vorentscheid-Konzept 2015 ist bekanntlich mit dem des Vorjahres identisch. Acht Acts treten am 5. März bei „Unser Song für Österreich“ in Runde 1 gegeneinander ein, vier davon dürfen auf Basis des Televotings in Runde 2 mit einem zweiten Song weitermachen. Danach werden aus den acht Titeln der vier Acts vom Zuschauer zwei (verschiedene) Songs und Künstler für das große Finale auserwählt.

Sieben der acht Teilnehmer werden in der kommenden Woche benannt, der Acts für den achten Startplatz wird bei einem dem Nachwuchs gewidmeten „Wildcard“-Konzert am 19. Februar 2015 in Hamburg ermittelt. Das zugehörige Bewerbungsportal hat just in dieser Woche seine Tore geschlossen, die zehn Acts für das Wildcard Konzert in der Großen Freiheit 36 in Hamburg (hier unser Bericht vom letzten Lena Konzert in dieser populären Kiez-Location) werden aber erst in ca. zwei Wochen veröffentlicht.

2014 war dieses mehrstufige Auswahlverfahren eine mitreißende musikalische Soap Opera – allerdings mit mäßigem Ausgang (Platz 18) in Kopenhagen. Nachdem der Wildcard Act Elaiza beim deutschen Finale in Köln bereits in den Vorrunden etablierte Acts wie Oceana und Santiano im Televoting übertreffen konnte, hat das Blümchenblusen-Trio im Grande Finale sogar mehr Anrufe kassiert als der megapopuläre Graf von Unheilig. Der hat dann (traumatisiert?) passenderweise wenige Monate später gleich seinen kompletten Rückzug aus dem Musikbusiness erklärt und seinen letzten Song mit dem Titel „Zeit zu gehen“ dann auch noch bei der allerletzten „Wetten dass“-TV-Show vorgetragen. Mehr Drama geht nicht.

Da drängt sich die Frage auf, ob der Elaiza-Durchmarsch in 2014 im Folgejahr etablierte Künstler abschreckt, sich dem Wettbewerb in einem deutschen ESC-Finale zu stellen?

Blicken wir noch einmal auf die beiden Interpreten-Portfolios der Nach-Raab-Ära.

2013:
Betty Dittrich
Ben Ivory
Blitzkids mvt.
Cascada
Finn Martin
LaBrassBanda
Mia Diekow
Mobilée
Nica & Joe
Die Priester feat. Mocja Erdmann
Saint Lu
Die Söhne Mannheims

Betty Dittrich Cool With The Danceboyz2013 leider sehr unterschätzt: Betty Dittrich und ihre legendären Dance Boyz.

2014:
The Baseballs
Elaiza
Das gespaltene Ich
Madeline Juno
Marie Marie
Oceana
Santiano
Unheilig

USFD Probe Madeline JunoHat 2014 ihren bisher schwersten Karrierefehler gemacht und ihren Hit „Error“ beim deutschen Finale nicht in Runde 1 gesungen: Madeline Juno

Wird diese (jeweils) bunte Mischung aus etablierten Acts, Newcomern und Avantgarde in 2015 fortgesetzt? Was meint Ihr?

Im Vorfeld des deutschen Finales im vergangenen Jahr hatten die PRINZ Blogger 40 Acts für eine Teilnahme an der deutschen ESC-Finalshow geprüft und empfohlen. Und tatsächlich fanden sich danach einige Acts von unserer Liste in der Lanxess Arena in Köln wieder.

(1) Helene Fischer
(2) Oceana
(3) LaBrassBanda
(4) Frida Gold
(5) Johannes Oerding
(6) Fabian Buch
(7) Ivy Quainoo
(8) R.I.O.
(9) Stanfour
(10) Cro
(11) Linda Hesse
(12) Leslie Clio
(13) Culcha Candela
(14) voXXclub
(15) The Toten Crackhuren im Kofferraum
(16) Glasperlenspiel
(17) Matthias Carras
(18) Santiano
(19) Guaia Guaia
(20) Laing
(21) Bosse
(22) Dagobert
(23) Unheilig
(24) Mandy Capristo
(25) Anna Depenbusch
(26) Yesterday Shop
(27) Madeline Juno
(28) Silbermond
(29) The BossHoss
(30) Clueso
(31) Claire
(32) Mrs Greenbird
(33) Sarah Connor
(34) Sebastian Wurth
(35) Elaiza
(36) Paul Kalkbrenner
(37) Adel Tawil
(38) Peter Michael
(39) Brings
(40) Yvonne Catterfeld

Und wenn man der Gerüchteküche in Blogs und Fanforen Glauben schenken möchte, dann finden sich auch im diesjährigen LineUp Namen aus unserem hier noch einmal vollständig gelisteten und immer noch aktuellen Empfehlungskatalog.

Bald wissen wir mehr. Welchen Spekulationen schenkt Ihr Glauben? Und wen wünscht Ihr Euch als Teilnehmerin oder Teilnehmer für das deutsche Finale?

Und heißt es am Ende nicht sowieso: „Auf den Song kommt es an“?