Bem Bom Ding Dong – Im Finale wieder vereint nach 14 Jahren. Die Leiden des Bloggers T.

Der 62. Eurovision Song Contest hält viele Besonderheiten bereit. Mit Italien übernimmt zum ersten Mal wieder ein Gründungsmitglied die Favoritenrolle. Mit Russland und Yulia Samoylova gab es nach Jahren wieder einen Riesenskandal, der europaweit sein Echo fand. Und nach 14 Jahren sind sowohl Portugal als auch die Niederlande wieder gemeinsam im Finale vertreten. Ein verzücktes Bloggerherz berichtet aus rein persönlicher Sicht.

Seit der Einführung der Halbfinals 2004 wird manches Bloggerherz auf die Probe gestellt. Wie bekannt hat ein jeder Blogger so seine persönlichen Länderlieblinge. Viele sind der schwedischen Eurovisionswelt verfallen, andere finden in Griechenland ihre Wurzeln wieder und andere huldigen den großen Diven aus Italien und Spanien. Dem Schreiber liegen seit Beginn der eigenen Eurovisionsgeschichte die portugiesischen Beiträge und seit Beginn der Achtziger die niederländischen Beiträge am Herzen.

Wer sich eine solche Länderkombination auswählt, dürfte manches Finale der letzten Jahre völlig neutral verfolgt haben, denn es fehlte mindestens eines der beiden Länder oder im schlimmsten Falle die Niederländer und die Portugiesen gemeinsam. Während das Scheitern der Schweden 2010 zu einem Riesenschock in der betroffenen Fangemeinde führte, war bei der Länderkombi Niederlande/Portugal mittlerweile nur noch Resignation zu spüren. Hier machte sich der Schock schon eher bemerkbar.

Ein Blick zurück auf 13 Wettbewerbe mit wenig Höhepunkten und vielen Tiefen:

Fangen wir mal mit Istanbul 2004 an. Niemand wußte so recht, wie es sich mit dem Halbfinale anfühlt. Eingeladen zu einem Fernsehabend bei Bloggerkollege OLiver sass man gespannt vorm Fernseher und als die Umschläge geöffnet wurden, bangte ich vornehmlich mit den Niederländern mit, da man schon aus der Vergangenheit wusste, dass sich Portugal schwer tun würde. Aber ganz im Unterbewußten hoffte ich doch ein wenig.

In Bezug auf die Niederländer beruhigten mich alle Umsitzenden. Das wird schon klappen. Und welch eine Freude. Re-union kamen mit ihrem Song weiter und Portugal blieb mit Sofia Vitoria und „Foi magia“ als 15. auf der Strecke. Bei den Niederlanden kam der Schock erst Tage später, als das Duo mit 11 Punkten auf den 20. Platz nach hinten durchgereicht wurde. Im Halbfinale hatten sie noch 146 Punkte auf Platz 6.

Portugal – Sofia Vitoria – Foi magia

Die Niederlande setzten 2005 ihren Vorentscheidungsmarathon wie in 2004 fort und herauskam ein Whitney-Houston-Double namens Glennis Grace, die sich großer Beliebtheit bei den Fans erfreute. „My Impossible Dream“ galt als einer der Fanfavoriten. Somit machten sich keine Gedanken breit, dass etwas schiefgehen könnte.

Bei Portugal dauerte die Suche bis zum Abgabetag. 2B mit ihrem „Amar“ wussten aber schon bei der Präsentation nicht zu überzeugen. Somit wurde auch bei diesem Beitrag keine Gedanken an eine Finalteilnahme verschwendet.

Doch der 19. Mai sollte für einen Schockmoment sorgen. Dieses Mal allein vorm Fernseher zu Hause, hörte ich mir alle 25 Halbfinalisten an und am Schluss saß ich mit einem Zettel auf dem Schoß da, um sich die Finalisten zu notieren, denn zeitgleich mit der Bekanntgabe wurden die Startplätze vergeben. Umschlag um Umschlag wurde geöffnet und keine Niederlande in Sicht. Nur noch ein Umschlag in den Händen von Pavlo Shylko….. Lettland. Lettland – aber wo war Glennis Grace aus den Niederlanden? Man saß da und verfiel in eine Art Schockstarre und keiner war da zum Trösten. Zum Glück brummte das Handy und Bloggerkollege Jan „Skandal!“ zeigte sich genauso geschockt „Skandal!“ über das Ausscheiden.

Niederlande – Glennis Grace – My Impossible Dream

In den Tagen darauf machten sich im Internet Verschwörungstheorien breit. Das Televoting soll nicht funktioniert haben und bei den Niederlanden hätten 0 Punkte gestanden. Eventuell würde Glennis Grace dann doch im Finale starten. Aber alle Theorien zum Trotz am Samstag erklang kein niederländischer und und auch kein portugiesischer Song. Das Finale in Kiew geriet auch unter Freunden zu einem ereignislosen Moment, der durch den letzten Platz der Deutschen noch negativ gekrönt wurde.

Den Schockmomenten des Jahres 2005 folgte 2006 die Ernüchterung. Beide Länder hielten eher halbherzige Vorentscheidungen ab. In Portugal durfte das Lied etwas englisch enthalten und in den Niederlanden gab es drei Acts mit jeweils drei Liedern. Bei einem Song verweigerte Jurymitglied Cornald Maass sogar die Punkte, da er alle drei Lieder von Maud schlecht fand. Nach Athen fuhr dann ein ganzer Hühnerhaufen. Portugals Gruppe Nonstop glänzte bei „Coisas de nada“ mit Barbara-Dex-Award würdigen Klamotten und die niederländischen Damen von Treble fielen durch Powackeln und Fantasiesprache auf. Ein Finale sah man für keine der beiden Grazientruppen. Zum Glück verbrachten einige Blogger die Zeit gemeinsam vor Ort und die Sonne Griechenlands konnte die resignierten Seelen wärmen. Portugal und die Niederlande landeten hintereinander auf Platz 19 und 20 unten im Keller des Halbfinales.

Portugal – Nonstop – Coisas de nada

In den Niederlanden machte sich Hoffnungslosigkeit breit. Für 2007 holten sie sich Edsilia Rombley, die 1998 Vierte wurde, zurück, und statteten sie mit umfangreichen Freiheiten aus. Sie stellte drei Lieder national vor, von denen sie eins aussuchen durfte, dass mit nach Helsinki ging. In Portugal wurde im Rahmen des Festival RTP da Canção das Lied ausgewählt und das Schlagerliedchen „Dança comigo (Vem ser feliz)“ von Sabrina holte den Sieg.

In Helsinki schaute man dann eher auf Edsilia Rombley als auf Sabrina, obwohl auch „On Top Of The World“ keine innovative Kreation war. Aber für beide blieben die Umschläge verschlossen. Unmut über das Überangebot an osteuropäischen Ländern im Finale machte sich breit. Beim Betrachten des Endergebnisses wurde man jedoch überrascht. Portugal und die Niederlande trennten zehn Plätze. Während unser westliche Nachbar mit 39 Punkten auf Platz 21 kam, schrammte das portugiesische Team um drei Punkte am zehnten Platz vorbei.

Portugal – Sabrina- Dança comigo (Vem ser feliz)

2008: Neues Jahr, neues Glück. Die Niederlande behielten ihr System bei und nominierten die drittplatzierte Idol-Sängerin Hind. „Your Heart Belongs To Me“ wurde der Öffentlichkeit nur präsentiert. Da blieb die Entscheidung der Zuschauer aus. Das durften die Portugiesen dafür umso ausgiebiger tun. Sie entschieden sich überdeutlich für Vânia Fernandes mit „Senhora do mar“ und wurde zum Fanliebling in Belgrad, wo es nun zwei Halbfinals gab.

Zwei Halbfinals und nur die Big4 plus Gastgeber im Finale bedeutete natürlich größeren Chancenreichtum für die Qualifikation und die Hoffnungen stiegen, dass eventuell beide Länder weiterkamen. Aber nach dem ersten Halbfinale machte sich schon Desillusion breit, denn die Niederlande schieden trotz gutem Vortrag aus. Persönlich, wirklich ganz persönlich fand ich es enttäuschend, dass ein „Qélé, Qélé“, schlecht gesungen von Sirusho aus Armenien, ins Finale durfte. Der Vortrag von Hind, der nach ihr gestartet war, blieb stecken.

Niederlande – Hind – Your Heart Belongs To Me

Das zweite Semi gestaltete der Veranstalter spannend, in dem die Moderatoren Jovana Janković und Željko Joksimović das Publikum herausforderten, welches inbrünstig beim letzten Umschlag „Portugal“ schrie. Vânia Fernandes zog als zweitplatzierte ins Finale ein, um dort sich auf Platz 13 wiederzufinden.

Für Moskau waren die Portugiesen nun wieder motivierter und präsentierten eine bunte Vorentscheidung, mit einer Onlinevorrunde und ehemaligen Teilnehmern wie Nucha, Luciana Abreu und Armando Gama. Aus ihr ging Flor-de-lis mit „Todas as ruas do amor“ als Sieger hervor, was aber sich nicht so finalsicher präsentierte, wie im jahr zuvor.

In den Niederlanden herrschte große Ratlosigkeit, so dass sich der verantwortliche Sender NOS überzeugen liess, Gordon und seine Toppers zu schicken. Es gab eine Vorrunde mit sechs Titeln. Obwohl die Toppers in den Niederlanden große Hallen füllen, war die Wahl der Karnevalstruppe nicht umumstritten. Die Vorrunde gewann dann auch ein Lied von Gordon und er durfte endlich zum Contest, wohin er schon lange wollte. Da durfte dann auch nicht viel Widerstand kommen. Bis zum Contest hatte Gerard Joling die Gruppe verlassen und war durch Jeroen van der Boom ersetzt worden.

Die Niederlande waren trotz letzter Startposition ein sicherer Kandidat fürs Halbfinalaus, was sich mit Platz 17 und 11 Punkten auch bewahrheite. Gordon tat sich nur durch Arroganz hervor. Überraschenderweise zog dafür der bunte Beitrag aus Portugal ins Finale ein und wurde dort 15.. Da freute sich das Bloggerherz.

Portugal – Flor-de-lis – Todas as ruas do amor

Auf dem Weg nach Oslo 2010 hinterliessen beide Länder Kopfschütteln. In Portugal gab es wieder eine langgezogene Vorentscheidungsserie, an deren Ende der Sieg von Filipa Azevedo mit „Há dias assim“ stand. Nicht umumstritten, da Publikumsliebling Catarina Pereira mit „Canta por mim“ haushoch das Televoting gewann, aber durch die Jurywertung auf Platz 2 gesetzt wurde.

In den Niederlanden wurde Vader Abraham als Komponist für ein Lied ausgewählt, welches in sechs Variationen vorgetragen werden sollte. Herauskam ein Rumtata-Schlager, der auch in den Siebzigern und Achtzigern keinen Blumentopf gewonnen hätte. In der Vorentscheidung kamen dann noch fünf Versionen auf die Bühne und durch den Gleichstand von zwei Liedern musste Vader Abraham letztendlich die Entscheidung treffen. Yolanthe Cabau van Kaasbergen, Ex von Jantje Smit und heutige Frau vom Fussballer Wesley Sneijders, war der Verzweiflung nahe, da Vader Abraham den Knoten nicht durchtrennen wollte. Am Ende fuhr Sieneke gen Oslo und erlebte einen kleinen Hype in Bezug auf den Trashfaktor.

Niederlande – Sieneke- Ik ben verliefd (Sha-la-lie)

Wieder einmal standen die Chancen fürs Finale nicht gut. Zum Glück schickte Deutschland Lena und dadurch konzentrierte man sich als Fan mehr noch auf das eigene Land. Überraschenderweise sprang für Filipa ein Finalplatz als vierte im Halbfinale heraus, wo sie dann nur auf dem 18. Platz landete. Auch Sieneke konnte das Publikum begeistern, aber die Juries zogen sie dann auf dem 14. Platz im Halbfinale zurück.

Düsseldorf wurde zum Gau für die Niederlande und Portugal. Während sich die politische Lage in Portugal bei der Entscheidung auswirkte, in dem mit Homens da Luta eine Protestband mit „A luta é alegria“ gewann, schafften es die Niederlande die Liedermachergruppe 3Js zu nominieren, welche sechs Titel national vortrugen, aus denen dann die niederländische Version von „Never Alone“ als Sieger hervorging.

Niederlande – 3Js – Never Alone

Die Niederlande kamen mit großem Schiff und die Portugiesen mit Schildern und Bierdurst nach Düsseldorf, aber bunte Bilder und ein weisses Sakko halfen nichts. Keines der Länder steckte in den Umschlägen. Bei Portugal hatte man das erwartet und die Niederlande zeigten sich schon desillusioniert, da sie schon beim Meet & Greet äußerten, auch 2012 anzutreten, egal welcher Platz am Ende dabei herauskommen würde. Die Portugiesen wurden vorletzte und die Niederlande sogar nur letzte. Zum Glück war man durch den Contest im eigenen Land so gut abgelenkt, dass dieses Horrorergebnis verkraftet werden konnte.

Auf dem Weg nach Baku besannen sich die beiden Länder auf ihre Stärken. In Portugal sollten alle Lieder Fadobezug erhalten und in den Niederlanden holte man Altmeister John de Mol mit seinem „The Voice“ ins Boot. Filipa Sousa sang „Vida minha“ vom Autorenteam von „Senhora do mar“ beim Festival da Canção und gewann. Einen Finaleinzug traute man ihr zu. In den Niederlanden siegte Joan Franka mit „You And Me“ in einem Indianerkostüm, in einem schwachen Liederangebot. Jedoch kam der Song im Vorfeld des Songcontests gut an, so dass Hoffnungen blieben, die Niederlande kehrt nach acht Jahren zurück ins Finale.

Portugal – Filipa Sousa – Vida minha

Aber in Baku endete für beide Künstlerinnen der Trip im Halbfinale. Während Joan Franka mit nur einer indianischen Kopfbedeckung aber vielen falschen Tönen scheiterte, war der Ausfall der Portugiesin Filipa Sousa schmerzhafter, da sie einen guten Vortrag ablieferte.

Für Malmö 2013 sagte Portugal dann ab, da die Finanzkrise das Land im Griff hatte und man eine Teilnahme als nicht passend empfand. In den Niederlanden meldete sich nach 2009 wieder Anouk zu Wort, aber der verantwortliche Sender TROS konnte sich mit der Idee nicht anfreunden. Sie wollten sich wieder stark machen. Aber nun erhielt der Sender so viel Gegenwehr vom Publikum, dass Anouk als Teilnehmerin mit ihrem Killersong bekannt gegeben wurde.

Mit „Birds“ fuhr sie nach Malmö und es entstand ein Hype um sie herum. Aber man konnte nicht so recht glauben, dass die eigensinnige Sängerin eine Wende in der niederländischen Eurovisionsgeschichte schaffen würde. Das Öffnen der Umschläge wurde zur Nervensache, denn erst im letzten Umschlag steckte Anouk. Die Freude beim Blogger war so groß, dass er fahneschwenkend um die Malmö-Arena rannte und allen seine Freude kundtat. Im Finale kam Anouk dann auf Platz 9 und die Einschaltquote ging durch die Decke.

In unserem Nachbarland liess sich die Musikszene von dem Erfolg begeistern und es gab einige etablierte Künstler, die sich für 2014 aufstellen wollten. Den Zuschlag erhielt Ilse DeLange, die sich mit ihrer Formation The Common Linnets beworben hatte mit einem Projekt nur für die Eurovision. Hierzu hatte sie Waylon mit ins Boot geholt. Aber als die Niederländer das Lied „Calm After The Storm“ zum ersten Mal hörten, gab es einen großen Shitstorm. Die Leute waren überhaupt nicht begeistert und griffen vor allem Ilse DeLange persönlich an. Bis zur ersten Probe in Kopenhagen hörte diese Kritik nicht auf. Doch dann sah man mit wie viel Feingefühl die Common Linnets ihren Song umsetzten und plötzlich entstand eine Euphorie, die während der Probenwochen immer mehr an Aufwind bekam.

Niederlande – The Common Linnets – Calm After The Storm

Portugal hatte sich zum fünfzigjährigen Jubiläum wieder an das Festival da Cancao und mit einem Halbfinale und einem Finale ihr Lied gesucht. Auch hier war der Teilnehmer nicht unumstritten. Wieder hatte Catarina Pereira ein Lied im Rennen und abermals wurde sie zweite. Man sprach vage von Unregelmäßigkeiten bei der Stimmvergabe. Trotzdem fuhr Suzy mit ihrem „Quero ser tua“ in die dänische Hauptstadt und erlebte dort eine große Begeisterung für ihren Song, da sie sich als eine hervorragende Stimmungskanone präsentierte.

Leider konnte Suzy diesen Hype nicht zum Fernsehzuschauer transportieren und blieb mit einem Punkt Abstand zum 10. Platz im Halbfinale hängen. Für San Marino und Valentina Monetta wurde hingegen der Traum wahr, im Finale zu stehen.

Anders verhielt es sich mit den Common Linnets. Die allgemeine Begeisterung stieg immer mehr, jedoch war man sich immer noch nicht sicher, ob das Finale realisierbar sei. Zur Freude aller steckte aber das Land im neunten Umschlag und anschließend gingen die Wettquoten für „Calm After The Storm“ durch die Decke. Die Sensation war perfekt, als die Common Linnets mit einem zweiten Platz im Finale glänzten und sich herausstellte, dass sie das Halbfinale gewonnen hatten. Die Einschaltquoten waren bei beiden Wettbewerben gigantisch.

Dieser Begeisterung folgte ein reges Interesse, teilzunehmen. Mehrere Namen waren im Spiel, die nach Wien fahren wollten. Zum Schluss erhielt die grossartige Sängerin Trijntje Oosterhuis den Zuschlag. Man überließ ihr wie bei Anouk und den Common Linnets die Songauswahl und die Gestaltung des Auftritts. Doch mit der Bekanntgabe von „Walk Along“ kam die erste Ernüchterung. Dem Lied fehlte das besondere Etwas. Aber wie schon die Common Linnets gezeigt hatten, konnte man einiges aus Liedern herausholen. Mit dem gleichen Regisseur Pannecouke arbeitete auch Trijntje Oosterhuis zusammen, aber was sie auf die Bühne stellten, war eher enttäuschend. Der Auftritt war kaum durchdacht und das Outfit sorgte für helle Aufregung, so dass man sich während der gesamten Probenzeit mehr aufs Outfit als auf die perfekte Inszenierung konzentrierte.

Den üblichen Vorentscheidungsmarathon absolvierten die Portugiesen, aber es mutete ein wenig wie eine Verzweiflungstat an, da man so alte Schlachtrösser wie Simone de Oliveira und Adelaide Ferreira ins Rennen schickte. Die einzig moderne Nummer „Há um mar que nos separa“ von Leonor Andrade fand zum Schluss die größte Zustimmung.

Jedoch blieb die internationale Begeisterung für das Lied aus, so dass es hoffnungslos war, es im Finale nochmals zu sehen. Wieder steckte in keinem Umschlag der Ländername Portugal. Aber Wien hatte im Großen und Ganzen kein Herz für den Schreiber (dieses Beitrags). Auch Trijntje Oosterhuis aus den Niederlanden fand den Weg nicht ins Finale. Die einzige Tophäe, die sie davon trug, war der Barbara-Dex-Award.

Niederlande – Trijntje Oosterhuis – Walk Along

Die Niederländer waren wieder auf den Boden der Realität zurückgekehrt und fanden mit Douwe Bob nach Trijntje-Gate einen Willigen für Stockholm. Aber man hielt alles unter Verschluss. Erst wenn der Act komplett fertig sei, sollte das Lied veröffentlicht werden. Portugal stieg aufgrund des schlechten Ergebnisses aus dem Wettbewerb für ein Jahr aus, um über die zukünftige Teilnahme nachzudenken.

Somit befand sich 2016 nur ein Land wieder in den Halbfinals. Douwe Bob machte seine Sache aber gut und zog mit „Slow Down“ ins Finale ein, wo er am Ende auf Platz 11 landete.

2017 waren nun beide Länder wieder am Start und zum ersten Mal seit der Einführung der Halbfinals werden beide Länder nun wieder in einem Finale stehen. Während die Portugiesen mit Salvador Sobral und „Amar pelos dois“ schon aus dem fünften Umschlag sprangen, musste das Bloggerherz bei OG3NE und „Lights And Shadows“ bis zur neunten Verkündung warten.

Portugal – Salvador Sobral – Amar pelos dois

Niederlande – OG3NE – Lights And Shadows

Das Finale wird aus der persönlichen Bloggersicht zu einem Fest, egal wo am Ende die beiden Länder landen werden. Hoffentlich dauert es nicht wieder 14 Jahre, bis beide Länder gemeinsam ein Finale beim Eurovision Song Contest bestreiten. Der Blogger sagt Danke an Salvador Sobral und OG3NE für den schönen Moment.