Heute Abend: Berlins kleiner ESC – der SPREE GRAND PRiX 2018

ESC-Fans repräsentieren Länder mit ihrem persönlichen ESC-Lieblingsbeitrag und bewerten, nach Ansicht des Aufgebots auf der Großbildleinwand, in klassischer Grand-Prix-Manier den Wettbewerb: So funktioniert, kurz gesagt, der SPREE GRAND PRiX, das jährliche Regionalevent in Berlin. Er findet seit 2015 einmal im Jahr statt. Kommt heute Abend in den Sonntags-Club und votet mit!

Das Konzept dieses wunderbares Events wurde in den späten Neunziger Jahren in Hamburg geboren und als „Hanse Grand Prix“ fast 20 Jahre durchgespielt (2014 hatte WM auf dem PRINZ Blog die „Evolution einer Schnapsidee“ nachgezeichnet). 2015 haben Berliner ESC-Fans die Idee gekapert und nach Berlin genommen – und so fand im Herbst 2015 der erste SPREE GRAND PRiX statt. Inzwischen hat sich der SGP zum beliebten Berliner Regionalevent gemausert, auch, um gleichgesinnte ESC-Fans zu treffen und kennenzulernen.

Das Konzept: ESC-Fans fungieren als „Länderpaten“, bekommen eines der vielen ESC-Teilnehmerländer zugelost – und wählen aus diesem Land einen Eurovision-Beitrag aus, mit dem sie beim Wettbewerb starten wollen. Am Abend des SPREE GRAND PRiX werden die Videos der Original-ESC-Auftritte der eingereichten Beiträge in einer ausgelosten Startreihenfolge auf großer Leinwand gezeigt, anschließend wird gevotet. Die Länderpaten stimmen als Vertreter ihres Landes ab, können natürlich den eigenen Titel nicht bepunkten; außerdem können alle Gäste einen Stimmzettel abgeben (werden zusammengezählt und ergeben eine Gästewertung).

Nach der ausführlichen Punkteabgabe steht der Sieger des Abends fest. In den letzten Jahren waren das „Rhythm Inside“ (Belgien 2015), „Calm after the Storm“ (Niederlande 2014) und „Eres tú“ (Spanien 1973).

Das Schöne am SPREE GRAND PRiX war in den vergangenen Ausgaben die wilde Mischung an Songs: Da trafen Klassiker der 60er und 70er Jahre auf Hits der 80er und 90er sowie auf noch recht neue ESC-Beiträge der letzten knapp 20 Jahre. Neben Siegertiteln wie „Diva“, „Merci cherie“ und „All Kinds of everything“ waren Evergreens wie „Dschinghis Khan“, „Io senza te“ und „Vi maler byen rød“ dabei – aber auch manches, sagen wir mal, Schräge („Amour Amour“ für Luxemburg, „Stress“ für Norwegen).

So herrlich bunt wird die Liste auch beim SPREE GRAND PRiX 2018 sein. In diesem Jahr sind Beiträge aus diesen 24 Ländern dabei (in alphabetischer Reihenfolge):

Australien
Belgien
Bulgarien
Dänemark
Deutschland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Irland
Israel
Italien
Lettland
Malta
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Russland
Schweiz
Slowakei
Spanien
Ukraine
Vereinigtes Königreich
Zypern

Es lohnt sich, dabei zu sein und einen wunderbaren Abend mit ESC-Fans zu verbringen. Es wird sicherlich äußerst unterhaltsam und spannend.

SPREE GRAND PRiX 2018, im Sonntags-Club, Greifenhagener Str. 28, Prenzlauer Berg. Los geht’s um 20 Uhr.

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Das Gesamtergebnis 2017:

  1. Spanien 1973: Mocedades, „Eres tú“ (160 Punkte)
  2. Estland 2012: Ott Lepland, „Kuula“ (140)
  3. Österreich 2014: Conchita Wurst, „Rise like a phoenix“ (112)
  4. Island 2013: Eythor Ingi, „Ég á líf“ (107)
  5. Deutschland 1972: Mary Roos, „Nur die Liebe lässt uns leben“ (106)
  6. Israel 2010: Harel Skaat, „Milim“ (94)
  7. Frankreich 1969: Frida Boccara, „Un jour, un enfant“ (93)
  8. Türkei 2003: Sertab Erener, „Everyway that I can“ (81)
  9. Kroatien 1999: Doris, „Marija Magdalena“ (72)
  10. Portugal 1996: Lúcia Moniz, „O meu coração não tém cor“ (67)
  11. Irland 1987: Johnny Logan, „Hold me now“ (65)
  12. Griechenland 1991: Sophia Vossou, „I anixi“ (54)
  13. Bosnien-Herzegowina 2006: Hari Mata Hari, „Leyla“ (50)
  14. Weißrussland 2007: Koldun, „Work your magic“ (44)
  15. Dänemark 2001: Rollo & King, „Never ever let you go“ (41)
  16. Italien 1973: Massimo Ranieri, „Chi sarà con te“ (38)
  17. Malta 1992: Mary Spiteri, „Little child“ (38)
  18. Großbritannien 1996: Gina G, „Ooh… aah… just a little bit“ (36)
  19. Aserbaidschan 2010: Safura, „Drip drop“ (34)
  20. Tschechien 2015: Marta Jandová & Václav Noid Bárta, „Hope never dies“ (33)
  21. Schweden 1963: Monica Zetterlund, „En gång i Stockholm“ (15)
  22. Niederlande 2012: Joan Franka, „You and me“ (13)
  23. Slowenien 1998: Vili Resnik, „Naj bogovi slišijo“ (12)
  24. Norwegen 1968: Odd Børre, „Stress“ (3)