Bundesvision Song Contest 2014 – Vorsicht an der Bahnsteigkante!

Pressefoto Andreas Bourani

Von der ESC-Jury ins „BuViSoCo“-Teilnehmerfeld – Andreas Bourani, einer der fünf deutschen Juroren beim vergangenen ESC in Kopenhagen – hat offenbar Spaß am musikalischen Wettstreit gefunden. Zum zweiten Mal nach 2011 tritt er in diesem Jahr für sein Heimatland Bayern beim Bundesvision Song Contest an.

Noch ist es über ein Vierteljahr hin bis zur zehnten Ausgabe des von Stefan Raab 2005 ins Leben gerufenen bundesdeutschen ESC’s. Am 20. September wird er stattfinden, überraschenderweise an einem Samstag zur Prime Time. Möglicherweise versucht man auf diesem Wege, den doch ausgesprochen mageren Einschaltzahlen der vergangenen Jahre etwas entgegen zu setzen. Am Samstag sehen eben mehr Menschen fern als an einem Donnerstag, dem bisher für den Bundesvision Song Contest favorisierten Wochentag.

Gastgeber ist in diesem Jahr Niedersachsen, nachdem der aus Braunschweig stammende Bosse 2013 den Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Aber nicht etwa die Hauptstadt Hannover und die dortige TUI-Arena wird Austragungsort sein, sondern die doch eher beschaulich wirkende Studentenstadt Göttingen!

Bosse Bundesvision Contest Scoreboard

Und statt einer Multifunktionsarena mit 15.000 Zuschauern hat sich die Produktionsgesellschaft Brainpool für die dortige Lokhalle entschieden – ein ehemaliges Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn mit maximal rund 3.000 Zuschauern Fassungsvermögen. Downsizing also auch beim BuViSoCo, und was für eines!

Man kann nur spekulieren, aber wahrscheinlich wurde es in den letzten Jahren neben dem zu verzeichnenden TV-Zuschauer-Schwund auch zunehmend schwieriger, Tickets für die Live-Show an den Mann zu bringen. Nun, 3.000 interessierte Personen sollten sich in Göttingen und um Göttingen herum sicher auftreiben lassen…

Lokhalle GöttingenLokhalle Göttingen – Industriedesign ist 2014 der letzte Schrei…

Und über eines kann man nun wahrhaftig nicht meckern: das Line-Up der Show. Wieder einmal ist es Brainpool gelungen, derzeit durchaus relevante deutsche Popgrößen neben interessanten Newcomern auf die Bühne zu bringen. Das sind die Teilnehmer (die Titel der einzelnen Acts sind noch nicht bekannt):

1. Sierra Kid (Niedersachsen)
2. Nico Suave feat. Flo Mega (Hamburg)
3. Miss Platnum (Berlin)
4. Kitty Kat (Brandenburg)
5. Inglebirds (Saarland)
6. Tonbandgerät (Schleswig-Holstein)
7. Revolverheld (Bremen)
8. Max Mutzke (Baden-Württemberg)
9. Sebastian Hackel (Sachsen)
10. Jupiter Jones (Rheinland-Pfalz)
11. OK Kid (Hessen)
12. Maxim (Nordrhein-Westfalen)
13. Duerer (Thüringen)
14. Andreas Bourani (Bayern)
15. Teesy (Sachsen-Anhalt)
16. Marteria (Mecklenburg-Vorpommern)

Rechtzeitig vor dem 20. September werden wir die 16 Acts hier sicher noch einmal auf Herz und Nieren überprüfen, wie ich uns kenne.

Max Mutzke Bundesvision 2014Max Mutzke: 10 Jahre nach Istanbul ein erneuter Sieg in einer Raab-Show?

Von der reinen Papierform her müsste der Sieg eigentlich – ohne, dass jemand von uns auch nur einen einzigen Ton gehört hat – an Revolverheld (für die der PRINZ-Blog bei anderer Gelegenheit auch schon mal Eye-Candy-Alarm ausgelöst hat), Andreas Bourani oder Marteria gehen. Beim BuViSoCo setzen sich in der Regel die größeren Namen durch und Außenseiter schaffen es höchstens mal auf den zweiten Platz. Aber letztlich weiß man es dann eben doch nicht, und deshalb dürfte es  spannend werden im Lokschuppen, in welche Richtung sich der Zug für den Bundesvision Song Contest 2015 in Bewegung setzen wird.

Soweit wir wissen, ist es nicht geplant, Jurys einzusetzen, die 50% des Gesamtergebnisses bestimmen. Insofern hat Herr Bourani ausgesprochenes Glück, dass er sich ganz auf die Geschmackssicherheit der Fernsehzuschauer stützen kann. Und so kompetitionsfreudig, wie der momentan ist – wer weiß, ob wir ihn nicht nächstes Jahr wiedersehen bei „Unser Song für Wien“. Das wäre dann übrigens 12 (magische Zahl!) Jahre nach seiner Casting-Show-Teilnahme bei „Die deutsche Stimme 2003“ – wer erinnert sich noch??

Die Deutsche Stimme 2003Die Deutsche Stimme 2003 – Andreas Bourani rechts im Bild