Der Baku EuroClub ist eröffnet!

Die letzte Nacht war ziemlich kurz für manche – der EuroClub wurde eröffnet! Eine umfunktionierte Basketballhalle, sehr praktisch gelegen zwischen Crystal Hall und Stadtzentrum, wird zum diesjährigen Treffpunkt aller Akkreditierten. Auch die traditionellen Länderpartys und sogar das offizielle Opening sollen dort stattfinden.

Der Saal ist ähnlich rechteckig geschnitten wie letztes Jahr, nur eben doppelt so breit, lang und hoch. Der schiere Größe gepaart mit einer Soundanlage, von der jede Großraumdisco in Deutschland vor Neid erblassen müßte, ergibt mal wieder ein bisher nicht dagewesenes EuroClub-Erlebnis: die Bässe wummern richtig doll! Da ich als erstangekommener DJ aktuell der einzige vor Ort bin, durfte ich gestern auch direkt die zwei Wochen musikalisch einläuten und von 23 bis fast 3 Uhr spielen.

Im Saal ist etwas erhöht hinter der langgestreckten Bar ein VIP-Bereich, der in den kommenden Tagen dann offenbar den Delegationen vorbehalten sein soll (gestern ließ man noch jeden dort sitzen, es war ja nicht soviel los). Das Foyer der Halle bietet postsowjetischen Charme vom Feinsten, und während man von dort links und rechts ein paar Stufen erklimmen muss, um in den Hauptsaal zu gelangen, gibt es gegenüber des Haupteingangs auch die Möglichkeit, eine breite Treppe hinab zu steigen, wo neben den Toiletten auch ein Restaurant untergebracht ist.

Schwere dunkle Tische und gleissendes Neonlicht laden nicht unbedingt zum Verweilen ein, der Ort entfaltet eher das Ambiente einer jugoslawischen Autobahnraststätte in den 70ern… und gestern, so habe ich mir von deutschen Kollegen sagen lassen, war man wohl auch nicht auf speisende Gäste eingerichtet, denn trotz der Fülle an Personal gab es wohl nur einen Bruchteil der auf der Karte verzeichneten Gerichte. Aber wie wir hier in Aserbaidschan gelernt haben: alles zu seiner Zeit. In ein paar Tagen wird sich das alles sicherlich normalisiert haben.

Die Verantwortlichen der EuroClubs zeigten sich jedenfalls sehr hilfsbereit und angetan vom Start gestern abend und freuen sich riesig auf die nächsten zwei Wochen. Insgesamt 5 OGAE-DJs werden sich bis zum 26.05. mit zwei lokalen Größen abwechseln, allerdings mit Schwerpunkt auf ESC-Musik und sehr offen für flexible Anpassung des Programms je nach Publiukumsreaktion. Klingt alles super und wir werden eine tolle Zeit haben!

Gestern hat übrigens ein Teil der isländischewn Delegation den Dancefloor eröffnet (darunter Fridrik Omar), dann einige Hardcore-ESC-Fans aus Schottland und Irland (wie immer!) sowie eine ganze Gruppe an Press-Center-Volunteers, was mich besonders gefreut hat.

Und wie aus dem Nichts tauchte sogar noch Safura mit einer kleinen Entourage auf und mischte sich unter das noch übersichtliche Partyvölkchen.

Fazit für alle, die gestern noch nicht dabei waren oder erst noch anreisen: es ist alles vorbereitet für einen richtig guten EuroClub!