Der Barbara-Dex-Award bleibt auf dem Balkan

Nachdem 2016 Kroatien mit Nina Kraljić den Barbara-Dex-Award gewonnen hat, geht die begehrte Trophäe 2017 an Montenegros Slavko Kalezić. Damit kann sich der Balkan zum dritten Mal in 5 Jahren mit dem auffallendsten Kostüm beim Eurovision Song Contest rühmen.

Der Award, den Paul de Leeuw 1995 zum ersten Mal mündlich in seinem Kommentar an das spanische Tischtuch von Anabel Conde vergab, erhielt 1997 seinen offiziellen Platz auf der Website House of Eurovision. Ab 2017 übernahm nun Eurosong.be die Ausrichtung des Wettbewerbs und damit kehrt der Concours in das Land zurück, aus der die Namensgeberin stammt.

Der 21. Preisträger ist Slavko Kalezić, der mit „Space“ Montenegro vertrat. Mit transparentem Oberteil und einem langen blauen Hosenrock, der schon früh abgeworfen wurde, betrat Slavko die Bühne. Unter dem Rock gab es dann glitzernde Leggings und einen Gürtel, der an eine arabische Bauchtasche erinnerte. Den Höhepunkt bildete jedoch der lange kühne falsche Zopf, mit dem Slavko seine akrobatische Fähigkeiten unter Beweis stellte. Ein falscher Zopf ist jedoch kein Garant zum Erfolg. Dora aus Portugal konnte mit „Voltarei“ 1988 davon ein Lied singen.

Leider gehört zum Eurovision Song Contest auch der Gesang, der bei Slavko etwas auf der Strecke blieb. Ein 16. Platz mit 56 Punkten blieb am Ende für ihn übrig.

Nun kann er sich über diesen Triumph freuen, der auch bei der Eurovisionsprominenz Aufmerksamkeit fand. Marga Bult, niederländische Vertreterin aus dem Jahr 1987 kommentierte das Ganze mit einer Version ihres Liedes „Vlechtop in de wind“.

Den zweiten Platz holten sich die Letten um Triana Park. Auch hier war der Auftritt bunt in Szene gesetzt. „Line“ setzte auf die Neonfarben von Textmarkern. Zudem schmückten die Leadsängerin der Gruppe lange silberne rotlichtmilieuartige Stiefel. Den Look machten hörnerähnliche Zöpfe komplett. Der 18. und letzte Platz mit 21 Punkten blieb zum Schluss für die Gruppe.

Und auch der dritte Platz geht an das erste Halbfinale. Tschechien mit Martina Bárta holte mit ihrem Goldfolienlook den bronzenen Platz. Der ruhige Song „My Turn“ endete im Halbfinale zum Schluss auf Platz 13 mit 83 Punkten.

Gescheitert im Halbfinale blieben die drei Preisträger im Gedächtnis der Zuseher, die auf der Seite von Eurosong.be aus ganz Europa abstimmten, wo man hier nochmals alle bisherigen Sieger sich ansehen kann. Und hier könnt ihr die Meinungen unserer Leser anschauen.

Die ersten Drei holten wohl den Hauptteil der Stimmen. Platz 4 bis 10 lagen eng zusammen. Auch Deutschland mit Levina ist in den Top 10 auf Platz 8 wiederzufinden.

Wie im ersten Kommentar genannt hier die Plätze 4 bis 10:

Platz 4: Schweiz: Timebelle – Apollo
Platz 5. Albanien: Lindita Halimi – World
Platz 6. Kroatien: Jacques Houdek – My Friend
Platz 7. San Marino: Valentina Monetta & Jimmie Wilson – Spirit Of The Night
Platz 8. Deutschland: Levina – Perfect Life
Platz 9. Island: Svala – Paper
Platz 10. Spanien: Manel Navarro – Do It For Your Lover

Hier nochmals der awardträchtige Auftritt von Slavko Kalezić