Deutscher ESC Vorentscheid 2015: 14 Songs stehen fest

Noize Generation

Der NDR hat 14 von 16 Songtitel für das deutsche Finale 2015 am 5. März in der TUI Arena in Hannover veröffentlicht – zwei davon von dem DJ Projekt Noize Generation (Photo). Parallel hat der NDR auch offiziell das Votingverfahren 2014 als Grundlage auch für das diesjährige deutsche Finale bestätigt. Was de facto bedeutet, dass wir erneut nicht alle 16 Titel sondern „nur“ 12 davon tatsächlich auf der Bühne in Hannover erleben werden.

Die ESC Maschinerie 2015 kommt auf Touren. In London veröffentlicht die BBC vier weitere Künstler, die bei der 60-Jahr-Feier „Eurovision´s Greatest Hits“ dabei sind. Zu Conchita, Brotherhood of Man, The Herreys und Natasha St-Pier gesellen sich Alexander Rybak, Lordi, Emmelie de Forrest und unser aller – dramaturgische Pause – Nicole. (Nicole hatte auf die 50-Jahr-Feier noch verzichtet, weil sie nur eine 2-Minuten-Version ihres Siegertitels hätte vortragen dürfen und daraufhin ausrichten ließ, dann ginge sie mit ihrer Familie lieber Pizzaessen.)

Und auch in Hamburg gibt es Neuigkeiten vom NDR. Die Songtitel der Teilnehmer am deutschen Finale stehen nun vollständig fest:

Fahrenhaidt
„Frozen Silence“; „Mother Earth“

Faun
„Hörst du die Trommeln“; „Abschied“

Alexa Feser
„Glück“; „Das Gold von morgen“

Mrs. Greenbird
„Shine, Shine, Shine“; „Take My Hand“

Andreas Kümmert
„Home Is In My Hands“; „Heart Of Stone“

Laing
„Zeig Deine Muskeln“; „Wechselt die Beleuchtung“

Noize Generation
„Song For You“; „Crazy Now“

Der achte Act wird bekanntlich erst am 18. Februar 2015 beim Wildcard-Konzert in Hamburg – ebenfalls per Televoting – bestimmt (hier geht’s zum Wildcard LineUp).

Dem Televoting vorgeschaltet war aber sehr wohl eine Jury. Sowohl die Teilnehmer am deutschen Finale als auch die zehn Widcard Acts sind von diesen Damen und Herren ausgesucht worden:

Tom Bohne – President Music Universal
Steffen Müller – Managing Director Warner Music Entertainment Central Europe
Nico Gössel – Head Of Promotion Sony Music
Konrad von Löhneysen – für die Independents (u.a. Sprecher der außerordentlichen Mitglieder im Bundesverband Musikindustrie)
Aditya Sharma – Musikchef bei Radio Fritz Berlin/Brandenburg
Norbert Grundei – Programmchef N-JOY Radio (junge Welle des NDR)
Jörg Grabosch – geschäftsführender Gesellschafter Brainpool (u.a. dort verantwortlich gewesen für die ESC Shows 2011 und 2012)
Claudia Gliedt – Brainpool Musikredaktion
Thomas Schreiber – NDR Leiter des Programmbereiches Fiktion + Unterhaltung (Jury-Vorsitz)

Die Jury hat sich die Wahl nicht leichtgemacht. „Unsere Auswahl für Hannover, und das war ein intensives Ringen in unseren Meetings, hat sich an der Qualität der Songs und der Musiker orientiert. Wir haben viele Songs gehört, unser Abstimmungsergebnis war am Ende eindeutig und einvernehmlich.“ berichtet der Jury-Vorsitzende Thomas Schreiber auf eurovision.de.

ESC 2014 Deutsche Jury Präsentation ARD Unterhaltungskoordinator Thomas SchreiberThomas Schreiber bei der Präsentation der deutschen Jury 2014 im Tivoli in Kopenhagen (Im Hintergrund leicht getarnt lächelt Tim Bendzko).

Alle Teilnehmer haben zwei Lieder dabei. Nach der ersten Runde, in der alle acht Acts je einen Song vorstellen, stimmt das TV-Publikum ab, welche vier Teilnehmer weiterkommen. Diese vier präsentieren dann einen weiteren Titel. Nun wählen die Zuschauerinnen und Zuschauer unter den verbliebenen acht Liedern die zwei Songs für das Finale. In dieser letzten Runde stehen die beiden Acts mit den meisten Stimmen zur Abstimmung. Entschieden wird in allen drei Abstimmungsrunden allein auf Televoting-Basis.

USFD Probe Madeline Juno
Das Votingverfahren ist nicht unumstritten. So hat sich Madeline Juno 2014 selbst ein Bein gestellt, als sie selbstbewusst mit einem unbekannten, schwerer zugänglichen Song in die erste Runde ging statt mit ihrem großen Hit ERROR, den sie dann unerwartet gar nicht mehr vorstellen konnte – und ihr wunderbares zweites Outfit (Bild) auch nicht.