Deutscher Vorentscheid 2019: NDR vergrößert TV-Show auf „etwa 8 bis 10“ Kandidaten

Aus 6 mach 8 bis 10: Das „Finale“ des deutschen Vorentscheids für den Eurovision Song Contest 2019 wird aufgestockt. Statt wie 2018 sechs Kandidaten (siehe Aufmacherfoto) sollen dieses Mal bis zu zehn Talente ihr Glück versuchen dürfen. Für die Zuschauer und Jurys heißt das mehr Auswahl – und vermutlich weniger Schnelldurchläufe.

Fast ein bisschen versteckt hat der NDR heute weitere Infos zum deutschen Vorentscheid für den ESC 2019 bekanntgegeben. Besonders ein Fakt dürfte die Fan-Herzen höher schlagen lassen: das Finale des Auswahlprozesses (was für Nicht-Fans aber auch nur die einzige sichtbare ESC-Vorendscheid-Show ist) wird im besten Fall 66,6% mehr Beiträge zur Auswahl stellen – nämlich bis zu zehn.

Damit erfüllt der NDR einen häufig geäußerten Wunsch von ESC-Anhängern wie den Prinz ESC-Bloggern. Diese hatten sich mehr Show-Teilnehmer und damit mehr Auswahl gewünscht. Gleichzeitig können so die sehr langen Einspielfilme und die sehr häufigen Schneelldurchläufe gekürzt bzw. reduziert werden.

Ob es am Ende tatsächlich zehn Acts werden, ist noch unsicher. Der NDR drückte sich bewusst vage aus und hielt sich die finale Entscheidung offen. Auch an anderen Stellen gibt es Spielraum nach oben und unten: So soll die internationale Experten-Jury mit „20 bis 30“ Personen besetzt werden. Hier ist es in der Tat weitgehend irrelevant, ob es nun 23 oder 24 Experten sind.

Der Weg zum „Finale“, also der TV-Show, ähnelt dem Vorgehen in der letzten Saison: Die Eurovisions-Jury, für die gerade Mitglieder gesucht werden, und die Experten-Jury werden an der Auswahl der Kandidaten beteiligt, die sich noch bis zum 31. Juli bewerben können. Letztlich sollen 20 Bewerber in die nächste Runde kommen und an einem ein- bis zweitägigen „professionellen Music Camp“ teilnehmen. Danach werden für alle 20 Teilnehmer Videos produziert, die anschließend die Basis für die Auswahl der max. zehn Finalisten stellen.

Die Meinung des gemeinen ESC-Fans, der es nicht in die Eurovision-Jury schafft, ist dann also erst bei der TV-Show gefragt. Dort kann er mit allen anderen Zuschauern seine Stimme abgeben. Aber auch dort haben die Eurovisions- und Experten-Jurys natürlich wieder ein Wörtchen mitzureden.