Drei Minuten World Music aus Georgien für den ESC

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Georgien hat heute morgen seinen Beitrag für Kopenhagen präsentiert. The Shin feat. Mariko Ebralidze sangen erstmals „Three minutes to earth“ im georgischen Fernsehen. Man darf mit recht sagen, dass sie ein Genre gewählt haben, das in diesem Jahr noch nicht beim ESC vertreten ist und auch sonst äußerst selten dort aufgeführt wird…

„Three minutes to earth“ ist eine esoterisch angehauchte Mischung aus folkloristischen Klängen und Melodien, ein Klangteppich, der nach Jazzfestival, Hippietum und musikalischer Naturkost klingt.

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Gesanglich erinnert das Stück dank Mariko in einigen Teilen an Manhattan Transfer. Zaza Miminoshvili, ein Mitglied der Gruppe ist der Komponist, der komplett in Englisch gehaltene Text, der auch Zitate von Bach enthält, stammt von Eugen Eliu.

Über The Shin, eine Gruppe, die in der Nähe von Stuttgart zu Hause ist und die Sängerin Mariko Ebralidze haben wir hier schon ausführlich berichtet. Blogger Peter mutmasste angesichts des Oeuvres von Band und Sängerin bereits, dass uns im Vergleich zu früheren georgischen Beiträgen „deutlich weniger kommerzielle, anspruchsvolle, intellektuelle, möglicherweise auch einigermaßen schwere musikalische Kost“ erwartet. Genauso ist es gekommen:

Georgien 2014: The Shin feat. Mariko Ebralidze – Three minutes to earth

„Shin“ bedeutet im Georgischen „nach Hause kommen“ und das ist das erklärte Ziel der Musiker: Sie wollen ihre Zuhörer – egal wie weit sie weg sein mögen – mit ihrer Musik nach Hause führen, heißt es auf der Webseite ihrer deutschen Musikproduktionsfirma scb Music.

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Dass Mariko (die Bilder stammen von den Aufnahmen in Deutschland) eine hervorragende Sängerin ist, steht außer Frage, dem Stück fehlen aber so gut wie alle Zutaten, die ein erfolgreicher Song beim ESC normalerweise ausmachen (Eingängigkeit, Instant Appeal, Catchyness, Hookline). Könnte „Three minutes to earth“ ein neues „Sanomi“ werden? Ich habe meine Zweifel, der Auftritt in Kopenhagen- bereits im georgischen TV flogen bei der Präsentation weiße Flocken umher – dürfte aber in jedem Falle bunt und lebensbejahend werden.

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