Ein weibliches Moderations-Quartett für die Altice Arena

„Que lindo“ – Wie schön! Das werden die Portugiesen sagen, denn der portugiesiche Fernsehsender setzt auf Frauenpower beim Eurovision Song Contest 2018. Catarina Furtado, Daniela Ruah, Sílvia Alberto und Filomena Cautela dürfen die Zuschauer durch die Programme des internationalen Wettbewerbs leiten. Nach drei Herren in Kiew nun vier Damen für Lissabon.

Schon lange kursierten diverse Namen durch die portugiesische Presse, wem die Ehre zuteil werden sollte, die Aufgabe der Moderation beim Eurovision Song Contest 2018 zu erhalten. Zumeist wurden die weiblichen Namen aus dem Angebot des Senders RTP genannt und nun haben diese sich zumeist auch durchgesetzt.

Catarina Furtado, geboren am 25. August 1972, galt von Beginn an als eine der heißesten Anwärterinnen auf diesen Job. Viermal lag das Finale des Festival RTP da Canção (2003, 2004, 2015 und 2017) in ihren Händen. Ihre Vita haben wir hier schon einmal vorgestellt.

Daniela Ruah, geboren als Daniela Sofia Korn Ruah am 2. Dezember 1983, entstammt einer portugiesisch-amerikanischen Familie von sephardischen Juden. Schon früh wurde sie für den Film entdeckt. Mit einer Ausbildung in London an der London Metropolitan University und an der Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York verfeinerte sie ihr Können.

Seit 2009 spielt sie die Rolle der Kensi Blye in Navy CIS: L.A.. Jedoch ihre Verbundenheit zur portugiesischen Heimat blieb stets bestehen. So gewann sie die erste Ausgabe der portugiesischen „Let`s Dance“-Version. Als Moderatorin trat sie 2005 in der „Cinebox“ bei dem privaten Sender TVI auf.

Seit 2016 ist sie mit David Paul Olsen verheiratet und Mutter zweier Kinder.

Sílvia Alberto, geboren am 18. Mai 1981, zählt schon zum Moderationsurgestein des portugiesischen Fernsehens. Nach ihrer medialen Ausbildung an der „Escola Superior de Teatro e Cinema“ und an der „Faculdade de Letras de Lisboa“ startete sie als Moderatorin beim „Disney Club“. Danach wechselte sie zum Privatsender SIC, um dort die ersten beiden Staffeln der portugiesischen Version von „Idols“ zu moderieren. 2006 kehrte sie zu RTP zurück, um unter anderem dort „Dança Comigo“, „Aqui há Talento“, „Operação Triunfo“ und „Olha quem Dança“ zu präsentieren.

Die nationale Vorentscheidung Festival RTP da Canção lag ab 2008 in ihren Händen, mal allein von 2008 bis 2011, mal zusammen mit Co-Moderatoren wie zum Beispiel Catarina Furtado, José Carlos Malato oder Pedro Granger. 2011 sowie 2013 und 2014 übernahm sie zudem die Kommentierung des internationalen Wettbewerbs fürs portugiesische Fernsehen.

Filomena Cautela geboren als Filomena José Dias Fernandes Cautela am 16. Dezember 1984, begann als Schauspielerin in verschiedenen Telenovelas. Die ersten Schritte in der Moderation unternahm sie bei MTV Portugal.

Größere Bekanntheit erlangte sie durch ihre Talkshow „5 Para a Meia-Noite“, bei der auch Salvador Sobral schon zu Gast war.

Salvador Sobral – 5 Para a Meia-Noite

2017 moderierte sie während des nationalen Finales aus dem Green Room heraus und geleitete den späteren Sieger von dort aufs Podium. Für die RTP übermittelte sie die Punkte nach Kiew.

In Lissabon werden wir wohl Präsentatoren erleben, die sich nur auf ihren Moderationspart beschränken und sich nicht in selbstdarstellerische Musicaldarbietungen á la Schweden ergeben.