Elaiza nach dem Finale: „Wenigstens nicht Letzter“

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Elaiza zeigten sich nach dem Ende des Finales überhaupt nicht geknickt. „Wir haben unser Bestes gegeben“, sagte Ela. Die Band gratulierte Conchita Wurst zum Sieg.

Ein paar betrübte Gesichter gab es in der deutschen Delegation. Aber nicht bei Ela, Yvonne und Natalie. Sie hätten eine tolle Woche in Kopenhagen gehabt, sagte Ela. Sie hätten viel Spaß gehabt zu performen, sie hätten sich auf der Bühne wohlgefühlt.

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„Es war ein super Erlebnis und eine super Erfahrung für uns“, sagte Ela, „für uns war das ein Riesengewinn“. Elaiza dankten den Zuschauern und ihren Fans in Deutschland dafür, dass diese es ihnen ermöglichten, hier beim ESC dabei zu sein, und für die große Unterstützung. Jetzt freuen sie sich darauf, auf Tour zu gehen, live zu spielen „und nicht nur Playback“.

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Und wie bewertet Elaiza den 18. Platz? „Falsch, vollkommen falsch“, sagte Ela lachend. Yvonne ergänzte: „Wenigstens nicht Letzter. Wir haben vorher gesagt: Hauptsache, wir werden nicht Letzter.“ Der Auftritt jetzt im Finale sei natürlich was Besonderes gewesen, sagte Ela. Es sei vor allem toll gewesen, die deutschen Fans mit den Fahnen zu sehen, „total süß, und die haben auch noch teilweise mitgesungen“. Natalie sagte, dass sie mit ihrem Auftritt sehr zufrieden seien. „Wir haben unser Bestes gegeben.“ Und lachend sagte Ela: „Und habt ihr gesehen? Unser Konfetti [gemeint sind die Luftschlangen, d. Red.] sind endlich mal in die richtige Richtung geflogen.“

Die Band gratulierte natürlich Conchita Wurst zum Sieg. „Europa hat sich für Toleranz entschieden“, sagte Ela. Sie freue sich darüber, dass Europa so weit sei, auch einen solchen Act zum Sieg zu verhelfen. Europa habe ein deutliches Zeichen gesetzt. Zugleich betonten die Mädels, dass Conchita sie in dieser Woche beeindruckt habe. Conchita habe stets gut performt.

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ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber zollte dem dänischen Fernsehen Respekt. Es habe eine „sehr eindrucksvolle Show“ abgeliefert. Die deutsche Delegation habe „eine sensationelle Woche“ in Kopenhagen gehabt, sagte Schreiber. Die anderen Delegationen hätten Elaiza großen Respekt gezollt für ihre Liveauftritte in der Woche vor Ort.

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Zum deutschen Ergebnis betonte Schreiber noch einmal die nationale Erfolgsgeschichte von Elaiza: Vor einem Jahr hätten die drei noch auf kleinen Bühnen gespielt, hätten erst das Wildcard-Konzert und dann den Vorentscheid in Köln gewonnen. In dieser Woche sei „Is it right“ die am häufigsten gespielte Single in den deutschen Radiostationen, das Album sei in den Charts, Elaiza bekomme in Kürze eine goldene Schallplatte.

„Dass Conchita Wurst so eindeutig gewonnen hat, mit Stimmen aus West und Ost, ist ein Ausdruck davon, dass diese Entscheidung in Europa eine Entscheidung für Toleranz, Meinungsfreiheit und Vielfalt ist“, sagte Schreiber. Er gratulierte dem ORF und Conchita Wurst zum Sieg in Kopenhagen. „Wir wünschen den Kollegen in Österreich eine glückliche Hand für die Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2015.“

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