ESC 2017: Pressekonferenzen mit Jacques, Jowst und Naviband

Nach der Pause geht es weiter mit den Pressekonferenzen von Kroatien, Norwegen und Weißrussland. Über die Pressekonferenz von der Schweiz berichten wir separat in unserem Schweiz Special.

Als erstes betritt Kroatien den Presseraum. Jacques kommt mit seinen kompletten Backgroundsängern auf die Bühne und sie singen a capella den Refrain von „My friend“. Der Moderatorin haben sie als Geschenk Schokolade mitgebracht. Jacques witzelt man sähe ihm an, dass er Schokolade sehr mag.

Dann gibt er der Ukraine ein großes Kompliment, wie sie in den schwierigen Zeiten den Eurovision Song Contest organisieren. Er erinnert daran, dass Kroatien sich auch vor nicht allzulanger Zeit im Kriegszustand befand. Er sagt er liebt Sonnenblumen, die auch ein Wahrzeichen der Ukraine sind.

Er wird nach seinen Favoriten gefragt. Jacques findet den niederländischen Beitrag total super. Er hat gestern die drei Mädels zusammen mit ihrem Vater getroffen und ihnen gesagt, dass sie musikalisch das stärkste Lied im Wettbewerb haben. Außer seinem eigenen natürlich scherzt er wieder.

Er wird nach seinen Tattoos auf seinen Händen gefragt. Das sind seine beide Kinder „David“ und „Sophia“. Er sagt wie sehr er seine Kinder liebt und wie sehr er sie gerade vermisst.

Jacques wird nach seinen ersten Erinnerung an den ESC gefragt. Er hat schon 1987 im Alter von 6 Jahren Johnny Logans Sieg gesehen. Seitdem war es sein großer Wunsch beim ESC mitzumachen. Seine ersten Teilnahmen hat er nur als Promotion für seine Alben gesehen, aber 2011 war er sehr enttäuscht als er nur Zweiter geworden ist. Nun hat er es endlich geschafft und freut sich sehr sein Land vertreten zu dürfen.

Als nächstes kommt Norwegen mit Jowst auf die Bühne. Sie werden gefragt, wie es ihnen in der Ukraine gefällt. Joakim sagt, dass das Essen super ist und sie schon jede Menge ukrainische Spezialitäten versucht haben.

Im Vergleich zur ersten Probe sagt der Sänger Alexander hat er sich versucht sich viel mehr zu bewegen. Das Feedback nach der ersten Probe war er würde zu statisch stehen.

Ich frage wie es dazu kam, dass sie alle „prerecorded“ Elemente benutzen können. Joakim sagt, sie haben eine Sondergenehmigung von der EBU bekommen. Er hält es für sehr wichtig, dass der ESC mit der Zeit geht und begrüßt deshalb diese Entscheidung sehr.

Ein Journalist fragt, ob sie sich als Außenseiter für den Sieg sehen. Alexander sagt das müssen andere beurteilen. Es wäre schön,wenn es so wäre. Im norwegischen Melodi GP wären sie auch nur Außenseiter gewesen und haben dann gewonnen.

Von Radio International werden sie gefragt, ob sie auch nach dem ESC zusammenarbeiten werden. Joakim bestätigt es. Sie arbeiten super zusammen und unabhängig von dem Ergebnis wollen sie auch in Zukunft zusammen Musik machen. Sie haben schon erste Ideen für einen neuen Song.

Zum Abschluss singen sie mit den Background Sängern zusammen nochmal „Grab the moment“. Die Presse klatscht rhythmisch mit.

Die weißrussische Pressekonferenz der Naviband besteht aus viel Gesang. Man merkt, dass Musik das Metier von Ksenija und Arzjom ist, denn sie wollen vor allem Musik machen und gar nicht so viel reden. Sie singen ein Folklore-Lied aus Belarus, dann stimmen sie auf die Frage nach einem Lieblings-ESC-Lied „Deli“ (Türkei 2008) an. „Ich hab schon als Kind viel gesungen und summe eigentlich ständig vor mich hin“, sagt Ksenija. „Meine Mutter beklagt sich ab und zu drüber.“

Mit ihrer zweiten Probe heute waren sie zufrieden. Mehr gab’s dazu offenbar nicht zu sagen. Die Botschaft des Liedes? „Denk positiv, sei immer guten Mutes, sei niemals traurig, hab Zuversicht.“ Die Fröhlichkeit des Liedes spiegelt sich da wieder. Der Name der Band hat übrigens nichts mit Navigation oder dem Hilfsgerät in Autos zu tun – es sei „ein großes Schiff“, sagt Arzjom.

Dass sie ihr Lied auf Weißrussisch singen, ist den beiden ungemein wichtig. „Weißrussisch ist eine verletztliche, gefährdete Sprache. Wir wollen unsere Kultur vertreten, und dazu gehört auch die Sprache“, sagt Arzjom. Im Sommer wollen sie gern auf Festivals in Europa spielen. „Wir würden gern nach UK kommen – unser Traum ist es, mal mit Sting zu singen.“