ESC 2017: Pressekonferenzen mit Jana, Claudia und dem Jodelduo

Am frühen Nachmittag ging es weiter mit den Pressekonferenzen von Jana aus Mazedonien, Claudia aus Malta und unseren Lieblingsjodlern aus Bukarest.

Jana Burceska stellte zunächst ihr gesamtes Team vor – alle übrigens Krebs vom Sternzeichen. In den vergangenen Tagen hatte sie schon Gelegenheit, die deftige ukrainische Küche zu testen – man sieht es gar nicht! Von der Stadt hat sie allerdings noch nicht so viel gesehen. Dafür wird aber Morgen Zeit sein, wenn das Team keinerlei Termine wahrzunehmen hat. Augen auf also in der Innenstadt – am könnte über einen Haufen Mazedonier stolpern!

Für das Halbfinale sind neben den schon berichteten Änderungen noch Änderungen für die Bespielung der LED-Wand vorgesehen. So soll dort auch zu sehen sein, was Jana gerade live auf der Bühne macht. Alle hoffen, dass dies die Dynamik des Songs damit noch stärker herausgestrichen wird. Ein Doppelbild am TV-Schirm offenbar…

Ihre Castingshow-Karriere sieht sie sehr positiv. Sie habe so viel gelernt, was sie hier in Kiew wirklich gut gebrauchen könne, insbesondere die Zusammenarbeit mit den Medien. Auch den Live-Gesang, denn auch beim ESC hat man ja nur eine Gelegenheit, um zu überzeugen. Ganz im Gegenteil zum Studio. Für „Dance alone“ hat sie z.B. ungefähr fünf Anläufe gebraucht, bis der Song zu aller Zufriedenheit aufgenommen war.

Borislav, einer der Autoren des Songs, der auch für die Songs aus Bulgarien und Serbien verantwortlich ist, wurde gefragt, welcher der drei Songs denn sein Favorit sei. Darauf konnte er natürlich keine Antwort geben. Alle drei sind für ihn gleichwertig, er habe vielmehr zeitliche Probleme, weil er momentan im zweiten Semi von Probe zu Probe rasen müsse.

Wie wir lernen, ist Jana auch UNICEF-Botschafterin zum Thema „Gewalt gegen Kinder“. Sehr schön! Und zum Schluss darf natürlich auch eine Gesangsprobe von Jana und ihren Backings nicht fehlen. Klingt gut!

Auch Claudia Faniello wurde nach ihren Erfahrungen in Kiew gefragt. Sie hat schon eine Menge gesehen und ist begeistert (wie eigentlich alle). Ihren Freund wird sie heute abend zu seinem Geburtstag groß ausführen.

Momentan schont sie noch ein wenig ihre Stimme und gibt auf der Bühne noch nicht alles. Insbesondere spricht sie tagsüber momentan nicht so viel, was ihr sehr schwer fällt. Claudia bezeichnet sich selbst als „Radio“, das nie aufhört, zu sprechen. Die Leute würden schon vor ihr weglaufen, weil sie ihr Geplapper nicht ertragen können.

Sie könne nur jedem, der zum ESC wolle, raten, weiter daran zu arbeiten. Irgendwann klappt es bestimmt – „Wenn ich es schaffe, kann es jeder schaffen!“ Eine ganz witzige Pressekonferenz, die Claudia hier hinlegt.

Malta könne ohne Probleme einen ESC ausrichten, erklärt der Delegationsleiter. Man wolle ein richtiges „Eurovision Island“ werden. Hoffentlich nimmt man sich da nicht Kopenhagen zum Vorbild, falls es irgendwann einmal klappen sollte… In Malta gebe es so unglaublich viele Talente. Man habe schon so viele unterschiedliche Plätze beim ESC belegt, da müsse ja zwangsläufig irgendwann mal der erste Platz herausspringen.

Claudias Bruder Fabrizio hat ihr übrigens mit auf den Weg gegeben, dass sie die drei Minuten auf der Bühne genießen solle. Die Familienunterstützung ist ihr wahnsinnig wichtig und durch nichts zu ersetzen.

Von „Breathlessly“ gibt es inzwischen auch eine italienische Version („Perdersi“), mit der sie ihren italienischen Vater überrascht hat. Warum sie ihm allerdings nichts davon erzählt hat und den Song zunächst in den Social Media veröffentlicht hat, verrät sie nicht…

Zum Schluss singt dann auf Claudias Wunsch der gesamte Saal mit ihr „Breathlessly“, bzw. sie singt und das Publikum brummt…

Zum Abschluss der frühnachmittäglichen PR-Runde gaben sich dann noch Alex & Ilinca die Ehre. Die Probe sei prima gelaufen, besser als beim ersten Mal, meinte Ilinca. Alex widerspricht ein wenig. Es gebe noch ein paar Dinge, die man verbessern wolle. Aber das würde schon klappen bis Donnerstag.

Nach der obligatorischen Sehenswürdigkeiten- und Essen-Frage ging esdarum, weshalb „Yodel it“ die Fans so zum Kochen bringe. Ilinca ist sicher, dass dies am Jodeln liege, das einfach Spaß mache und Fröhlichkeit versprühe. Es sei einfach infektiös…

Ilinca verfolgt den ESC seit 2005 – da war sie sieben Jahre alt. Seitdem war es ihr Traum, einmal auf der ESC-Bühne zu stehen. Alex kannte den ESC zwar auch, aber bis Kiew war ihm die Bedeutung dieses Wettbewerbs noch gar nicht so richtig bewusst.

Auf Wunsch eines britischen Journalisten muss Alex ein paar Rockeinlagen bringen und Ilinca wird gennötigt, einen Song aus „Beauty and the beast“ zu singen. Machne beide prima – sie müssen nicht beim Jodeln bleiben, sondern haben etwas eigenes anderes! Ilinca hat sich Jodeln übrigens selbst mit youtube-Videos beigebracht.

Eine Frage zu möglichem Konfetti in den Kanonen wurde übrigens von der ausgesprochen resoluten Delegationsleiterin zurückgewiesen. Die Bühne sei bereits bunt genug, man brauche so etwas nicht, zumal auch die Kanonen selbst glänzen. Alex wollte zu diesem Thema ganz offenbar noch etwas loswerden, wurde von ihr aber nach kurzer intensiver Diskussion mit zugehaltenen Mikrofonen ausgebremst und etwas harsch zur Ordnung gerufen. Wenn der Kuchen spricht, haben die Kekse eben Sendepause…

Für resolute Damen wenden wir gern Weichzeichner an. Wir nennen sie nur noch „Vladimira, die Gebieterin der Karpaten“…