ESC 2018 Wettquoten 2. Semifinale: Norwegen und Schweden in Front

Noch 10 Tickets für das Grand Final sind übrig und warten darauf verteilt zu werden. Im zweiten Halbfinale am 10.5.2018 konkurrieren 18 Länder und Deutschland ist stimmberechtigt. Einzige Deutsche im Teilnehmerfeld ist Jenifer Brening, die zusammen mit Jessika für San Marino antritt. Wir schauen, welche 10 Länder die Buchmacher im Finale sehen.

Zunächst klären wir die Frage, wie erfolgreich denn die Buchmacher beim Semifinal 1 gewesen sind? Das Ergebnis ist ernüchternd. Es gab nur 7 Treffer. Bei Finnland, Albanien und Irland lagen die Wettbüros falsch. 2017 hatten die Buchmacher noch 18 von 20 Qualifiakanten richtig vorhergesagt (jeweils 9 Richtige von 10 pro Halbfinale).

Nun aber zu den aktuellen Quoten von Semifinal 2. Auf EurovisionWorld werden die Wettquoten „To Qualify“ verschiedener Buchmacher für die Quali-Chance für das Grand Final zusammengeführt und in folgender Grafik (Stand 9.5.2017/ 20 Uhr MEZ) dargestellt.

Halbfinale 2 am 10. Mai 2017
(10 Länder aus 18 qualifizieren sich)

Platz 1 (Norwegen) bedeutet somit höchste Grand Final-Qualifikations-Chance aller Teilnehmer in diesem Halbfinale. Achtung: Platz 18 bedeutet daher nicht, dass die Buchmacher dieses Land (San Marino) auch automatisch auf den letzten Platz im Semifinal tippen, sondern dass 17 andere Länder größere Quali-Chancen haben.

Topfavoriten: Norwegen und Schweden dominieren hier mit Quoten von 1: 1,02 klar das übrige Feld. Geld ist mit der To-Qualify Wette hier keines zu verdienen. Die Buchmacher sehen den ESC-Sieger von 2009 Alexander Rybak (Foto oben) mit seiner Kompositionsanleitung „That’s how you write a song“ also wieder auf der Siegerstraße.

Sehr gute Chancen: Das Verfolger-Duo besteht aus der Ukraine und Moldawien und liegt mit Quoten von circa 1: 1,1 sehr eng beisammen. Sowohl Melovin aus der Ukraine als auch die DoReDos (Moldawien) haben sehr unterhaltsame Inszenierungen am Start

Gute Chancen: Auf Finalkurs schippert auch das Quintett Australien und Polen sowie die Wikinger aus Dänemark (Foto oben), die Niederlande und Ungarn mit Quoten von 1: 1,2 bis 1,3.

Wackelkandidaten: Lettland, Russland und Rumänien (Quoten zwischen 1: 1,6 und 1,9) belegen im ‚To Qualify-Ranking‘ die Ränge 10 bis 12. Die bildhübsche Laura Rizzotto (Foto oben) aus Lettland wäre also aus Sicht der Buchmacher knapp drin und die vermeintlichen Dauer-Qualifikanten Russland und Rumänien können die Heimreise antreten.

Wackelkandidaten mit Tendenz zur Nicht-Qualifikation: Malta und Serbien (Quoten um 1:3) wären aus Sicht der Buchmacher eher draußen.

Geringe Chancen: das drei Länder Georgien (Foto oben: Iriao), Montenegro und Slowenien hat Quoten von 1:4 bis 1:5 und hat aus Sicht der Buchmacher schlechte Karten beim Grand Final dabei zu sein.

Sehr geringe Chancen: Keine Roboter im Finale. Abgeschlagen folgt bei den Buchmachern San Marino mit Jessika feat. Jenifer Brening (Quote etwa 1:10).

 

Wie haben sich die Wettquoten für das Semifinal 2 seit dem Probenbeginn in Lissabon verändert?

Wir vergleichen die aktuellen Wettquoten mit den „To qualify“-Quoten vom 29. April 2018 für das Semifinal 2 (siehe Wettquoten: Die Gewinner der Promo-Saison)

Die Gewinner: Alexander Rybak aus Norwegen schnappt sich die Pole Position und klettert von 3 auf 1. Einen großen Satz innerhalb der Top 10 haben auch die DoReDos (Foto oben) aus Moldawien gemacht von 8 auf 4. Nur ein Land hat den Sprung neu unter die ersten 10 im Ranking  geschafft: Lettland von 11 auf 10.

Die Verlierer: Innerhalb der Top 10 haben zwei Länder gehörig Boden unter den Füßen verloren: Jessica Mauboy (Foto oben) aus Australien stürzt von Platz 1 auf die 5. Waylon aus den Niederlanden fällt von 5 auf 8. Da wir einen Neueinsteiger in die Top 10 haben, ist auch ein Land herausgefallen. Julia Samoylova aus Russland rutschte von 9 auf 11.

 

Kurzer Blick auf die Siegwette für das Grand Final

Die für das Finale gesetzten Länder Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich haben ebenfalls ihre Proben in Lissabon absolviert. Auf der Pressekonferenz haben die Künstler auch schon eine Starthälfte im Grand Final per Los gezogen. Wie haben sich diese Eindrücke auf die Wettquoten ausgewirkt?

Hier ein Screenshot für die Wette auf Sieg (Quelle: Eurovisionworld / Stand 9. Mai 2018 um 22 Uhr MEZ):

Wilde Sprünge wie lange nicht gibt es bei der Siegwette. Manche Länder springen wie Ping-Pong-Bälle hin- und her. Eleni Foureira aus Zypern (Foto oben) hat ihren am Mittwoch eroberten Platz an der Sonne verteidigt. Ärgster Verfolger ist nun Alex Rybak aus Norwegen, der Netta aus Israel auf Platz 3 abdrängt. Frankreich als bestes Big 5-Land bleibt in Lauerstellung auf Platz 4.

Größter Aufsteiger aus dem ersten Semifinal ist Litauen, das mit Ieva Zasimauskaitė (Foto oben) auf Platz 5 empor schießt. Auch Cesár Sampson aus Österreich macht nach seinem Halbfinalauftritt wieder Boden gut und klettert auf Platz 13. Michael Schulte aus Deutschland hält sich als Dark Horse derzeit relativ konstant um Platz 15 herum.

Wie geht es weiter mit den ESC Wettquoten 2018?

Bereits am Donnerstag abend stehen die 26 glücklichen Finalteilnehmer fest. In der Nacht rechnen wir dann mit der Startreihenfolge für das Grand Final. Am Tag des Juryfinales ist es dann Zeit für unser letztes Wettquoten-Update: ob es nochmal zu einem Führungswechsel kommt oder gar zu erdrutschartigen Verwerfungen wie 2014 mit Conchita und den Common Linnets? Wir sind gespannt.

Empfehlungen für ESC Wettquoten-Übersichten:
www.eurovisionworld.com
www.esctracker.com/odds
www.nicerodds.de/eurovision
www.oddschecker.com/tv/eurovision/winner

Bisherige Wettquoten-Beiträge 2018 auf dem PrinzBlog:
ESC 2018 Wettquoten (1): Unser Lied für Lissabon
ESC 2018 Wettquoten (2): Israels verrücktes Huhn erobert Platz 1
ESC 2018 Wettquoten (3): Gewinner der Promo-Saison sind Israel, Bulgarien und Frankreich
ESC 2018 Wettquoten 1. Semifinale: Zypern und Israel auf Augenhöhe