ESC 2018 – Entscheidungsshow: Die sechs Acts für die Schweiz

Vier Schweizer, ein Chilene und eine Deutsche: Das sind die sechs Kandidaten, die beim Schweizer Vorentscheid am 4. Februar um das eidgenössische Ticket für Lissabon singen werden. Alle Songs sind zeitgenössisch und poppig, bieten aber nicht eine so große Bandbreite wie die ebenfalls sechs Acts der Tschechen.

Die Schweizer hatten sich im letzten Sommer zu einem Workshop mit den zuletzt beim ESC besonders erfolgreichen Schweden zusammengesetzt, um ihr Vorentscheidkonzept zu überarbeiten. Ein Bestandteil dabei war ein Songwritercamp, ähnlich wie es in dieser Woche Berlin stattfindet. Dort entstanden die meisten der sechs Beiträge. Nun hat eine 20-köpfige, unabhängige Jury aus Musik- und Medienschaffenden sowie ESC-Fans und Zuschauern die Songs ausgewählt, die bei der Entscheidungsshow antreten werden.

 

Alejandro Reyes mit „Compass“

„Compass“ ist ein Popsong mit Reggaeton-Einflüssen und ist im Suisa-Songwritercamp vom in Chile geborenen Alejandro Reyes in Zusammenarbeit mit Laurell Barker und Lars Christen entstanden. Es geht darum, seinem Herzen zu folgen oder sich führen zu lassen, sei es durch die Liebe, eine Passion oder die Musik.

Alejandro Reyes mit „Compass“

 

Angie Ott mit „A Thousand Times“

Mit „A Thousand Times“ möchte Angie Ott die Zuschauerinnen und Zuschauer berühren. Es ist eine grosse Liebesballade mit einer starken Message. Das Lied handelt davon, sich von Dingen zu befreien, die uns auf der Stelle treten lassen – den Schritt zu wagen, etwas zu verändern und etwas Neues einzugehen, obwohl andere versuchen, uns zurückzuhalten.

Angie Ott mit „A Thousand Times“

 

Chiara Dubey mit „Secrets And Lies“

Das Lied „Secrets And Lies“ wurde diesen Sommer zusammen mit Janie Price und Jeroen Swinnen im Suisa-Songwriting-Camp geschrieben und komponiert. Es ist eine Pop-Ballade mit klassischen Elementen, welche an Filmmusik erinnern. Es geht darum, seine eigene Integrität und Ehrlichkeit in Frage zu stellen – es geht auch um Reue, weil wir manchmal nicht ehrlich genug sind, nicht nur gegenüber anderen, sondern auch gegenüber uns selbst.

Chiara Dubey mit „Secrets And Lies“

 

Naeman aus Zürich mit „Kiss Me“

Auch „Kiss Me“ entstand im Suisa-Songwriting-Camp und wurde von Eric Lumiere, Kate Northrop, Ken Berglund und Alejandro Reyes geschrieben und komponiert. Auf den ersten Blick ein typischer Popsong – ein Typ flirtet mit einem Mädchen im Club. Sie spielt mit ihm, doch er will nicht nur den schnellen Flirt, sondern das Herz des Mädchens erobern. Die Frage ist: Was willst du wirklich? Verkaufe dich nicht zu billig. Sei ehrlich in Sachen Liebe und Sex und vergiss nie, dich selbst und die anderen zu respektieren.

Naeman aus Zürich mit „Kiss Me“

 

Vanessa Iraci mit „Redlights“

Das Lied „Redlights“, das die Deutsche Vanessa Iraci singen wird, ist ein Popsong und wurde geschrieben und komponiert vom Symphonix-International-Team um Borislav Milanov, zurzeit einer der erfolgreichsten Eurovision-Komponisten. Der Song erzählt eine Geschichte, die wohl jede und jeder schon mal selbst erlebt hat. Man verliebt sich Hals über Kopf und grenzenlos in jemanden, intuitiv spürt man aber bereits, dass man verletzt wird und das Ganze mit einem gebrochenen Herzen endet. Aber alle Warnzeichen werden ignoriert, da klare Gedanken nicht mehr möglich sind. Sich zu verlieben kann man nicht programmieren oder steuern. Es passiert einfach, mit allen schönen aber auch dramatischen Konsequenzen.

Vanessa Iraci mit „Redlights“

 

Zibbz mit „Stones“

Ihren «ESC»-Song «Stones» haben Co Gfeller und Stee Gfeller im Suisa-Songwritercamp zusammen mit Laurell Barker geschrieben und komponiert. Ein energiegeladener Power-Pop-Rock-Song wie ein Wirbelsturm, mit einer tiefgründigen Message, welche von ganzem Herzen kommt. Heutzutage ist nichts einfacher als andere Menschen im Internet zu verletzten und zu mobben. Meist anonym und feige. Zibbz rufen dazu auf, aufzuhören mit «Steinen» zu werfen und die Menschen leben zu lassen, so wie sie sind.

Zibbz mit „Stones“

 

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