ESC 2018: Erste Probe und Meet & Greet Österreich

Nachdem Mazedonien und Kroatien ihre erste Proben absolviert haben, steht nun die erste Probe von Cesár Sampson aus Österreich auf dem Plan. Wie wird er „Nobody But You“ auf die Bühne bringen? Traditionell begleiten wir diese Probe und auch das anschließende Meet & Greet in einem eigenen Blogbeitrag.

Offiziell soll es jetzt, also um 11:20 Uhr portugiesischer Zeit losgehen. Die Spannung steigt…

Zur Vorbereitung seien euch nochmal unsere Interviews mit Cesár ans Herz gelegt, die ihr hier, hier und hier findet.

Der Auftritt beginnt mit einer Nahaufnahme auf Cesárs Gesicht. Eine Gesichtshälfte ist ausgeleuchtet, die andere nicht zu sehen. Er wenn er die Stelle „Open Water“ singt, fängt er an sich zu bewegen.

Dann sehen wir, dass er komplett in Silber angezogen ist. Er trägt eine Hose und ein Longsleeve. Bei letzterem sind auch teilweise die nähte zu sehen, so dass es zum einen an eine Rüstung erinnert und zum anderen aber auch etwas lässig aussieht.

Cesár steht auf einem Teil der Bühne, der sich hoch und runterfahren lässt. Wir wissen gerade nicht, ob es dafür einen Fachbegriff gibt, nennen sie aber einfach Bonnie Tyler-Bühne. Das wirkt sehr beeindruckend vor allem durch das goldene Licht, das die Scheinwerfer am Rand dieses Bühnenteils werfen. Hinter bzw. unter dieser Bühne steht der Backgroundchor, was ebenfalls gut aussieht, weil man ihn so nur schemenhaft erkennt.

Besonders beeindruckend ist ein Hologramm von Cesár, das in der Mitte des Songs eingeblendet wird und fast religiös anmutet.

Obwohl es so aussieht, als würde Cesár noch nicht 100 Prozent geben und auch das Gerenne über die Bühne am Schluss noch etwas hektisch wird, bekommt Österreich hier noch größerer Applaus als Kroatien.

Der zweite Durchlauf ist relativ ähnlich, uns fallen aber auch ein paar Sachen auf, die wir nicht mögen. Besonders zu nennen wäre der letzte Teil, wenn die bis dahin sehr gute Performance in ein Gerenne quer über die Bühne ausartet (dass das zu nichts führt, sollten die Delegationen doch spätestens seit Safura wissen – trotzdem wird es ständig wieder versucht, u.a. bei Netta, EyeCue und Mikolas; schön sieht das eigentlich nie aus). Auch die Bewegungen von Cesár wirken dann sehr bemüht. Außerdem ist ausgerechnet am Ende der Backgroundchor überhaupt nicht mehr zu sehen, das ist ziemlich schade.

Nach diesem Durchlauf hören wir übrigens, dass Cesár sagt, dass er sich selbst viel zu laut gehört hat und er noch herausfinden muss, wann er wo sein muss. Er scheint das also ähnlich wahrzunehmen wie wir und dafür sind Proben ja schließlich auch da.

Dank Leser miramax09 wissen wir nun auch, dass das fragliche Bühnenteil „hydraulisches Bühnenpodest“ heißt. Das ist also am Anfang bereits hochgefahren und bewegt sich dann im zweiten Refrain langsam nach unten.

Und noch ein kleiner Kritikpunkt: Cesár nutzt ein Headset, was zum einen nur so mittel aussieht und zum anderen dazu führt, dass er zwei Hände frei hat, von denen er nur ab und zu weiß, was er mit ihnen tun soll.

Alles in allem auch im dritten Durchlauf: Gute Probe und vor allem richtig gutes Konzept. Cesár muss aber noch an den Bewegungen und an seinem Ausdruck arbeiten und die Delegation sollte dringend das Gerenne überdenken. Vor allem dass Cesár ausgerechnet im ganz ruhigen Teil vor dem letzten Refrain weiter über den Steg laufen muss, damit er rechtzeitig wieder zurück auf der Hauptbühne ist, wirkt nicht gut.

Ansonsten aber: Well done, Austria!

Beim Meet & Greet wird Cesár auf seine ESC-Karriere angesprochen und wie sie ihn bis hierhin nach Lissabon gebracht hat. Wer mit Cesárs Engagement für die bulgarische Delegation noch nicht vertraut ist, kann sich in den oben verlinkten Interviews informieren.

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Anscheinend gab es viele natürlich und übernatürliche Zeichen, die darauf hingedeutet haben, dass er diese Rolle im Hintergrund aufgeben und selbst auf der Bühne stehen würde. So ist zum Beispiel Lissabon eine ganz besonders Stadt für Cesár und er hat einfach gefühlt, dass das der richtige Zeitpunkt ist.

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Ansonsten gab es auch noch ein paar Einblicke in Cesárs Lebensstil und auch Lebensphilosophie.  Er scheint sehr diszipliniert zu sein, hat sich auch hier in Lissabon für jeden Tag ein sportliches Ziel gesetzt, ernährt sich gesund und ist dagegen, in die Natur einzugreifen, indem man Bäume fällt und sie als Weihnachtsbäume verwendet. Die Journalisten hier haben sich wirklich gut vorbereitet…

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Cesár wird übrigens kein Album veröffentlichen, sondern eine 5-Track-EP. Er hält Alben für überholt und glaubt, dass man Musik schneller veröffentlichen sollte.

Damit ist Cesár für heute durch und damit auch dieser Blogbeitrag beendet. Ihr könnt jetzt gerne rüberklicken zu den aktuellen Proben.