ESC 2018: Meet & Greet mit Rasmussen, Yulia und den DoReDos

Zweiter Teil der heutigen Meet & Greets. Wir warten nun auf Rasmussen aus Dänemark, Yulia Samoylova aus Russland und die Verwechslungskomödie der DoReDos aus Moldawien. Im Bild ein Prinz Blogger mit friedlichen Wikingern.

Das erste Meet & Greet am Nachmittag erobern die wilden Wikinger aus Dänemark. Rasmussen und seine vier Chorsänger kommen aber in friedlicher Absicht. Mit einer Botschaft, die Konflikte mit Worten anstatt mit Kämpfen und dem nicht Zuhören lösen wollen.

Für Rasmussen war nicht nur die Teilnahme am Dansk Melodi Grand Prix wichtig, er wollte es auch gewinnen. Nun ist er stolz, sein Land repräsentieren zu dürfen und hofft Portugal und ganz Europa in seinen Bann zu bringen.

In Dänemark ist die Eurovision eine Familiensache und seine wirklich erste deutliche Erinnerung hat er an den Sieg von den Olsen Brothers 2000.

Er wird angesprochen auf die isländischen Textinhalte in seinem Lied. In der Wahl dieser Worte erkennt man die enge Verbindung Dänemarks zu Island, welche schon zu Wikinger-Zeiten bestanden. Die Wikinger waren für Rasmussen die Rockstars jener Zeit.

Großen Raum im Meet & Greet nimmt die Bartpflege ein. Von Rasmussen und Co. gibt es Tipps, wie man trotz Bart gepflegt aussehen kann. Rasmussen rät dazu, auf jeden Fall zu einem Barbier zu gehen, denn die wüssten, mit welchen Handgriffen man ihn schön erhält. Zudem wäre es mit dem Bart wie mit der Schönheit. Alles kommt von innen.

Ein Schwede hat den Song geschrieben, die Hauptperson im Text ist ein Norweger, es gibt isländische Textinhalte und Dänen singen. „Und wo ist Finnland?“ fragt eine im Publikum. Rasmussen sagt, dass sei ihm auch schon aufgefallen, aber letztlich sei man doch eine große Gemeinschaft.

Zum Abschluss nimmt man ihn noch für Fotos gefangen. Der Prinz-Blogger ließ es sich nicht nehmen, die wilden Jungs aus dem Chor auf ein Bild zu bannen:

Und dann kam sie endlich – Yulia Samoylova aus Russland. Dieses Meet and Greet hat Jan absolviert, Tjabe hatte dazu keine Lust irgendwie…

Man ja doch gehofft, dass es ein bisschen hoch hergeht bei diesem Meet and Greet. Moderator Pedro wies aber gleich darauf hin, dass sich die Fragen bitte nur auf die Musik beziehen sollten – und das wurde durch die Bank weg auch akzeptiert. Wir bekamen also ein vollkommen unpolitische Veranstaltung zu sehen. Yulia konnte frei von der Leber reden, der Delegationsleiter ist ihr nur ein einziges Mal in die Parade gefahren.

Yulia scheint eine etwas zurückhaltende, aber doch durchaus selbstbewusste Person zu sein. Mit der Probe war sie nicht wirklich zufrieden, da gäbe es noch einiges zu verbessern bis Freitag, meinte sie.

Noch heute zehrt sie von der wundervollen Erfahrung, als sie vor vier Jahren bei der Eröffnung der Paralympics von Sotchi singen durfte. Wer übrigens glaubte, sie hätte länger als jeder andere Zeit gehabt, um sich vorzubereiten auf den ESC-Auftritt, der irrt sich. Sie kennt ihren Song ja auch erst seit Februar und da fing die Arbeit erst an.

Es wurde kritisiert, dass sie auf Englisch singt, obwohl sie die Sprache gar nicht spricht. Da ging dann der Delegationsleiter dazwischen und erklärte, dass Yulia ja dafür sorgen solle, dass ihr Publikum sie versteht. Sie selbst wüsste, worum es in dem Lied ginge und würde es entsprechend emotional interpretieren. Das ist natürlich Quatsch, Herr Delegationsleiter. Eine schlüssigere Erklärung lieferte der Co-Autor des Songs, Arie Burshtein. Er wies darauf hin, dass zwei Drittel des Komponistenteams gar kein Russisch spreche und dass der Song deswegen auf Englisch geschrieben wurde.

Aber gut, es singen so viele Sänger in fremden Sprachen – who cares?

Den Abschluss bilden heute die DoReDos aus Moldawien. Im Schlepptau von Philipp Kirkorow kamen die drei Künstler der Gruppe auf die Bühne.

Die Pressekonferenz wurde von einem gutgelaunten Kirkorow dominiert. Er stellte sein wunderbares internationales Team vor, mit dem er seit Jahren zusammenarbeitet. Und wie ein Running Joke vergisst er grundsätzlich Alexandros Panayi in seiner Aufzählung.

Sein Abschneiden 1995 war ja nicht besonders, daher hatte er sich geschworen, dass er zurückkehrt, was wir ja nun auch seit Jahren miterleben können/dürfen/müssen. Seine Karriere begann übrigens in Moldawien.

Durch den dritten Platz 2017 liege natürlich nun ein gewisser Druck auf dem Team, für Moldawien zu starten.

Kirkorow hatte die drei Sänger bei einem New Wave Festival in Russland entdeckt, welches die drei gewonnen hätten. Der Name basiert auf der Tonleiter.

Die Gruppenmitglieder dürfen sich gegenseitig beschreiben. Der Mann in Rot wird von der Frau in Gelb als guter Sänger gelobt, umgekehrt meint er, dass sie ein nettes Mädchen. Ausgelassen lobt der Mann in blau sich einfach selbst mit “ I Am Amazing“ und Philipp Kirkorow ergänzt nur, dass er selbst eine Diva sei. Insgesamt wären sie nun eine große Familie.

Der PrinzBlog liess sich dazu verleiten nachzufragen, welcher Chorsänger denn die Schuhe hinter der Bühne tauschen müsste. Die Frage wurde nicht beantwortet, jedoch reckte der rotgekleidete Chorsänger den Fuss in die Höhe.

Die Türen basieren auf den einzelnen Charakteren der Gruppe und die Choreographie sei ein lustiges Spiel um Verwechslungen und Verwirrungen.

Später am Abend geht es dann mit den Niederlanden und Australien weiter.