ESC 2018: Rollblog erste Proben Niederlande und Australien

Die letzten Proben am dritten Probentag sind die Niederlande und Australien. Wird Waylon genauso wie 2014 mit den Common Linnets mit einer tollen Bühneninszenierung überraschen? Und wie wird Jessica Mauboys Kleid aussehen, für das sie nach den ESC-Prepartys extra wieder nach Australien zurückgereist ist. Wir sind gespannt!

Niederlande

Wir sehen am Anfang nur ein Standbild, da die Übertragung aus der Halle noch nicht funktioniert. Waylon steht mit einem Leopardenmantel in der Mitte, daneben seine anderen Bandmitglieder auch nicht sehr rockig gekleidet. Im Hintergrund sieht man zahlreiche „Ann-Sophie“-Gedächtnisscheinwerfer in kleinerer Ausführung. Auch unter den Blöcken. auf denen die Band steht sind jede Menge goldene Scheinwerfer. Irgendwie blendet das ziemlich.

So nun gibt es den zweiten Durchgang mit Ton. Am Anfang stehen Waylon und der Rest der Band mit dem Rücken zum Publikum. Da scheint sich Waylon noch etwas bei Ann-Sophie abgeschaut zu haben-naja, sehr erfolgreich war es damals ja nicht! Im Zwischenteil fangen die dunkelhäutigen Bandmitglieder an Breakdance zu tanzen. Wie kommt man denn darauf? Irgendwie total unpassend. Zum Ende wird es immer absurder. Sie legen ihre Instrumente ab und fangen an, vor Waylon rumzuhampeln und sich zu überschlagen. Bei Weissrussland kann man das ja verstehen, aber hier ist diese Show echt unangebracht.

Waylon singt gut und souverän. Deshalb ist es sehr schade, dass man hier unnötig den Fokus von ihm weglenkt. Hätte man das als normale Rocknummer mit Lederjacke und Jeans und ohne viel Schnickschnack inszeniert, wäre es viel stimmiger gewesen. So bleibt der Zuschauer etwas verdutzt zurück und es ist lange noch nicht sicher, dass sich die Niederlande für das Finale qualifizieren wird.

Australien

Zu Beginn ist die Bühne noch dunkel, danach fängt man langsam an Jessica Mauboy zu sehen. Sie hat ein violettes Glizerkleid mit einer kleinen Schleppe an. Nicht „too much“ wie befürchtet, aber das Kleid würde eher zu einer Ballade passen als zu einer Popnummer. Jessica ist ganz alleine auf der Bühne. Keine Tänzer, keine Trommler, gar nichts…ich hätte eigentlich bei dem Song eine Inszenierung erwartet wie bei Emmelie de Forests „Rainmaker“. Stattdessen sieht man nur Jessica, wie sie sich dreht und windet und versucht alleine für Stimmung zu sorgen.

Australien Jessica Mauboy 2018

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Jessica ist stimmlich sicher und kann mit Sicherheit auch gut performen. Trotzdem ist hier einiges verschenkt worden. Gerade bei diesem Song müsste eigentlich viel mehr auf der Bühne passieren. Passend zu Jessicas Kleid sind auch die Scheinwerfer im Hintergrund violett/weiß. Zum hohen Ton am Schluss erleuchten ein paar Pyrofontänen-das war es dann auch schon!

Australien Jessica Mauboy 2018 3

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Der Auftritt ist ein typisches Beispiel für das derzeitige „Downsizing“ beim ESC. Keine Frage Australien wird das Finale erreichen, aber ein Siegertitel ist das nicht. Hat das Geld nicht gereicht mehr Personen aus Australien einzufliegen? Vielleicht hätte man da eher an der Pyro sparen sollen, die es hier bei jedem Probendurchgang gibt. Oder hat man geglaubt Jessica schafft es die ganze Halle alleine zu rocken? Das wird schwierig und da wird Jessica schon viel Unterstützung von den ESC-Hardcorefans in der Halle benötigen.

Das war der heutige Probentag. Morgen geht es weiter mit der zweiten Hälfte vom zweiten Halbfinale. Heute abend gibt es dann noch die Meet & Greets mit Waylon und Jessica.