ESC 2018 Wettquoten (2): Israels verrücktes Huhn erobert Platz 1

Alle 43 Wettbewerbsbeiträge sind nun an Bord für den ESC 2018 in Lissabon. Zeit für einen ausführlichen Blick auf die Wettquoten. Aus dem Stand ganz nach oben gackerte sich Wonder Woman Netta aus Israel mit ihrer #metoo-Hymne „Toy“. Wie sehen die Buchmacher die Siegchancen für Deutschland, Österreich und die Schweiz?

Kaffeesatzleserei oder steht der ESC-Sieger 2018 etwa schon fest? Man weiß es nicht und daher ist der Blick auf die Wettquoten ja auch so spannend, nachdem nun alle Titel bekannt sind. 2012, 2013 und 2015 hatten die Buchmacher mit Loreen, Emmelie de Forrest und Måns Zelmerlöw von Anfang an den richtigen Riecher. Doch dann begann eine schwarze Serie und 2014 (Aram Mp3), 2016 (Sergey Lazarev) und 2017 (Francesco Gabbani) haben sich die Buchmacher ordentlich vergaloppiert.

Fairerweise muss man jedoch zugeben, dass die Buchmacher umso treffsicherer werden, je näher das Finale rückt. Am Vortag des Finales von Kiew 2017 sahen die Wettbüros bei der „Wette auf Sieg“ nämlich Salvador Sobral aus Portugal vor Italien, Bulgarien und Belgien. Auch bei der Wette „Wer wird Letzter“ attestierten die Buchmacher Spanien und Deutschland besten Chancen auf die Rote Laterne. Leider sollten sie Recht behalten.

Wir schreiben 2018 – Neues Spiel, neues Glück! Beim ersten Blick auf die Wettquoten vom 22.2.2018 lag noch Finnland in Front vor Bulgarien, Estland und Schweden. Deutschland lag damals auf der 19. In der Zwischenzeit hat sich nun einiges getan.

Hier die aktuellen Quoten für die Wette auf Sieg beim ESC 2018

Stand 17. März 2018 – 8 Uhr – Quelle: www.eurovisionworld.com
Hier werden die Quoten diverser Wettanbieter zusammengefasst

Legende:
→ Im Finale 26 Länder: 2×10 Halbfinalisten + Big 5 + Gastgeber POR

Wette auf Sieg: Platz 1 (Israel) bedeutet somit höchste Siegchance aller Teilnehmer. Achtung! Kleiner aber feiner Unterschied: Platz 10 bedeutet daher nicht, dass die Buchmacher dieses Land (Griechenland) auch automatisch genau auf Platz 10 tippen, sondern dass 9 andere Länder größere Siegchancen haben.

 

DIE ANALYSE DER TOPFAVORITEN (Platz 1 bis 4)

Netta – TOY

Platz 1: Klare Sache? Nachdem der Song kurz vor Veröffentlichung geleaked wurde, schoss Israel mit „Toy“ bereits steil nach oben. Als dann das offizielle Video da war, gab es kein Halten mehr. Power-Girl Netta gackert sich mit ihrer aufgekratzten Mischung aus Rap gewürzt mit orientalischem „Gangnam Style“-Sound katapultartig auf Platz 1 (Quote 1:2,75) Der Abstand zum Zweitplatzierten vergrößert sich derzeit sogar weiter.

Wie konnte das passieren? Der Beitrag Israels ist extrem auffällig und anders, zündet auf der Stelle und polarisiert. Die Komponisten haben eine Hymne für die #metoo-Bewegung kreiert. Gefahren gibt es jedoch auch. Im Video wirkt Netta wie ein rotzig freches Wonder Woman, dem alle Sympathien einfach zufliegen. Wie wird das in Lissabon aussehen? Funktioniert das Gegacker live und mit Looper? Die Balance zu schaffen, dass sie auf der großen ESC Bühne nicht albern wirkt, wird eine Herausforderung werden.

Elina Nechayeva – La Forza

Platz 2: Auch auf Platz 2 ein Song der stark polarisiert – PopOpera aus Estland mit Elina Nechayeva. Bereits als der Song erstmals im Netz auftauchte, mauserte sich „La Forza“ zum frühen Fanfavoriten und ließ Estland in die Top 4 bei den Wettquoten vorstoßen. Die Position wurde stets verteidigt und nach dem Sieg von Elina bei Eesti Laul sogar noch verfestigt (Quote 1:7). Zwar nicht neu, aber anmutig schön ist die Inszenierung von „La Forza“. Elina wandelt hier auf den Spuren von Aliona Moon und Polina Gagarina. Auch hier gibt’s Gefahren. PopOpera konnte selten beim ESC so gut reüssieren, wie die Quoten zuvor vermuten ließen. Amaury Vassili erlebte als TopFavorit 2011 einen Absturz, wohingegen Il Volo 2015 den Bronze-Rang erreichten.

Mikolas Josef – Lie To Me

Platz 3: Was für eine faustdicke Überraschung! 2017 verschmähte Mikolas Josef „My turn“ und verzichtete auf eine Teilnahme. 2018 serviert er uns nun mit „Lie to me“ einen Sound, den wir ansonsten von Jason Derulo oder Justin Timberlake kennen. Noch nie schnupperte Tschechien beim ESC solch eine Höhenluft. Nachdem Mikolas dann auch Gastauftritte in National Finals hatte und überzeugte, zogen die Quoten weiter an (aktuell 1:9). Das dürfte Tschechiens erfolgreichster ESC-Beitrag ever werden.

EQUINOX – Bones

Platz 4: Bulgarien hat lange die Wettquoten angeführt und kann mit Symphonix International auf eines der erfolgreichsten ESC-Produzententeams der letzten Jahre zurückgreifen. Bulgarien hat 2018 lange ein Geheimnis aus seinem Beitrag gemacht und war das vorletzte Land, das seinen Beitrag veröffentlichte: „Willkommen in der Welt von Equinox, wo sich Licht und Dunkelheit treffen, um die Liebe jenseits des Unbekannten zu feiern“, ließ die Band verlauten. Doch die Band Equinox konnte mit „Bones“ die fast zugegebenermaßen utopischen Erwartungen zumindest nicht zu 100% erfüllen. Die Quote fiel von 1:9 auf 1:15 und man rutschte von Platz 1 auf Platz 4 ab. Den Anschluß zu den Top 3 hat man schon etwas verloren und der Trend zeigt weiter abwärts.

 

DIE ANALYSE DER TOP TEN (Platz 5 bis 10)

Die Plätze 5 bis 8 bilden die Verfolgergruppe und liegen ganz eng beisammen. Hier dürfte es in den kommenden Tagen noch einiges an Bewegung geben. In dieser Gruppe finden sich die bereits bekannten ESC-Gesichter Jessica Mauboy, Alexander Rybak und Waylon.

Australien hält sich mit Jessica Mauboy und „We got Love“ hartnäckig auf einem guten 5. Platz. Auf Platz 6 hören wir James Bond-Klänge aus Belgien von Sennek.

Alexander Rybak – That’s How You Write A Song

Ein großes Momentum erfährt seit seiner Wahl der ESC-Sieger von 2009 Alexander Rybak. Seine Kompositionslehre „That’s How You Write A Song“ klettert seit seinem Sieg beim MelodiGrandPrix unaufhörlich nach oben. Rückenwind gibt ihm da sicher sein Bekanntheitsgrad, aber wie weit geht es für Norwegen noch nach oben? (Quote 1:15)

Waylon – Outlaw In ‚Em

Auch Waylon, der 2014 mit den Common Linnets bereits fast den ESC gewonnen hat, klettert für die Niederlande langsam aber konstant weiter nach oben. Mit seiner rotzig rockigen Countrynummer „Outlaw In ‚Em“ belegt er aktuell einen guten 8. Platz (Quote 1:17)

Weniger erfreuliches gibt es aus Schweden zu vermelden. Die Diskussionen über das schwächste Melodifestivalen seit Jahren wollen nicht abebben und ein Wettquoten-Favorit nach dem anderen strauchelte (etwa Dotter oder Mariette). Trotzdem hielt sich Schweden wacker in der Top 5 bei der Wette auf Sieg. Nachdem dann Benjamin Ingrosso das Mello 2018 mit „Dance You Off“ gewonnen hatte, setzte jedoch Abwärtstrend ein, den es so für schwedischen Beiträge in den letzten Jahren nicht gab. Aktuell Platz 9 (Quote 1:20). Wie weit geht es noch runter?

Yiánna Terzí – Oniro mou (Ονειρό μου)

Dafür ein herzliches Willkommen an Griechenland in der Top 10! Eigentlich sollte das griechische National Final ja zeitlich zum deutschen Vorentscheid stattfinden, doch es kam anders. Der Sender ERT hat sich entschieden, Yianna Terzi direkt zu schicken. Der Grund: Sie war die einzig verbliebene Künstlerin, nachdem die anderen Wettbewerbsbeiträge disqualifiziert wurden. Entweder entsprachen die Lieder nicht den Regularien oder es fehlte die geforderte Kostenübernahme. Da sage nochmal einer, das Costa fast gar nix. Mit „Oneiro mou“ („Mein Traum“) träumt sie sich nun in die Top 10 (Quote 1:23)

 

DIE ANALYSE DER MITTELFELDPLÄTZE 11-26
(→insgesamt 26 Länder werden im ESC Finale 2018 in Lissabon vertreten sein)

Hier finden sich nun alle direkt fürs Finale qualifizierten Big 5 Länder sowie der Gastgeber wieder:
Spanien (Platz 11) und Italien (Platz 14) wurden nach vielen Wochen nun aus der Top 10 herausgekegelt. Frankreich (Platz 12) hält sich mit dem Flüchtlingssong „Mercy“  hingegen wacker und konstant. Auf Deutschland (Platz 17) konzentrieren wir uns später. Gastgeber Portugal liegt auf Platz 18 und Großbritannien dümpelt mit SuRie (gemäß Peter Urban ist sie die  wiederauferstandenen Annie Lennox) nur auf einem enttäuschenden Platz 26.

Einen richtigen Tiefschlag gibt es für die absolute Fan-Favoritin Saara Aalto aus Finnland. Sie dominierte die Early Bird-Wettquoten nach belieben und so manch ein Fan sah in „Monsters“ schon den kommenden ESC-Gesamtsieger. Kaum war der Song, der an Katy Perry und Lady Gaga erinnert, jedoch final gewählt, rauschte die gute Saara in den Keller und in den Quoten ging es runter bis auf Platz 13 (Quote 1:30). Was für ein Absturz!

Noch schlimmer traf es Yulia Samylova. Bis vor 1 Woche lag Russland stets in der Top 10. Kaum war Yulias Beitrag veröffentlicht, legte „I won’t break“ den Rückwärtsgang ein und rauscht seither in die Tiefe. Derzeit Platz 19 (Quote 1:50), Tendenz weiter fallend.

Cesár Sampson – Nobody But You

Österreichs ESC-Hoffnung Cesár Sampson hatte seine Songpräsentation erst vor wenigen Tagen. „Nobody but you“ stammt genauso wie der bulgarische Beitrag aus der Hitschmiede von Symphonix International. Der Song erinnert an Marlon Roudette oder Hozier und nimmt in den Wettquoten nun langsam an Fahrt auf und klettert behutsam nach oben. Derzeit belegt „Nobody but you“ Platz 16 (Quote 1:34). Die Tendenz ist weiter steigend.

Hier zum Vergleich die österreichischen Platzierungen in den Wettquoten der Vorjahre (jeweils Mitte März):
2014 Platz 13  Conchita Wurst – Rise like a Phoenix
2015 Platz 29  MakeMakes – I am yours
2016 Platz 23  Zoë – Loin d’ici
2017 Platz 31  Nathan Trent – Running on air
2018 Platz 16 Cesár Sampson – Nobody but you

Damit steht Cesár in Wettquoten so gut da, wie es seit Conchita niemand mehr für Österreich.

Michael Schulte – You Let Me Walk Alone

Deutschland erlebte in den Wettquoten bisher eine ziemliche Achterbahnfahrt. Vor dem deutschen Vorentscheid war die Erwartungshaltung nach den Ergebnissen der Vorjahre eher gering und Deutschland fand sich ein auf Platz 22 bis 25 bei der Wette auf Sieg (Quote 1:30 bis 1:40). Nach Veröffentlichung der Songs zog die Quote dann erfreulicherweise bei allen Wettanbietern bereits spürbar an.

Nachdem Michael Schulte sowohl beim Europa-Panel, als auch bei der internationalen Jury und im Televoting triumphierte, ging es rasant weiter nach oben bis auf Platz 9 (beste Quote war 1:9). Auf Platz 9 nistete sich Michael Schulte dann vom 22.2. bis 3. März 2018 ein und alles sah für Deutschland endlich mal wieder nach Friede, Freude, Eierkuchen aus. Der deutsche Beitrag erhielt außerdem viel Lob aus dem Ausland und schoss bei den Downloads tageweise auf Platz 1.

Doch der Hype zerrinnt zusehends. Fehlende Heavy-Rotation bei den Radio-Airplays paart sich mit einer schwachen Charts-Ausbeute. „You let me walk alone“ schaffte es nur eine einzige Woche in die Single-Charts auf einen mageren Platz 27. Dies ist gerade mal ein Platz besser als Levina mit „Perfect Life“ und sogar ein Platz schlechter als Anne-Sophie mit „Black Smoke“. Natürlich garantieren Chartsplatzierungen keinen ESC-Erfolg, aber ein Alarmzeichen ist das schon.

Der Trend in den Wettquoten zeigt also leider nach unten (aktuell Platz 17/ Quote 1:40). Michael Schulte wird nun bei seinen Promo-Auftritten in London, Amsterdam und Madrid Akzente setzen müssen und sich wieder positiv in Erinnerung zu rufen und den Trend zu stoppen.

Hier zum Vergleich die deutschen Platzierungen in den Wettquoten der Vorjahre (jeweils Mitte März):
2010 Platz 5  Lena – Satellite
2011 Platz 5  Lena – Taken by a Stranger
2012 Platz 8  Roman Lob – Standing Still
2013 Platz 8  Cascada – Glorious
2014 Platz 12  Elaiza – Is it right
2015 Platz 23  Ann Sophie – Black Smoke
2016 Platz 14  Jamie Lee – Ghost
2017 Platz 35 Levina – Perfect Life
2018 Platz 17 Michael Schulte – You let me walk alone

 

DIE ANALYSE DER HINTEREN PLÄTZE 27 bis 43

In diesen Regionen finden sich in der Regel Länder wieder, die in den Vorjahren eine schlechte Qualifikationsbilanz aufweisen oder die aus Sicht der Buchmacher allzu sperrige oder allzu leichte Kost nach Portugal schippern.

AWS – Viszlát Nyár

Gerade beim Thema „sperrig“ liegen die Buchmacher gerne mal daneben, denn gerade diese Songs abseits des ESC-Mainstream polarisieren und qualifizieren sich dann auch mal überraschend fürs Finale. Ein heißer Kandidat für so eine Qualifikation könnte diesmal Ungarn sein. Den Rocksong von AWS sortieren die Buchmacher bisher nur auf Rang 35 ein.

Zibbz – Stones

Die Eidgenossen aus der Schweiz nutzten für den ESC 2018 ein neues Auswahlverfahren. Eine 20-köpfige unabhängige Jury aus Musik- und Medienschaffenden, «ESC»-Fans und Zuschauern hatte zuerst die Songs ausgewählt. In einem zweiten Schritt wurden dann dazu die passenden Interpreten bestimmt. Gewählt wurde dann in der Entscheidungsshow aus 6 Wettbewerbsbeiträgen der Song „Stones“ von Zibbz.

In den Wettquoten bewegte sich die Schweiz leider konstant zwischen Platz 38 und Platz 43. Insbesondere nach dem 4. Februar 2018, dem Tag der Entscheidungsshow bis zum 12. März 2018 belegte „Stones“ fast durchgängig den letzten Platz. In den letzten Tagen lässt sich jedoch ein Hauch von Aufwärtstrend erkennen. Aktuell rangiert das Geschwisterpaar auf Platz 40 (Quote bis 1:501)

Hier zum Vergleich die schweizer Platzierungen in den Wettquoten der Vorjahre (jeweils Mitte März):
2015 Platz 33 Melanie René – Time to shine
2016 Platz 37  Rykka – The last of our Kind
2017 Platz 32  Timebelle – Apollo
2018 Platz 40  Zibbz – Stones

 

Wer hat den nun die rote Laterne inne und nach Meinung der Buchmacher keine Chance die ESC Sieg-Trophäe in Händen zu halten?

Die geringste Siegchance (wenn die Wettanbieter zusammengefasst werden) sehen die Buchmacher bei Slowenien (Platz 43). Allerdings ist die Luft am Ende des Tableaus sehr dünn und die Beiträge aus San Marino (Platz 42), Montenegro (Platz 41) und der Schweiz liegen eng beisammen.

Ari Ólafsson – Our Choice

Die schlechteste Einzelquote 2018 bei der Wette auf Sieg mit 1 : 1000 teilen sich Island und Georgien beim Anbieter BetfairExchange. Wer hier 100 Euro setzt, der darf sich aber über einen Brutto-Gewinn von 100.000 Euro freuen, wenn Ari Ólafsson oder Iriao die Sensation schaffen und den ESC-Sieg holen.

 

 

FAZIT WETTQUOTEN 2018

Das Semifinal 1 scheint das stärker besetzte Halbfinale zu sein. Die gesamte Top 4 der Wettquoten (Israel, Estland, Tschechien, Bulgarien) tritt sogar bereits in der ersten Hälfte des 1. Halbfinales an. Sowas gab’s noch nie, d.h. alle Top-Favoriten werden gleich zu Beginn der Show zu sehen sein. Da kann Christer Björkman die Startreihenfolge drehen und wenden wie er will. Ebenfalls noch im ersten Halbfinale sind Belgien und Griechenland.

Was sagt ihr nun zu den Wettquoten? Wer gewinnt den ESC in Lissabon? Wer wird 2018 der gescheiterte Fanfavorit FFF (Fan Favorite Fail), wer ist euer Guilty Pleasure und wird nach eurer Meinung von den Buchmachern überschätzt oder gar unterschätzt?

Wie geht es weiter? Als nächstes stehen die ESC-Pre-Events in Riga, London, Tel Aviv, Amsterdam und Madrid auf dem Programm. Wir sind gespannt auf deren Auswirkungen. Außerdem startet bald wieder unser PrinzBlog-Songcheck bei dem wir euch alle 43 Songs ausführlich vorstellen und bewerten. Es wird also viel los sein auf PrinzBlog.

Empfehlungen für ESC Wettquoten-Übersichten:
www.eurovisionworld.com
www.esctracker.com/odds
www.nicerodds.de/eurovision
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