ESC 2018: Zweite Probe und Pressekonferenz Großbritannien

Nach dem Gastgeberland probt am Sonntag vormittag als nächstes Großbritannien. Kann SuRie auf der Bühne einen Sturm auslösen? Hier werden wir über die Probe und die darauffolgende Pressekonferenz berichten.

SuRie tritt wieder in ihrem schulterfreien weißen Hosenanzug auf. Das passt sehr gut zu ihr, und sie sieht fabelhaft aus. Auf der Bühne sind viele Dreieckselemente aufgebaut, die eine Art Straße bilden. Diese werden abwechselnd weiß und violett beleuchtet. SuRie sieht gut gelaunt aus und wirkt sehr energiegeladen.

Man muss schon sagen, dass Großbritannien das Beste aus dem eher schwachen Lied rausholt. Der Auftritt ist stimmig, und SuRie singt souverän. Im Vergleich zur britischen Vorentscheidung sind ihre Handbewegungen viel ruhiger. Sie läuft zum Rhythmus des Songs rauf und runter. Dabei sind auch viele schöne Close-Ups dabei.

Sie wird wohl beim breiten Publikum als „Annie Lennox-Double“ wahrgenommen werden. Ob das reichen wird, genügend Stimmen zu bekommen, ist aber fraglich. Das Problem ist nach wie vor, dass in der zweiten Hälfte des Songs nicht viel passiert. Es gibt keine große Steigerung, und das Lied hört im „Nichts“ auf. Das sind genau die Schwächen, die unser letztjähriger Beitrag „Perfect Life“ hatte. Schade, denn SuRie selbst ist hochtalentiert und hätte mit einem stärkeren Song durchaus ein gutes Ergebnis für Großbritannien erzielen können.

In der Pressekonferenz sagt SuRie, dass sie sich sehr auf den „Blue Carpet Empfang“ heute Abend freue. Ihr Song soll Hoffnung verbreiten in dunklen Phasen des Lebens. Man soll seine Träume verfolgen und auch in dunklen Phasen das Licht am Ende des Tunnels sehen. Mit ihrer Probe ist sie sehr zufrieden und möchte daran nichts mehr ändern.

Sie hat auch die kritischen Stimmen zu ihrem Song gehört, aber lässt sich von ihnen nicht verunsichern. SuRie sagt, Geschmäcker seien immer verschieden. Solange sie es schaffe, einen einzigen Menschen mit ihrer Performance zu erreichen, sei sie schon glücklich.

SuRie war beim ersten Hören schon von „Storm“ begeistert. Sie identifiziert sich voll und ganz mit dem Song und freut sich, die Botschaft von „Storm“ in die Welt zu tragen.

Bei der Auslosung zieht sie die „erste Hälfte“ für Großbritannien.