ESC-Barometer (1): Das PrinzBlog-Ranking der ESC-Songs 2018

Sieben Beiträge des diesjährigen ESC-Jahrgangs stehen fest. Einen klaren musikalischen Schwerpunkt gibt es nicht. Hingegen zeichnen sich bei unseren Leser-Bewertungen zwei frühe Favoriten sowie zwei Songs ab, deren Aussichten alles andere als rosig sind. Kann sich die frisch gekürte Kandidaten des Vereinigten Königreichs (Foto: SuRie) freuen oder fasst sie sich aus Verzweiflung vor den Kopf?

Wie in den Vorjahren lassen wir unsere Leser direkt nach der Wahl oder der Bekanntgabe eines ESC-Vertreters für Lissabon abstimmen, wie ihr Eindruck des entsprechenden Beitrags ist. Da die meisten Stimmen in den ersten 48 Stunden abgegeben werden, sind sie – zumindest für unsere Leserschaft – ein guter Indikator in Sachen Instant Appeal.

Die Songs werden nicht nach den Mittelwerten sortiert, sondern nach der sogenannten Top-2-Bewertung. Dafür werden die beiden besten Bewertungskategorien zusammengefasst. Die Balkengrafik selbst zeigt, wie viel Prozent auf die jeweiligen Bewertungsstufen entfallen. Dabei nutzen wir eine fünfstufige Skala, die von ausgezeichnet (purpur) bis furchtbar (dunkelgrau) reicht.

Die Spitzenposition teilen sich aktuell Frankreich und Tschechien mit einer fast identischen Bewertung, wobei davon auszugehen ist, dass Anhänger des französischen Chansons nicht unbedingt auch Fans des rotzigen Tschechen sind. Zur Einordnung: mit solchen Werten lagen Beiträge im ESC-Barometer 2017 am Ende der Vorentscheidsaison auf dem dritten Platz.

Der albanische, vergleichsweise rockige Beitrag findet sich auf Platz 3, platziert sich aber nur deshalb vor der Schweiz, weil er bei „gefällt mir gut“ deutlich mehr Stimmenanteile aufweisen kann. Nach hinten hinaus folgen zum jetzigen, zugegebenermaßen recht frühen Zeitpunkt die Beiträge Maltas, Großbritanniens und Spaniens. Die Big5-Länder scheinen also auch in diesem Jahr nicht wirklich überzeugen zu können. Wobei man Spanien zugute halten muss, dass der Spanier Manel letztes Jahr nicht 29 Top-2-Prozent erreichte wie heuer Alfred und Amaia, sondern nur 19. Es gibt also Hoffnung.