ESC-Barometer (2): Das PrinzBlog-Ranking der ESC-Songs 2018

Seit der letzten Woche sind zwei weitere ESC-Vorentscheide abgeschlossen worden: Dansk Melodi Grand Prix und das Festival in Sanremo 2018. Wo platzieren sich der Däne Rasmussen (Foto) sowie die Italiener Ermal Meta und Fabrizio Moro in unserer aktuellen Top 9? Und welchen Einfluss hatte der Aufruf an die Leser, ihre Stimmen für die bereits feststehenden Beiträge abzugeben?

Vor den nächsten nationalen Vorentscheiden heute in Weißrussland und am Wochenende ist es Zeit für unser wöchentliches Zwischenfazit. An der Spitze gibt es keine Veränderung: Frankreich und Tschechien liegen auf Platz 1 und 2. Allerdings konnten Madame Monsieur ihren Vorsprung etwas ausbauen, während Miklos Josef aus Tschechien minimal Federn lassen musste. Das dürfte wohl auch ein Effekt des Aufrufs an die Leser gewesen sein, ihre Stimmen für die Lieder weiter abzugeben. Denn die Anzahl der abgegebenen Stimmen hat sich bei allen Beiträgen seitdem deutlich erhöht.

Auf Platz 3 kann sich der Neuzugang aus Dänemark einreihen, allerdings nur äußerst knapp vor den Zibbz aus der Schweiz. Bei der Top2-Betrachtung, also der Summe aus „ist ganz ausgezeichnet“ und „gefällt mir gut“, trennt die beiden nur 1 Prozentpunkt. Allerdings scheint Rasmussen noch deutlicher im positiven Bereich zu polarisieren. Bei den Top-Noten liegt er 6 Punkte vor den Schweizern.

Der Albaner Eugent „Genti“ Bushpepa hat durch die nachträglichen Bewertungen erheblich positive Bewertungen abgeben müssen und liegt jetzt hinter den Schweizern. Da dürfte wohl die Euphorie über den damals ersten ESC-Beitrag der Saison verflogen sein.

Der zweite Neuzugang, die San-Remo-Gewinner, platzieren sich auf Rang 6. Sie werden dabei Opfer der Rangreihung nach Top2-Nennungen. Würde man nur die Top-Bewertung „ist ganz ausgezeichnet“ zu Rate ziehen, lägen Ermal Meta und Fabrizio Moro auf Platz 4 knapp hinter Dänemark.

Auf den letzten drei Plätzen gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Lediglich Spanien und Großbritannien haben die Plätze getauscht. Dabei haben die Iberer den Vorteil, deutlich mehr Top-Noten auf sich zu vereinen. Die Britin SuRie erwartet nach aktuellem Status ein eher unangenehmer „Storm“ in Lissabon. Um einen britischen Kollegen eines Freundes von mir zitieren: „Das UK war in diesem Jahr so nett, den Kandidaten für den letzten Platz zu liefern.“ Aktuell liegt er mit der selbstkritischen Einschätzung zumindest beim ESC-Barometer nicht falsch.