ESC-Barometer (5): Das komplette Ranking aller 40 Songs

Nina Sublati Grimasse

Wir können uns lebhaft vorstellen, was Nina Sublati (Bild) von unserem Leser-Ersteindruck aller ESC-Songs hält, ist ihr „Warrior“ doch unter sehr ferner liefen eingestuft. Aber wo sind die als letztes gewählten Titel im ESC-Barometer gelandet? Etwa Österreich, Australien, oder Armenien und hat Mello-Sieger MONZ etwa die Spitze übernommen?

Nö, hat er nicht. Soviel schon mal vorweg. Seit dem letzten ESC-Barometer wurden noch 11 weitere Titel veröffentlicht. Über alle haben die Leser dieses Blogs abgestimmt. Sobald ein neuer Song für den Eurovision Song Contest 2015 in Wien feststeht, starten wir eine Umfrage dazu. Die Umfragen bleiben offen, mehr als drei Viertel der Stimmen werden aber innerhalb von 48 Stunden nach der Bekanntgabe abgegeben – ein guter Indikator für den ersten Eindruck also. Aber keine Prognose!

Sage und schreibe 5 der 11 neuen Titel stießen in die TopTen vor – Ausdruck der Tatsache, das wir gegen Ende noch mal einen erheblichen Qualitätsschub bei den Präsentationen und Vorentscheiden erlebt haben. Doch niemand konnte unsere Nummer 1 aus dem letzten Barometer verdrängen. Maraaya aus Slowenien bleiben vorn und auch das estnische Duo Stig & Elina hat seinen zweiten Rang gegen den Ansturm der neuen Titel verteidigt. Aber dann auf Rang 3 folgt unser höchster Neueinstieg, ein charismatischer, gut aussehender junger Mann mit einem zeitgemäßen flotten Song (nein, es handelt sich nicht um MONZ). Guy Sebastian aus Australien wurde von den PrinzBlog-Lesern höher gerankt.

Husband & Wive auf Rang 1

Ein Duo auf Rang 2

Down under auf Rang 3

Schweden folgt (erst) auf Rang 5, denn hauchdünn hatte das mysteriöse Duo Mørland & Scarlett aus dem Nachbarland Norwegen die Nase vorn. Außerdem schafften The Makemakes aus Österreich und der neue albanische Song von Elhaida Dani den Sprung in das erste Viertel der ESC-Songs in der Lesergunst. (Anklicken vergrößert Darstellung).

ESC_Barometer_1-10

Belgien, Serbien und Spanien vervollständigen das Leaderboard in den TopTen der Leser nach dem ersten Eindruck. Revamps und Sprachenwechsel wie bei Bojana Stamenov aus Serbien sind hier logischerweise nicht erfasst – mit einer Ausnahme: Der Wechsel von „Diell“ zu „I’m alive“ hat sich für Albanien gelohnt, Elhaidas alter Song (für den wir ein Voting erfasst hatten) wäre hier nur auf Rang 33 gelandet – weit weg von den TopTen.

Albanien auf 10 – Manchmal lohnt sich ein Tausch…

Alle Songs sind übrigens nach den Mittelwerten angeordnet. In der fünfstufigen Skala zwischen 1 (ausgezeichnet) über 2 (gut), 3 (solala), 4 (weniger) und 5 (furchtbar) erreicht Sowenien den besten Wert von 1,67, gefolgt von Estland (1,71) und Australien (1,87), Norwegen (1,9205) und Schweden (1,9214). Belgien (1,92). Die Angaben in den Grafiken sind auf Prozent gerechnet.

Das bedeutet, dass unser Early Leaderbird aus dem ersten Barometer, Trijntje Oosterhuis aus den Niederlanden auf den letzten Metern doch noch in die zweite Reihe abgeschoben wurde. Sie führt nun das zweite Viertel ESC-Songs an, wo wir unter anderem die Neueinstieger aus Israel (13) und Aserbaidschan (17) finden; ebenso wie die bereits kontrovers diskutierte Friedensbotschaft aus Russland (19).

ESC_Barometer_11-20

Damit sind 8 der 11 zuletzt gewählten Songs von den Lesern des PrinzBlogs in die bessere Hälfte eingestuft worden. Entsprechend rutschten etliche andere Songs ab. Darunter auch die Schweiz und Deutschland. Mélanie René und Ann Sophie finden sich nun im dritten Viertel auf den Rängen 23 und 24 einträchtig nebeneinander wieder. noch vor Italien. In dieses Segment stieg auch gerade noch der frisch bestimmte Song von Knez  aus Montenegro (Rang 30 trotzt Zeljko-Autorenschaft) ein.

ESC_Barometer_21-30

Und schließlich tauchen im letzten Viertel die üblichen Verdächtigen aus dem letzten Barometer auf, einschließlich der Briten und der bereits erwähnten Nina Sublatti aus Georgien, ergänzt um die erschreckend schwach bewerteten Armenier von Genealogy und San Marino. Ralph Siegel kann sich immerhin damit trösten, dass die BlogLeser die ESC-Traditionsländer Dänemark und Finnland noch schlechter bewertet haben als sein junges Sänger-Duo Anita & Michele aus San Marino.

ESC_Barometer_31-40

Das erste Semifinale wurde insgesamt deutlich schlechter bewertet als das zweite. Von den 15 letzten Songs in obiger Aufstellung sind 9 im ersten und nur 5 im zweiten Semi (sowie die Briten als Finalisten). Wie Douze Points im USFÖ-Barometer richtigerweise bemerkt hat, ist für einen Anruf im Televoting nicht unbedingt das Gesamtbild entscheidend, sondern nur die höchste Kategorie „finde ich ausgezeichnet“.

Wir haben daher die Songs neu angeordnet und zwar nach Semifinals und nach ihren Top-Stimmen. Hier das erste Semifinale in der Übersicht (Anklicken vergrößert Ansicht):

Barometer_topstimmen_Semi1

Der Cut fände demnach nach Griechenland statt und Finnland wäre nicht mehr angeschlagen am Schluss.

Ist Maria-Elena womöglich ein Borderline-Kandidat fürs Finale?

Und hier das zweite Semifinale mit einem breiten Mittelfeld:

Barometer_topstimmen_Semi2

Sollte noch alle Chancen haben, sofern sie nicht in Joan Frankas altem Indianer-Outfit auftaucht: Mélanie aus Genf.

Zum Abschluss auch der Vollständigkeit die Top-Stimmenanteile der 7 direkt gesetzten Länder – hier liegen Italien und Spanien gleichauf, in unserer Gesamtansicht hingegen trennen sie 16 Plätze. Alles eine Frage der Darstellung.

Barometer_topstimmen_Finalisten

Natürlich ist das keine Prognose und weit entfernt von den Wettquoten der britischen Buchmacher – das Barometer ist einfach der erste Eindruck der Songs, so wie sie von unseren Lesern wahrgenommen wurden. Ein Hinweis: Mei Finegold lag am Ende des letztjährigen Barometers ganz vorn und Elaiza schlossen auf Rang 6 ab!

Für Ann Sophie heißt das einfach nur: es ist noch Luft nach oben, Eindrücke verändern sich, am Ende kommt es auf die stimmliche Leistung am großen Finalabend und auf eine stimmige Bühnenpräsentation an. Da sind wir gespannt darauf. Womöglich gibt der Auftritt beim ECHO am 26. März (wir haben dazu einen Live-Blog) schon einen Fingerzeig.

Auf geht’s, Ann-Sophie!

Zu den Prognosen und der persönlichen Einschätzung der Blogger kommen wir noch. Und dann mag es vielleicht für Nina Sublati womöglich auch wieder etwas freundlicher aussehen, oder? Na also…

Nina Sublati Lächeln

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