ESC-Einschaltquote: Weniger Reichweite, höherer Marktanteil

7,71 Mio. Zuschauer im Ersten, 500.000 Zuschauer auf ONE – zusammen schauten in Deutschland mehr als 8 Mio. Menschen den Eurovision Song Contest aus Lissabon. Während bei allen Zuschauern jeder dritte den ESC einschaltete, waren es bei den jungen Zuschauern traditionell mehr.

In der ARD erreichte der ESC geringfügig weniger Zuschauer als letztes Jahr. Der Marktanteil lag bei der Gesamtzuschauerschaft bei 33,3 Prozent – jeder dritte, der am Samstagabend den Fernseher laufen hatte, schaltete somit das Spektakel in Lissabon ein. Das war der klare Tagessieg für die ARD.

Noch besser lief es beim jungen Publikum, also den 14-49-Jährigen. Hier kam die ARD mit 3,40 Mio. Zuschauern sogar auf einen Marktanteil von 42,0 Prozent.

Dass ONE weitere 500.000 Zuschauer erreichte, ist eine gute Nachricht für den Spartensender. Hier kamen so u.a. weitere 2,8 Prozent Marktanteil in der jungen Zielgruppe für den ESC hinzu. Damit macht sich sich womöglich die Übertragung der Halbfinale auf dem Sender bezahlt. Es sei ihm gegönnt.

Das Vorprogramm im Ersten, den Countdown mit Barbara Schöneberger, sahen 4,05 Mio. Zuschauer, die „Grand Prix Party“ (ja, die heißt immer noch so) im Anschluss konnte ab 0:50 Uhr immerhin 2,47 Mio. Zuschauer begeistern (was bewundernswert ist, da der Einstieg in die Sendung ohne vorherige Moderation eine Liedpremiere von Max Giesinger war). Die Begeisterung der Zuschauer auf der Reeperbahn vor Ort hielt sich – wie später auch bei den Simple Minds – übrigens stark in Grenzen. Aber das sind Kleinigkeiten.