Das ESC Finale 2015 findet am 23. Mai 2015 statt

Conchita Wurst Sieger-PK

Nun ist es amtlich: die EBU bestätigte heute in Genf (Schweiz), dass der Eurovision Song Contest 2015 in Österreich im Vergleich zum ursprünglich geplanten Datum um eine Woche nach hinten verschoben wird.

Diese Bekanntgabe zieht folgende Änderungen nach sich:
– das erste Semi-Finale wird am Dienstag, dem 19. Mai 2015 stattfinden
– das zweite Semi-Finale am Donnerstag, dem 21. Mai 2015 und
– das Grand Final findet am Samstag , dem 23. Mai. 2015 statt

Wenn es bei dem bisherigen (im Malmö und Kopenhagen von der EBU gestrafften) Probenplan bleibt, wäre der erste Probentag demnach Montag, der 11. Mai.

Die EBU gab in Genf drei Gründe für die Verschiebung der Termine an:
1. Das neue Datum passt den noch im Rennen verbliebenen Ausrichterstädten (Wien, Innsbruck oder Graz) besser
2. Es gibt weniger Überschneidungen mit anderen weltweiten Events
3. Aus technischen Gründen favorisiert auch die EBU selbst das spätere Datum

Der Generaldirektor des ORF hatte bereits darauf hingewiesen, dass der ORF ebenfalls die späteren Termine bevorzugt. Um Verwirrung zu vermeiden, hat die EBU den Vorschlag/die Verschiebung nun zeitnah bestätigt.

Conchita PK 2tes Semi

Bezüglich der finalen Entscheidung, welche Stadt den ESC in Österreich ausrichtet, bestätigte der ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz in den “Vorarlberger Nachrichten”, dass man gut im Zeitplan liege und mit einer endgültigen Entscheidung Ende Juli bis Anfang August rechnen darf.

Es darf dabei keinesfalls als sicher gelten, dass Wien den Zuschlag erhält, denn wie Wrabetz betonte, habe „Innsbruck ein sehr professionelles Konzept” vorgelegt und verfüge zudem über die volle Unterstützung des Landes Tirol. Nachdem der ORF mit den Entscheidungsträgern aller drei Städte Gespräche geführt hat, muss nun jede Bewerbermetropole eine zusätzliche Fragenliste beantworten. „Dabei geht es vor allem um die Abklärung, welche Infrastruktur die jeweilige Stadt zur Verfügung stellen kann”, wird Wrabetz in dem Zeitungsbericht zitiert.

Olympiahalle_Innsbruck

Innsbruck (120.000 Einwohner) bewirbt sich mit der rund 12.000 Plätze fassenden Olympiahalle, die 1964 für die Winterolympiade errichtet wurde und heute als Mehrzweckhalle für Konzerte und Sportereignisse genutzt wird. Graz ist mit der Stadthalle (11.000 Plätze) und die Hauptstadt mit der Wiener Stadthalle (16.000 Plätze) im Rennen. Ursprünglich hatte sich rund ein Dutzend Städte für den ESC beworben.

ESC-Siegerin Conchita Wurst gab übrigens erst kürzlich ein umjubeltes Konzert in der Tiroler Hauptstadt – allerdings nicht in der Olympiahalle sondern open-air auf dem Sparkassenplatz. La Wurst hat sich bereits – wie viele der internationalen Fans – für Wien als ESC-Standort ausgesprochen. Der bisher einzige ESC in Österreich fand 1967 ebenfalls in Wien statt.