ESC-Songcheck (1): „Mall“ von Eugent Bushpepa

All aboard! Wir starten mit den PrinzBlog-Songchecks für die Wettbewerbsbeiträge des ESC 2018 in Lissabon. Den Anfang macht Albanien mit Eugent Bushpepa. Das Festival i Këngës läutete kurz vor Weihnachten die diesjährige Vorentscheid-Saison ein und wir bewerten nun die Aussichten des siegreichen Beitrags „Mall“.

 

Der Interpret

Eugent Bushpepa wurde 1984 geboren und begann bereits im zarten Alter von 6 Jahren mit dem Singen. Sein Motto lautet „Musik ist meine Religion“ und er liebt es, Projekte von der ersten Idee bis zur Vollendung zu entwickeln. Er ist Kunstliebhaber und setzt sich für Menschenrechte ein.

2006 startete seine musikalische Karriere beim Top Fest, einem von Top Channel in Albanien organisierten Musikwettbewerb. Im selben Jahr arbeitete er dann als Resident Singer in einer Talkshow. Außerdem trat Eugent bei Live-Shows in Nachtclubs und Pubs auf.  In den Jahren 2008, 2009, 2011 und 2015 heimste Eugent diverse Auszeichnungen ein (u.a. als bester männlicher Sänger). Außerdem tourte er mit seiner Band mit Rockgrößen wie Deep Purple, Duff Mckagan (Guns N’Roses) und Overkill.

Im Jahr 2008 nahm er erstmals am Festival i Këngës (FiK) teil. Das Duett mit Rovena Dilo landete auf dem 12. Platz. Im Dezember 2017 gewann er dann mit „Mall“ das FiK, welches bereits zum 15. Mal zur Ermittlung des albanischen ESC-Beitrags diente (LiveBlog FiK).

 

Der Song

Eugent Bushpepa hat „Mall“ selbst komponiert und getextet. Lustigerweise übersetzte die spanische Version von Wikipedia den Songtext zunächst fälschlicherweise mit „Einkaufszentrum“. Und nein, natürlich geht es nicht um ein Shopping-Center, sondern um die „Sehnsucht“, wenn zwei Herzen sich vereinen und dann gemeinsam wie ein Herz schlagen. Einen dicken Pluspunkt gebe ich Albanien für das Beibehalten der Landessprache.

In der Ursprungsform war „Mall“ mit fast 4 1/2 Minuten natürlich deutlich zu lang für die Wettbewerbsanforderungen des ESC. Eine neue 3-Minuten-Version musste also her. Der mystische Anlauf-Vers wurde beibehalten, der hymnische Refrain etwas gestutzt und ein Zwischenteil eingefügt. Leider geriet der rockige Part zulasten der Streicher in den Hintergrund, sodass die ESC-Version nun etwas braver daher kommt.

Musikalisch lässt sich „Mall“ in die Kategorie hymnischer Folkrock einordnen, wobei die Reaktionen der ESC-Fans von „schrecklich monoton“ bis zu „tolle Gänsehaut-Hymne mit charismatischem Sänger“ reichen.

Albanien 2018: Eugent Bushpepa – Mall

 

Die Präsentation

Eugent wird es schwer haben sich im 1. Halbfinale gegen die große Anzahl an Topfavoriten durchzusetzen. Ganz unmöglich ist das Unterfangen jedoch nicht und der zweiköpfige schwarze Adler könnte ins Finale fliegen. Große Pluspunkte sind die albanische Landessprache und das charismatische und fesselnde Auftreten von Eugent. Er sollte daher mit einigen Close-Ups ins Szene gesetzt werden. Um den Beitrag authentisch zu präsentieren empfehle ich einen Auftritt mit Band auf der Bühne.

Gefahrenpotenzial sehe ich beim Outfit. Die Kellner-Garderobe vom Festival i Këngës ist ebenso suboptimal, wie ein Outfit das in Richtung Hipster-Midlife-Crisis-Look tendiert. Ärmellose Shirts (Foto unten) sind ebenso riskant. Sie betonen zwar seine zahlreichen ansehnlichen Tattoos, könnten aber die ein oder andere Omi verschrecken. Dunkle Klamotten und vielleicht eine coole Lederjacke dazu würde ich ihm für Lissabon empfehlen.

 

Was PRINZ-Blogger darüber denken

BennyBenny: Schöner, leicht rockiger Song. Ich mag besonders Eugents Stimme und das hymnenhafte des Songs.

Douze Points: Klassische Poprock-Ballade mit folkloristischen Einsprengseln. Einigermaßen kraftvoller Refrain, allerdings ohne besonderes Alleinstellungsmerkmal. Das Lied verliert sich nach hinten raus etwas in Belanglosigkeit.

Jan: Eigentlich eine gute Softrockhymne mit ordentlicher Hook. Leider aber insgesamt doch ein wenig plätscherig. Das wird im ersten Semi sehr schwer für Eugent… 

Marc: Schöner Midtempo-Softrock. Größtes Asset: der charismatische Eugent mit den Roman Lob-Knopfaugen.

Jeder ESC-Titel wird im Songcheck von allen PRINZ-Bloggern nach ihrem persönlichen Gusto auf einer 11-stufigen Skala (12-10-8-7-6-5-4-3-2-1-0) bewertet, wobei 12 die höchste Wertung darstellt. Die Wertungen werden addiert. Unser persönliches subjektives Gesamtbild:

 

Die Prognose der PRINZ-Blogger

Hier geht es nicht um das persönliche Gefallen, sondern um eine Prognose. Albanien hat nach Einschätzung aller PRINZ-Blogger eine Qualifikationschance von 31 Prozent und landet damit auf Platz 15 in Semifinale 1. Hier geht es zur Prognose der PRINZ-Blogger für das erste Semifinale.

 

Social Media

Weitere Infos im Netz über Herrn Buschpfeffer findet ihr bei Facebook. Außerdem ist Eugent noch bei Twitter und Instagram, allerdings sind seine Beiträge dort noch sehr übersichtlich.

 

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Vorschau: Morgen geht’s mit Blogger Douze Points in das „Land of Fire“ nach Aserbaidschan.