ESC Songcheck (17): „This time“ von Monika Linkyte & Vaidas Baumila

litauen 2015 pressefoto

Litauen ist der einzige baltische Staat, der nach wie vor auf einen Sieg beim ESC wartet. In diesem Jahr treten Monika Linkyte und Vaidas Baumila mit dem countrypoppigen „This Time“ für das Land an und legen sich auch bei der Performance richtig ins Zeug – sogar ein Kuss wird geboten. Ob das für den Einzug ins Finale reicht?

Litauen zeigte sich in diesem Jahr wenig innovationsfreudig, standen doch drei Wiederholungstäter im Vorentscheidungsfinale. Es wird sogar gemunkelt, Monika sei in diesem Jahr nur zum ESC geschickt worden, damit sie endlich aufhört an den Vorentscheiden teilzunehmen. Ob ihr Duettpartner Vaidas wegen seiner Stimme oder wegen seines Aussehens (s. Foto) ausgewählt wurde, ist nicht überliefert. Weitere wichtige Fakten zu den beiden Künstlern finden sich im hervorragenden Liveblog der Vorentscheidung meines besonders leidensfähigen Kollegen OLiver.

vaidas-baumila-nakedHat den „Instant Appeal“: Vaidas Baumila

 

Der Song

„This Time“ ist ein absoluter Gute-Laune-Countrypop-Song. Gerade das Intro erinnert sehr an „No No Never“. Monika beginnt die erste Strophe zunächst alleine, bis Vaidas auf die Bühne kommt und den zweiten Teil übernimmt. Wenig überraschend, dass die beiden den anschließenden Refrain dann zusammen singen und sich auch im weiteren Verlauf Einzel- und gemeinsame Passagen abwechseln.

Der Song geht sofort ins Ohr, ist insgesamt aber doch ziemlich seicht und wird auch relativ schnell langweilig oder sogar nervig. Absoluter Höhepunkt ist die dramaturgische Pause in der zweiten Strophe, die ausreichend Zeit für den überraschenden und oben bereits erwähnten Kuss lässt.

Litauen 2015: Monika Linkyte & Vaidas Baumila – This time

 

Die Präsentation

In meinen Augen ist im Hinblick auf die Performance in Wien im Vergleich zur Vorentscheidung noch Luft nach oben. Klar, die beiden scheinen Spaß bei dem zu haben, was sie tun, aber irgendwie wirkt das Ganze wenig durchdacht. Viel mehr scheinen die beiden einfach zu machen, was ihnen gerade so einfällt. Hier könnte man sich sicher noch einiges einfallen lassen. Außerdem würde ich mir wünschen, dass Vaidas mit seinen Gesten und Bewegungen ein bisschen weniger übertreibt, das wirkt teilweise einfach over the top. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass der Kuss in jedem Fall Teil des Programms bleibt.

Monika Vaidas Kuss

 

Was PRINZ-Blogger darüber denken:

Armen: sehr sympathisch und eine fröhliche Abwechslung, aber dann doch zu repetitiv und anstrengend: 5/10 Punkte.

Douze Points: Fröhlicher Country-Pop mit zu wenig Text und umso nervigeren Wohohoos. 5/10 Punkte.

Jan: Fehlt nur noch, dass die beiden händchenhaltend über die Bühne hüpfen. Hätte wunderbar ins Jahr 1982 gepasst, das Haltbarkeitsdatum ist lange überschritten – 2/10 Punkte (einer davon für den Kuss!)

Matthias: Mir gefällt der Gute-Laune-Countrypop. Monika und Vaidas harmonieren auch gut – die Chemie stimmt, und die Stimmen passen zusammen. Ein nettes Gesamtpaket, aber etwas zu brav. 7/10 Punkte.

Peter: Das Duett ist viel besser als es rezensiert wird. Nett anzuhören und zum Mitwippen. Er ist dazu recht ansehnlich – 6/10 Punkte.

Jeder ESC-Titel wird im Songcheck von 5 Prinz-Bloggern nach ihren persönlichen Gusto bewertet. Im Durchschnitt erhält Litauen hier einen Wert von 5,0/10 Punkten. Dies ist in der Blogger-Wunschliste bisher logischerweise Rang 1 im zweiten Semifinale. Mal sehen, für welchen Rang das am Ende ausreicht.

 

Die Prognose der PRINZ-Blogger

Litauen hat nach Einschätzung aller PRINZ-Blogger eine Qualifikationschance von 48,2 Prozent und landet damit auf dem 13. Platz in Semifinale 2. Hier geht es zu der Prognose der PrinzBlogger für das zweite Semifinale.

 

Social Media

Die beiden sind natürlich auch auf Facebook (MonikaVaidas) und auf Twitter (MonikaVaidas) vertreten.

 

[poll id=“348″]

 

Vorschau: Morgen stelle ich an dieser Stelle den irischen Beitrag vor.

Bereits erschienen – erstes Semifinale:

(1) Moldawien: „I want your love“ von Eduard Romanyuta
(2) Armenien: „Face the Shadow“ von Genealogy
(3) Belgien: „Rhythm inside“ von Loïc Nottet
(4) Niederlande: „Walk along“ von Trijntje Oosterhuis
(5) Finnland: „Aina mun pitää“ von Pertti Kurikan Nimipäivät
(6) Griechenland: „One last breath“ von Maria-Elena Kyriakou
(7) Estland: „Goodbye to yesterday“ von Elina Born & Stig Rästa
(8) Mazedonien: „Autumn leaves“ von Daniel Kajmakoski
(9) Serbien: „Beauty never lies“ von Bojana Stamenov
(10) Ungarn: „Wars for nothing“ von Boggie
(11) Weißrussland: „Time“ von Uzari & Maimuna
(12) Russland: „A Million Voices“ von Polina Gagarina
dazu: der polemische Songcheck zu Russland
(13) Dänemark: „The way you are“ von Anti Social Media
(
14) Albanien: „I’m alive“ von Elhaida Dani
(15) Rumänien: „De la capăt (All Over Again)“ von Voltaj
(16) Georgien: „Warrior“ von Nina Sublatti