ESC-Songcheck (3): „A Matter Of Time“ von Sennek

„Bene bene bene molto bene“ würde der Italiener sagen, denn das „BENE“ in BENELUX-Staaten zeigt in den letzten Jahren konstant gute Ergebnisse beim Eurovision Song Contest. Die Flamen haben in diesem Jahr das Prinzip der Direktnominierung von den Wallonen und den Niederländern übernommen. Mit Laura Groeseneken alias Sennek hoffen die Belgier den Erfolg von Blanche und Loïc Nottet fortzusetzen.

 

Die Interpretin

Geboren am 30. April 1990, arbeitet Laura Groeseneken alias Sennek bei IKEA. Nebenher zeigt sie ihre musikalische Vielfalt bei Musikfestivals zusammen mir Ozark Henry. Ihre Gesangskarriere steckt noch in den Kinderschuhen, jedoch gibt sie ihr Können an andere als Gesangscoach weiter. Ihre Direktnominierung vom belgischen Fernsehen (sie waren die Ersten) haben wir hier vorgestellt und auch ihr Song kam über Nacht zu den Eurovisionsbegeisterten, was hier nachzulesen ist.

 

Der Song

Der sogenannte James-Bond-Song. Passend dazu trat Sennek beim Konzert zum 50. Geburtstag von James Bond auf. „A Matter Of Time“ geschrieben von Laura und Alex Callier ist eine Ballade mit starkem Mollcharakter, was dem Song den James-Bond-Stil mitgibt. Die Strophen repräsentieren die Suche nach dem Täter, während der explodierende Refrain die Begegnung zwischen Gut und Böse charakterisiert und Action angesagt ist. Das Wechselspiel zwischen diesen zwei Abschnitten macht die Qualität dieses Liedes aus. Die sanfte und doch kräftige Stimme von Laura Groeseneken gibt dem Song noch die richtige Note mit.

Alex Callier, geboren am 6. Dezember 1972, war zwei Jahre lang Coach bei „The Voice Of Vlaanderen“. Vorher hat er in der Tontechnik beim belgischen Sender VRT gearbeitet. Die Gruppe Hooverphonic wurde von ihm mitgegründet und in der spielt er heute noch mit.

Belgien 2018: Sennek – A Matter Of Time

 

Die Präsentation

Bei der Umsetzung auf die Bühne sollte sich Belgien eher auf die Lichtarbeit konzentrieren und weniger auf Aktion auf der Bühne. Sennek könnte im Liegen beginnen, wobei wir das in den letzten Jahren schon oft hatten. Sie dürfte den ruhigen Pol im Bühnenbild darstellen und allein das Wechselspiel im Licht kennzeichnet den Charakter des Liedes. In den Versen eher dunkle oder verschwommene Töne, während beim Refrain ein Lichtfeuerwerk folgen darf. Man sollte Sennek jedoch nicht wie Blanche nur statisch an ein Mikro stellen. Für das richtige Outfit sorgt die Luso-Belgierin Veronique Branquinho, die 1973 in Antwerpen geboren wurde und portugiesische Wurzeln hat.

 

Was PRINZ-Blogger darüber denken

BennyBenny: Wieder ein hochwertiger Beitrag aus Belgien – allerdings ein klarer Rückschritt im Vergleich zu 2017. Ich glaube, es wird schwierig, die geheimnisvolle Stimmung aus dem Video auf die Bühne zu bringen.

Jan: Meistens stehe ich total auf solches „Bond-Zeug“. Auch dieser Song gefällt mir überwiegend gut – allerdings nervt mich dieses „Echoes, Echoes, Echoes“, das stört den Refrain gewaltig, deshalb Punktabzüge.

Salman: Belgien setzt seinen Aufwärtstrend fort. Auch in diesem Jahr ein qualitativ hochwertiger Song, der auch aus einem James-Bond-Film stammen könnte. Sehe ich sicher im Finale und bei einer guten Bühnenperformance hat der Song sogar Top 10-Potential.

Tjabe: Die Flamen haben von den Wallonen und den Niederländern gelernt und schaffen es 2018, ein sehr anspruchsvolles Lied zu schicken. Würde mich freuen, wenn Laura Groeseneken alias Sennek es Loïc Nottet und Blanche nachmacht.

Jeder ESC-Titel wird im Songcheck von allen PRINZ-Bloggern nach ihrem persönlichen Gusto auf einer 11-stufigen Skala (12-10-8-7-6-5-4-3-2-1-0) bewertet, wobei 12 die höchste Wertung darstellt. Die Wertungen werden addiert. Unser persönliches subjektives Gesamtbild:

 

Die Prognose der PRINZ-Blogger

Hier geht es nicht um das persönliche Gefallen, sondern um eine Prognose. Belgien hat nach Einschätzung aller PRINZ-Blogger eine Qualifikationschance von 70 Prozent und landet damit auf Platz 5 in Semifinale 1. Hier geht es zur Prognose der PRINZ-Blogger für das erste Semifinale.

 

Social Media

Sennek ist natürlich bei Facebook zu finden und kann noch einige Likes vertragen. Instagram und Twitter nutzt sie auch

 

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Vorschau: Keinen Aprilscherz macht morgen DJ Ohrmeister, wenn er uns mit nach Bulgarien nimmt, um dort die Nachfolger von Poli Genova und Kristian Kostov vorzustellen.

 

Bereits erschienen:

Semifinale 1
(1) Albanien: „Mall“ von Eugent Bushpepa
(2) Aserbaidschan: „X My Heart“ von Aisel