ESC-Songcheck (33): „Don’t close your eyes“ von Max Jason Mai

Es gibt Dinge, die ändern sich nie: wieso sollte ich also bei meinem letzten Songcheck für 2012 einen unattraktiven Kerl abbekommen? Über den Song lässt sich ja streiten, aber Max Jason Mai aus der Slowakei… hmm… das reimt sich ja: „Max Jason Mai aus der Slowakei“ !!?? – aber ich schweife ab, jedenfalls: der sieht ganz nett aus und geizt nun wirklich nicht mit nackter Haut. Davon gibts weiter unten auch noch etwas mehr…

Anyway – zurück zum Stück… Es sah lange danach aus, als wäre die Slowakei in Baku gar nicht erst vertreten. Irgendwie hatte das dortige Fernsehen keine so rechte Lust. Kein Wunder, denn seit ihrer ersten Teilnahme (1994) waren die slowakischen Versuche beim ESC niemals von Erfolg gekrönt. Selbst der Sprung ins Finale wollte ihnen noch nicht glücken. Jedenfalls überlegten sie sich es doch noch anders und bestimmten im Spätherbst letzten Jahres den Sänger Miroslav Šmajda, der es richten sollte – der machte aber prompt einen Rückzieher und behauptete, es sei ein Missverständnis gewesen.

Aber scheinbar konnte ihn das slowakische Fernsehen doch überzeugen und nun tritt er eben unter dem Künstlernamen „Max Jason Mai“ in Baku an. Ganz ehrlich – der Name ist mir völlig wurscht…

Max/Miro wurde am 27. November 1988 in der damaligen Tschecheslowakei geboren, ist also erst 23 Jahre alt. Er wurde Zweiter bei der Tschecho-Slowakischen Superstar-Castingshow im Jahr 2009. Im November 2010 hat er sein erstes Album Čo sa týka lásky (Was die Liebe betrifft) veröffentlicht. Er ist also nicht komplett unerfahren im Show-Business.

Sein Song – das dürften die meisten von euch mittlerweile wissen – ist sehr rockig. Um nicht zusagen: es ist DER Rocksong im ESC dieses Jahr. Ob das nun gut ist oder nicht, mag jeder selbst beurteilen. Mich persönlich spricht das Lied gar nicht an. Wenn möglich, skippe ich den Song. Bis auf den Refrain, empfinde ich „Don’t close your eyes“ als Lärmbelästigung. Aber ich bin einfach generell kein Rock-Fan.  Was ich allerdings echt gut finde ist, dass Max „Don’t close your eyes“ selbst komponiert hat. So oder so, ist mir eine Hymne nach „Hallelujah“-Machart einfach immer noch lieber – tja, ich werde eben auch nicht jünger…

Nichtsdestotrotz wird er durchaus seine Liebhaber und Anhänger haben, die garantiert für ihn anrufen werden. Zumal sein Beitrag in diesem Jahr der beste Rocksong ist. Was ihm durchaus den Sprung ins Finale einbringen könnte. Man weiß es nicht… Der Song polarisiert total und unter den Fans reichen die Meinungen von „Scheiße“ bis „Applaus für den ersten Platz – weil erfrischend anders“.

Aber noch mal zum Interpreten… wer Gefallen an Bubi-Gesichtern mit gut durch trainierten Körpern findet, wird bei Max Jason genauer hingucken, hier ein Bild, das ihn noch nicht ganz so aufgepumpt zeigt:

Und hier der Song der Slowakei:

Slowakei 2012: Max Jason Mai – Don’t close your eyes

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PRINZ-Blog-Urteil

Songqualität: 5/10
Interpretation: 5/10
Chancen auf Finaleinzug: 38% (und damit Platz 14 im zweiten Halbfinale – nach Ansicht der Blogger)