ESC-Songcheck (8): „Would You?“ von Iris

In dem balladenarmen Semifinale 1 sticht „Would You?“ ein wenig heraus. Aber für einen Finaleinzug ist die belgische Nummer dann doch wohl zu harm- und die Sängerin zu farblos.

Nach dem frühzeitigen Ausscheiden der Wallonen im vergangenen Jahr in Düsseldorf sind jetzt wieder die Flamen an der Reihe. Die hatten Belgien vor zwei Jahren immerhin einen 6. Platz beschert, mit Tom Dice. Das dürfte dieses Jahr schwieriger werden – auch wenn ähnlich wie Tom auch die diesjährige flämische Vertreterin wieder intern bestimmt wurde.

Schon Mitte November verkündete der zuständige Sender VRT, man werde Laura van den Bruel (a.k.a. Iris, hier ihre Website und ihre Facebook-Seite) nach Baku entsenden. Die 16-Jährige sang am 17. März in einer viertelstündigen „Vorentscheidung“ (war das die kürzeste ever?) zwei Songs, und „Would You?“ setzte sich beim 100-prozentigen Televoting dann gegen „Safety Net“ durch (hier unser Liveblog). Beides waren eher schlichte (böse Zungen könnten sagen: seichte) Balladen, „Would You?“ aber die etwas eingängigere.

Belgien 2012: Iris – Would you?

Leider ist die schnuckelige kleine Bühne im VRT-Fernsehstudio kaum vergleichbar mit der großen Bühne in Baku, und so steht leider zu befürchten, dass die bisher wenig bühnenerfahrene Iris Mitte Mai einen schweren Stand haben wird. Zumal mit einer solch eher mäßigen Nummer.

Die junge Sängerin hat zwar den Vorteil, in dem balladen-ärmeren ersten Halbfinale starten zu dürfen – doch welche Länder sollten Belgien dort Punkte geben? Die Nachbarn aus Deutschland, Frankreich und vor allem den Niederlanden stimmen allesamt im anderen Semi, also kann Iris nur hoffen, dass ihr Lied so weit überzeugt, dass es Punkte aus beispielsweise der Schweiz, Ungarn, Finnland oder Dänemark gibt. Aber ob das reicht? Die PRINZ-Blogger hegen große Zweifel. Aber Kummer sind die Belgier ja gewöhnt.

PRINZ-Blog-Urteil

Songqualität: 5/10
Interpretation: 5/10
Chancen auf Finaleinzug: 41%, Platz 11 im ersten Halbfinale nach Ansicht der PRINZ-Blogger.