ESC-Stars 2012 und ihre berühmten Doppelgänger

Einige der diesjährigen Interpreten im Eurovision Song Contest kommen einem irgendwie bekannt vor. Der Prinz ESC Blog hat die meist sehr viel berühmteren und bisweilen auch berüchtigten Lookalikes der ESC-Stars ausgegraben und stellt sie plakativ nebeneinander.  

1. Joan Franka und die junge Cher

Dieser Vergleich springt einen quasi ins Gesicht. Haare, Augen, Blick und ein rauchiges Timbre schon in jungen Jahren – während Cher(ilyn) armenische und tatsächlich auch indianische Wurzeln aufweist, ist Joan (eigentlich heißt sie Ayten) türkischer Herkunft und trägt gern Federn im Haar. Man wünscht der sympathischen Niederländerin (hier unser Interview), dass sie anders als ihr Alter-ego von prügelnden Ehemännern und ausufernden Schönheits-OPs verschont bleiben mag.

2. Csaba Walkó von Compact Disco und Bushido

Ganz so böse kommt Csaba noch nicht rüber wie der deutsche Skandalrapper Bushido, der sich jüngst als neuer DSDS-Juror ins Gespräch gebracht hat. Schließlich liegen die Castingshow-Zeiten im wuscheligen Monchichi-Look noch nicht so weit zurück und auch an Körpergröße mangelt es dem feurigen Magyaren im Vergleich zu Bushido etwas. Dennoch, der Leadsänger von Compact Disco ist auf einem guten Weg: Der Look, die dunklen Klamotten und ein stärker schimmernder Bartschatten, insbesondere auf Pressefotos der jüngsten Zeit, bringen uns zu diesem smarten Vergleich.

3. Pernilla Karlsson und Lindsay Lohan

Der offene Blick, das smarte Lächeln und die rote Haarpracht sowie die aparten Hamsterbäckchen brachten uns auf diese Gegenüberstellung. Doch die Damen könnten verschiedener nicht sein. Die US-Aktrice taumelt ständig zwischen Aufenthalten in Entzugskliniken und Auftritten in Gerichtsälen. Und während Ms Lohan wegen Verletzung ihrer Bewährungsauflagen mal wieder zur Arbeit im Leichenschauhaus verdonnert wurde, stellen wir uns die liebliche Pernilla mit Blumen im Haar, Volkslieder summend und Pilze sammelnd in finnischen Wäldern vor.

4. Engelbert Humperdinck und Burt Reynolds

Ja ja, die 70er, das waren noch testosterongetränkte Zeiten, in denen kernige Männer mit reichlich Gesichts- und Brusthaar Bühnen und TV-Schirme bevölkerten. Trotz intensiver Suche haben wir von Engelbert leider kein raunchy Aktfoto auf einem Bärenfell finden können (hier ist immerhin das von Burt), dennoch ist die Ähnlichkeit erkennbar. Heute sehen sich die Herren, die im selben Alter sind, übrigens nicht mehr ähnlich, da der Alterungsprozess – bisweilen künstlich zurückgedreht – gänzlich verschieden ablief.

5. Max Jason Mai und Farrah Fawcett:

Manche finden ja, das Thema Haarpflege wird beim ESC nicht genügend gewürdigt. Zum Glück haben wir ein Exemplar im ESC-Cast, das über traumhaftes natürliches Blondhaar in Hülle und Fülle verfügt, neben einem breiten Lächeln und einem bemerkenswert gut bestückten Resonanzkörper. Ob Max Jason Mai vor Auftritten seine üppige Mähne in Heißwickler dreht und literweise Festiger und Spray verbraucht, wie damals Charlie‘s Engel Farrah Fawcett entzieht sich allerdings unserer Kenntnis. Wir schließen hier mit einer süddeutschen Weisheit: Mädel, mach Dir Locken, sonst bleibst Du hocken…

6. Ott Lepland und Ben Tewaag

Er will verwegen aussehen, daher tun wir Ott Lepland, den wir nach seinem Vorentscheidungssieg mit einer gefühlvollen Ballade in Estland eher in der Welpen-Streichel-Ecke sehen (Och ist der süß) mal den Gefallen. Sein Alter-ego Ben Tewaag ist hingegen ein ganz harter Kerl, der schon im Knast saß. Allerdings wegen Körperverletzung, nicht weil er die laut Stiftung Warentest pickelfördernden Hautcremes seiner Mutter Uschi Glas angerührt hätte. Ott trauen wir da höchstens eine Anzeige wegen „öffentlicher Erregung“ zu (Zitat aus unserem Eesti-Laul-Vor-Ort-Erfahrungsbericht: Der kleine Otti will auch mitfeiern).

7. Kaliopi und Gundel Gaukeley

Ein Prachtweib: Verführerisch, geheimnisvoll und mit einer außergewöhnlichen, unverwechselbaren Stimme gesegnet. Man traut Kaliopi Buklé nach einer persönlichen Begegnung augenblicklich magische Kräfte zu. Und schwarze Raben würden ihr ebenso wie Gundel Gaukeley (im US-Original: Magica de Spell) als modisches Accesoire hervorragend stehen. Doch während die Gegenspielerin Dagobert Ducks, obgleich raffiniert und elegant, beim Versuch des Duck’schen Glückstalers habhaft zu werden, immer wieder scheitert, hat Kaliopi in Sachen ESC-Finale eine bessere Chance.

8. Sofi Marinova und Imelda Marcos

Sie war einst Schönheitskönigin, liebte Bienenkorbfrisuren und heiratete einen Diktator. Fortan lebte sie in Saus und Braus in geschmacklos eingerichteten Palästen, schmiss immer mal wieder Almosen in die Menge bedürftiger Landsleute und genoß ihre Rolle als First Lady. Nach dem Sturz ihres Gatten Ferdinand Marcos floh sie nach Hawaii und ließ mehrere Tausend Paar Schuhe in Manila zurück, die sie unsterblich machten und sogar in einem eigenen Schuh-Museum ausgestellt wurden. Hoffen wir mal, dass Bulgariens ESC-Nachtigall Sofi Marinova einen weitaus besseren Geschmack bei Männern und Schuhen beweist. Und wenn Sofi ihr Haar herablässt, hat sich die Ähnlichkeit mit Imelda Marcos auch recht schnell erledigt, dann sieht sie nämlich eher aus wie Anjelica Houston.

9. Anri Jokhadze und Myra Hindley

Kalt und abgebrüht schaut der „Jocker“ auf seinem jüngsten Pressefoto in die Kamera. Nicht wenige halten seinen ESC-Titel, der eine an Qualität kaum noch zu unterbietende Vorauswahl in Tiflis gewann, für ein musikalisches Verbrechen. Wir fühlten uns  bei diesem Anblick indes sofort an das berühmte Foto der wohl berüchtigsten Kriminellen Großbritanniens erinnert: Myra Hindley wurde 1966 wegen ihrer Beteiligung an den sogenannten Moor-Morden zu lebenslänglicher Haft verurteilt und galt fortan als Inbegriff des Bösen.

10. Jedward und Beaker aus der Muppetshow

Alle drei haben große Kulleraugen, einen aufgerissenen Mund und Haare, als hätten sie in die Steckdose gefasst oder das spezielle unwahrscheinlich festigende Haargel aus „Verrückt nach Mary“ benutzt. Doch während Beaker aus der Muppet-Show (rechts im Bild) nicht richtig sprechen kann und lediglich immerzu „Mi-mi-mi“ stammelt, wünscht man sich dies von den Jedward-Brüdern auch. Die können zwar sprechen, aber nicht singen und tun es trotzdem immer wieder.

11. Helen von Mandinga und Nicole Scherzinger

Da zuletzt schon genug nackte Haut auf diesem Blog zu sehen war, verzichten wir hier auf die Gegenüberstellung nackter Hinterseiten und begnügen uns mit der Feststellung, dass Elena Ionescu („Helen“), Leadsängerin von Mandinga, sich mindestens genauso rassig und lasziv räkeln kann wie die Freundin von Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton, die Popsängerin Nicole Scherzinger (Ex-Mitglied der Pussycat Dolls). Und wie ihre US-Doppelgängerin ist Helen durchaus in der Lage, live halbwegs annehmbar zu singen und gleichzeitig zu tanzen. Sollte Helen mal keine Lust mehr auf Mandinga haben, empfehlen wir einen Wechsel in die Boxengasse.

12. Kurt Calleja und Jake Gyllenhaal

Hier zitieren wir einfach mal einen Co-Blogger, der an dieser Stelle anonym bleiben möchte: Oh… wow… seufz… ach… hmm… seufz…  Oh…  Ja…

13. Nina Zilli und Amy Winehouse

Auch dies ein naheliegendes Pärchen, nicht nur physiognomisch, sondern auch musikalisch. Wie die jüngst verstorbene Amy singt Nina Zilli mit Vorliebe Lieder im Retro-Style der 50er und 60er-Jahre. Anders als die in ihren letzten Jahren häufig umnachtete und offenbar schwer drogensüchtige Britin, die immer wieder mit Bildern a la Mutter Flodder in der Presse war, verfügt die Italienerin jedoch über ein  blitzsauberes Image und gilt spätestens seit ihrem Auftritt beim Festival di Sanremo 2012 als Inbegriff von Stil und Eleganz.

14. Roman Lob und der Steiff-Teddy

Unser ESC-Kuschel: Roman Lob hat Knopfaugen, braunes Haar und wie das Original einen Knopf im Ohr. Anders als der Steiff-Teddy trägt unsere Hoffnung für Baku (soweit wir wissen) zwar keine rote Schleife um einen wichtigen Körperteil, sondern meist ein rotgemustertes Holzfällerhemd, dessen geöffneter Kragen dezent auf ein großflächiges Tattoo mit musikalischem Thema hinweist. Es ist auch vorstellbar, um nicht zu sagen wünschenswert, dass Roman bei Wohlbefinden brummende Laute von sich gibt. Wir schlagen daher der Steiff Spielzeugfabrik vor, umgehend mit der Produktion von Roman-Lob-Kuschelfiguren zu beginnen, die bei Teenie-Girls und ESC-Fans reißenden Absatz finden müssten.

15. Und als kleiner Bonus…

…ein Gruß aus der Vergangenheit, soll heißen aus „Unser Star für Oslo“: Die auf diesem Blog nicht zuletzt aufgrund ihrer anhaltenden modischen Umnachtung nachhaltig verehrte Moderatorin Sabine Heinrich und ihr Hollywood-Double Sandra Bernard:

Hier geht es zum entsprechenden Beitrag aus dem Jahr 2010, der einer der best geklickten Blogeinträge des Jahres 2010 war. Und hier und hier und hier gibts noch mehr zu Sabine Heinrich zu lesen.