Euro-Trash: Norwegischer Nackt-Schock, schwedischer Nackt-Schock und Eric Saades Haupthaarpflege

Das Letzte vom Eurovision Song Contest. Heute: Was Didrik Solli-Tangen am Osloer Bahnhof treibt +++ Wie Danny Saucedos neue Single heißt +++ Wer Eric Saade die Haare schön macht

Ja, verehrte Leser, Sie sehen richtig: Auf dem obigen Fotos tummelt sich nicht nur ein Grand-Prix-Torso nackt, sondern gleich zwei. Konkret: Zwei norwegische. Noch konkreter: Ein Sieger und ein zwanzigstplatzierter Oberkörper.

Und da es im hohen Norden für ein Bad im Fjord häufig zu kalt ist, entstand dieses schöne Stilleben – wie dem Internet zu entnahmen war – in der Ukraine. Anmerkung für alle Kritiker: Ja, das Bild ist aus dem Jahr 2010. Wir dürfen es aufgrund unserer Chronistenpflicht den Lesern dieser Rubrik jedoch nicht vorenthalten. Entstehungszeitpunkt hin oder her.

Was genau Alexander Rybak (rechts), Didrik Solli-Tangen (links) und die unbekannte Dritte da getrieben haben, wissen wir nicht. Es ist auch nicht halb so relevant wie die Feststelltung, dass der Rybaksche Torso um Nuancen besser definiert ist als der Solli-Tangensche.

Da wir aber nicht erst seit Gottfried Keller wissen, dass Kleider Leute machen, lassen wir jetzt mal Herrn Rybak links liegen. Denn: Bekleidet macht Didrik – um einen Mitblogger zu zitieren – eindeutig mehr Krach. Das sah wohl auch die Uhrenmarke HÆMMER Germany aus der Weltstadt Kamen so und verpflichtete den jungen Tenor als Testimonial. Für die, die es wie der Autor bisher noch nicht wussten: Das ist laut Firmenwebsite „THE BRAND FOR OVERSIZED WATCHES“.

Sei’s drum. Denn wie heißt es so schön? Einen schönen Menschen kann nichts entstellen. Insofern hier zwei flotte Werbefotos von Didrik.

Über all die Fotoshootings hat Didrik aber sein Singen nicht vergessen. Zwar waren seine nach dem Eurovision-Auftritt im Mai 2010 in Oslo veröffentlichten Singles Best-kept Secret und Compass nicht einmal in Norwegen in den Charts. Dennoch ist er weiter ein gern gesehener Gast im TV – sei es als Sänger oder einfach nur als Celebrity z. B. in Kochsendungen.

Sein aktuelles Highlight: Das am Wochenende zu Ende gegangene Oslo Operafestival hatte er eine Woche zuvor eröffnet – auf dem Hauptbahnhof der norwegischen Hauptstadt. Aber keine Angst: Das ist nicht die Vorstufe zum Anna Rossinelli bestens bekannten Straßenmusikantentum, sondern war eine Aktion unter dem Motto Opera til folket mit dem Ziel, das Publikum außerhalb der Opernmauern anzusprechen. Und so wie Didrik den Paul-Potts-, ehm Giacomo-Puccini-Klassiker Nessum Dorma schmetterte, scheint ihm das auch gelungen zu sein (siehe Video; man achte auch auf Didriks oversizede Uhr sowie die Chorsängerin, die sich für ihre zwei Zeilen einen Spickzettel in Form einer Boulevardzeitung gebastelt hat).

Von Norwegen ins Nachbarland, das allseits beliebte Schweden. Von den Eurovision-Blogs bisher völlig unbeachtet, erreicht uns über das Aftonbladet die Nachricht, dass neben Thorsten Flinck, auch Charlotte Perrelli, Molly „die Frau an Eric Saades Seite“ Sandén und Danny Saucedo für das Melodifestivalen 2012 als Teilnehmer feststehen (würden).

Euro-Trash wagt an dieser Stelle bereits die Prognose, dass wir damit bereits den schwedischen Vertreter in Baku kennen. Es kann nur Danny sein! Nach dem spannenden Duell gegen Eric Saade in diesem Jahr hat er es einfach verdient. Außerdem kann er singen und tanzen, hat – der vollständige Name Daniel Gabriel Alessandro Saucedo Grzechowski lässt es ahnen – zumindest teilweise Eurovisions-kompatiblen Migrantenhintergrund (bolivianische Mutter und polnischer Vater), sieht gut aus und hat eine angemessene Fanbasis.

Die Fans sind sogar so „verrückt“, dass sie Dannys Melodifestivalen-Titel In the Club uminterpretiert und für die neue Fassung ein Promo-Video produziert haben. Das Lied heißt jetzt Bastuklubb und wird von „Fanny“ vorgetragen. Bastuklubb heißt übersetzt Saunaclub. Nur zur Sicherheit: In einem Saunaclub treffen sich bevorzugt gleichgeschlechtlich orientierte Personen, zum über den Schweiß hinausgehenden Austausch von Körperflüssigkeiten.

Fanny singt also: „Freitagabend, der Club ist schon heiß. Ein verschwitztes Spiel ist für mich das Größte… Saunaclub.“ Anschließend bewirbt der Off-Sprecher noch die neue Single In the Tub und weist darauf hin, dass die Lieferung der CD in diskreter Verpackung erfolgt.

Noch einmal kurz zurück zu Dannys Körperbau. Über diesen machen wir uns ja ein bisschen Gedanken. Denn wir haben Angst, dass Danny mit zuviel Krafttraining die Natürlichkeit verlorengeht (siehe Foto unten). Nicht, dass wir etwas gegen definierte Eurovision-Torsos hätten (siehe oben), aber ein bisschen Natürlichkeit kann nicht schaden. Andererseits hat Dima Bilan ja auch den Sieg davon getragen. Naja, im Zweifel knutscht Danny vor der Presse wieder mit seinem größten Konkurrenten wie er’s im Frühjahr mit Eric Saade getan hat. Dann wird schon alles gut.

Apropos Eric Saade. Nun ist sie endlich da, seine neue Single. Die Fan-Kritiken loben Hotter than Fire in den höchsten Tönen. Das auf Youtube verfügbare Video ist zwar etwas billo, aber doch auch irgendwie innovativ.

Was uns Eric hier jedoch vorenthält, ist sein Haar – und hier meine ich das Haupthaar! Das ist bekanntermaßen immer in optimaler Form, es sei denn, er ist wieder einmal Opfer seiner Kopfnässe geworden. Und wir wissen jetzt auch, wem wir diesen Anblick zu verdanken haben: Nein, nicht Molly, sondern Emma! Das ist Erics Frisörin, die er in einem seiner Handy-Videos vorstellt. Letzteres ist zwar schon Ende August hochgeladen wurden, aber so viele haben diese Perle offenbar noch nicht entdeckt.

Entstanden ist das Video scheinbar vor dem Melodifestivalen-Finale. Begründung: Zum einen wünscht sich Eric, dass er am Samstag die Unterstützung der Zuschauer bekommt. Außerdem sollen sie für seinen Song Popular bei RIX FM Topp 6 klockan 6 voten, einer Art täglicher Hitparade beim größten schwedischen Privatradio.

Nicht genug voten könnte man in diesem Video-Schnipsel für Emmas Einsatz, der weit über die Aufgabe einer Frisörin hinausgeht. Sie sagt zum einen: „Stimmt für Eric am Samstag ab, das ist wichtig“. Später antwortet sie in bestem Frisör-Diplomaten-Schwedisch auf Erics Frage, ob sie glaube, dass die Frisur gelingen wird: „Ja, hoffentlich. Es soll ja so werden wie immer, oder?“

Wir fordern schon jetzt, Emma als Frisörin von Danny einzustellen. Dann klappt’s auch mit Baku!