Euro-Trash: April-Scherze, Zigeuner-Hochzeit und schwedische Madonna-Göttin

Das Letzte vom Eurovision Song Contest. Heute: Wie komisch Eric Saade, Jedward und das aserbaidschanische ESC-Organisationskomitee sind +++ Warum die Liebe stärker ist als 0 Punkte +++ Was Carola und Madonna verbindet

Ja ja, uns ist auch klar, dass Eric Saade sooo 2011 ist. Aber das macht das Aufmacher-Bild, das offenbar bei einer Probe für seine aktuelle Pop Explosion Tour entstanden ist, nunmal nicht schlechter. Und so lange sich Tooji ziert, muss man halt nehmen was da ist.

Außerdem hat Eric auch was mitzuteilen: „Ich werde Papa! Und ich bin unerhört glücklich und stolz darüber“, schrieb er kürzlich auf seiner offiziellen Facebook-Seite. Kurzer Schock und eine Frage: Was lief da nach dem Melodifestival-Finale zwischen ihm und seiner Ex Molly Sandén (Foto unten)?

Dann die nächste Frage: Wann genau kürzlich? Richtig: Am 1. April. Und das Ganze war natürlich ein Aprilscherz. Haha. Laut Erics eigenen Aussagen war er gezwungen, diesen Witz zu machen. Nunja, andere Zwänge haben schlimmere Folgen.

Weniger offensichtlich ist dagegen das, was die Gebrüder Grimes da am 30. März veranstalteten. Ein vorgezogener Aprilscherz? Wie es ihre zurückhaltende Art ist, ließen sich die Jedward-Zwillinge nämlich vor laufender Kamera tätowieren. Oder für die nicht althochdeutschsprechenden Leser: sich ein Tattoo stechen. Und das an den diesbezüglich angeblich empfindlichsten Stellen: Dem Nacken und dem Unterarm.

Der Inhalt: Das Eurovision-Logo. Nach eigenen Angaben wollen sie mit dem Tattoo ihrer Hingabe zum Contest Ausdruck verleihen. John legte noch nach: „Mein Tattoo tat wirklich weh, aber Edward und ich haben das für Eurovision gemacht. Denn wir wollen den Wettbewerb so sehr für Irland gewinnen!

In den unterschiedlichen Quellen wird bereits vermutet, dass das alles nur ein Gag ist – und wir schließen uns dem gern an. Zum einen sieht man selbst im Tätowierungsvideo kein einziges Mal, wie die Nadel wirklich zusticht. Und zum anderen ist es gut möglich, dass es sich einfach um eine Art dunkles Henna oder etwas ähnliches handelt, das in einem halben Jahr verschwunden ist. Euro-Trash bleibt in jedem Fall dran.

Und ein Letztes noch in Sachen Aprilscherz: Wann kommt eigentlich die Aufklärung, dass es sich bei den ganzen Akkreditierungsabsagen für Baku auch nur um einen (schlechten) Witz gehandelt hat? Angeblich hat Deutschland ganze 100 Akkreditierungen zugestanden bekommen – bei deutlich mehr Journalistenanträgen. Und die paar Fanakkreditierungen, die es darüber hinaus gibt, sind soweit in ihren Berechtigungen limitiert, dass man damit kaum mehr anfangen kann als mit dem normalen Fan-Eintrittskartenpaket. Woran liegt’s eigentlich: An Aserbaidschan, am NDR oder an den Fans/Journalisten? Vermutlich werden wir’s nie erfahren. Bleibt nur die Hoffnung, dass nächstes Jahr der alte ESC-Spirit zurückkehrt.

Damit zu den schönen Dingen im Leben – der Krönung einer Liebe durch die Hochzeit. In den Stand der Ehe getreten ist diesmal: Radek Banga. Ach bitte, jetzt nicht wieder diese ratlosen Gesichter! Ein paar Tipps: Roter Superman-Umhang. Nachbarland Deutschlands. 0 Punkte im Semi in Moskau. Auf dem Foto ist er rechts zu sehen.

Richtig: Radoslav „Radek“ Banga von Gypsy.cz. Ihr Aven Romale war für die meisten Zuschauer beim ESC 2009 eine Zumutung. Offenbar ließ sich Veronika Konopíkova davon nicht schrecken. Sie hatte Radek nämlich am 4. April 20o9 kennengelernt – etwas mehr als einen Monat vor Radeks erfolglosem Auftritt in Moskau.

Geheiratet wurde nun exakt drei Jahre nach dem Kennenlernen nur mit der Familie und Freunden im Schloss von Liblice, unweit von Mělník, wo die Moldau in die Elbe mündet. Dass es bei der Hochzeit hochherging, kann man sich zumindest bei dem Bräutigam denken. Wer eine konkrete Vorstellung von dieser tschechischen Hochzeit haben will, kann sich hier über ein Video weiterbilden.

Und wer jetzt geglaubt hat, herzerwärmender könnte es bei Euro-Trash nicht werden, der liegt aber sowas von falsch! Denn: Unsere aller Eurovision-Göttin Carola macht uns die Madonna – und adoptiert ein Kind in Afrika!

Bevor sich Carola auf den Weg nach Südafrika machte, fotografierte sie sich noch einmal mit allem Gepäck und den Geschenken für ihr „Bonusbarn“ Zoe vor ihrem Haus. Über den pinkfarbenen Koffer weiß das Aftonbladet zu berichten, dass sie ihn als Spezialgepäck einchecken musste.

Am heutigen Mittwoch haben sich die beiden zum ersten Mal gesehen! Vorher habe Carolas Herz geschlagen und es sich ungefähr so angefühlt als würde sie gebären, schreibt die Eurovision-Siegern auf ihrem Blog.

Angeblich hatte sich Carola vor vier Jahren für eine Adoption angemeldet – mit damals 41-Jahren. Nun ist es also soweit: Ihr Sohn Amadeus, mittlerweile 14 Jahre alt, bekommt eine Schwester. Deren Alter ist nicht bekannt. Jedoch soll sie bis zehn zählen können und feine Schuhe mögen.

Na, da hat sie ja bereits einiges mit Carola gemein. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Carolas größte Befürchtung nicht erfüllt: „Ich hoffe nicht, dass meine neue rote Haarfarbe sie daran zweifeln lässt, dass es sich um die gleiche Frau aus dem kleinen Fotoalbum handelt, das sie bekommen hat.“ Wir drücken die Daumen.