Euro-Trash: Eric Saade als Pin-Up-Boy, albanischer ESC-Nachwuchs und Lys Assias Altkleider-Recycling

Das Letzte vom Eurovision Song Contest: Wo Eric Saade im Januar hängen wird +++ Wann Aurela Gace Besuch vom Klapperstorch bekommt +++ Wie abergläubig Lys Assia ist

Bevor wir in die Vollen gehen, möchten wir die Leser dieser kleinen Reihe bitten, kurz innezuhalten und unseren Kollegen von center.tv Ruhr zu gratulieren. Die haben nämlich bei der Verleihung des Metropolitan 2011 mit ihrer Berichterstattung vom Eurovision Song Contest in Düsseldorf den Preis für die Beste Sonderproduktion gewonnen.

Metro was? Der Metropolitan! Das ist sowas wie der Deutsche Fernsehpreis nur von Lokalsendern für Lokalsender. Wurde Ende Oktober in Hamburg vergeben. Warum davon niemand Notiz genommen hat, weiß der Teufel. An der Qualität der Nominierungsfilme kann’s auf jeden Fall nicht gelegen haben, wie eben dieser für die beste Sonderproduktion zeigt.

Ebenfalls zu wenig reflektiert wurde in der Presse auch das aktuelle soziale Engagement von Eric Saade. Dieser hat sich nämlich für den Social-Benefit-Kalender von thecalendar.nu ablichten lassen – natürlich für umsonst und die gute Sache (Einnahmen gehen an Anti-Mobbing- und Naturschutz-Organisationen).

Neben ihm haben sich auch noch die Melodifestivalen-Mitstreiter Danny Saucedo, Loreen, Martin Rolinski (Ex-BWO), Nicke Borg, The Moniker sowie die 2012 teilnehmende Lisa Miskovsky in den Dienst der guten Sache gestellt. Aber von niemanden gibt es (bisher) eine vergleichbar große Auswahl von Shooting-Fotos wie von Eric Saade. Dieser scheint der Kalenderboy des Monats Januar zu sein. Bei den Fotos ist die eisige Kälte draußen da schnell vergessen. Also: Nicht nur an sich selbst denken, sondern gleich hier den Kalender bestellen! Und keine Anst, wir kriegen für diese Empfehlung keine Provision!

Während sich an den Gerüchten um Erics Vater- und Molly Sandéns Schwangerschaft bisher nichts bestätigt hat (EuroTrash hat das ja von Beginn an vermutet), erreicht uns vom Balkan die frohe Kunde, dass der Klapperstorch seinen Besuch angemeldet hat. Und zwar wird er schon in den nächsten Tagen bei niemand geringerem als der diesjährigen albanischen Eurovisions-Hoffnung Aurela Gace vorbeischauen.

Aurela war bereits während ihres Eurovision Auftritts in Düsseldorf schwanger, behielt die Info aber für sich. Angeblich, weil sonst der Komponist ihres Titels Feel the Passion, Shpëtim Saraçi, besorgt gewesen wäre. Dabei ist dieser nicht mal der Vater. Diese Rolle hat sich ganz klassisch Aureals Manager geschnappt. Manche Klischees werden einfach zu gern bedient.

Erst im Juni ging Aurela mit der Neuigkeit an die Öffentlichkeit – und „walzt“ das Thema nun intensiv und publikumswirksam aus. Höhepunkt ist dabei ganz sicher die Titelseite auf der Zeitschrift Jeta (Leben) – nur Nuancen weniger stilvoll als damals Demi Moore zu Zeiten als Ashton Kutcher noch in die Windeln gemacht hat.

Wie Aurela auf ihrer eigenen Website ventilierte, hat sie im Rahmen der Schwangerschaft bereits 23 Kilo zugenommen. Das sieht man auch sehr deutlich bei ihrem angeblich ersten (und man ist geneigt anzunehmen: ihrem letzten) TV-Auftritt als Schwangere. Wie gesagt: In ein paar Tagen soll das Kind – die Rede ist von einem Mädchen – bereits da sein. Wir werden berichten.

Ein junges Mädchen war auch mal die Schweizerin Lys Assia. Das war allerdings lange vor ihrem ersten Auftritt beim Eurovision Song Contest. Schließlich holte sie bei der Grand-Prix-Premiere als bereits 32-Jährige die Siegertrophäe (Foto unten).

Seit letzter Woche wissen wir, dass Lyssie es beim diesjährigen Schweizer Vorentscheid nochmal wissen will. Sollte sie tatsächlich das Ticket nach Baku gewinnen, wäre sie dort – ihre Lebensversicherung möge dem bitte nicht im Wege stehen – als 88-Jährige erneut um die europäische Musikkrone ringen.

Dass sie das ernst meint, zeigt nicht nur ihre Zusammenarbeit mit Ralph Siegel. Auch beim Outfit will sie nichts dem Zufall überlassen: Deshalb wird sie beim Vorentscheid am 10. Dezember in Kreuzlingen quasi als Glücksbringer das gleiche Kleid tragen, das sie schon 1956 beim Grand Prix d’Eurovision de la Chanson in Lugano präsentierte.

Lys Assia fügte zu ihrer Ankündigung hinzu, dass sie hoffe, dass ihr das Kleid noch passt. Wir gehen selbstveständlich davon aus – was soll in 56 Jahren auch schon groß passieren in Sachen Körperbau? Viel mehr beschäftigt uns die Frage, ob nicht die Motten an dem Ding schon dran waren – also an dem Kleid.

Und selbst wenn der Stoff noch glatt fällt (was natürlich auch nicht wirklich relevant ist, wenn das Dadrunter faltig ist) – mufft das Dress nicht nach der ganzen Zeit ein bisschen? Gut, Geruchsfernsehen wurde noch nicht erfunden und auch ein Live-Orchester, das angewidert die Nase rümpfen könnte, gibt’s nicht mehr. Aber Frau Assia selbst braucht doch Luft, um ihre Ballade glatt herauszuschmettern.

Wir sehen also: Es gibt viele interessante Fragen, deren Beantwortung es unausweichlich erscheinen lässt, dass Lys Assia es noch ein viertes Mal (nach 1956, 1957 und 1958) zum Eurovsion Song Contest schafft. Allein mit ihren Kleiderpflegetipps wird sie die mode-interessierte Journaillie bei den Pressekonferenzen in Baku in ihren Bann ziehen. Also, Ihr lieben Schweizer, kommt Eurem Auftrag nach – und schickt Lyssie zum Eurovision Song Contest nach Aserbaidschan!