Euro-Trash: Eric Saade heißer als Feuer, Jedward sind Kassengift und ESC-Legenden droht Knast

Das Letzte vom Eurovision Song Contest. Heute (endlich mal wieder): Wie uns Eric Saade im Winter einheizen wird +++ Wie Jedward die Bravo ruiniert +++ Warum Lotta Engberg und Martin Stenmarck bald hinter schwedischen Gardinen sitzen könnten

Update: Die neue Eric-Saade-Single wird am 2. November veröffentlicht!

Was haben wir gewartet! Ja, auch auf die nächsten Euro-Trash-News. Aber noch mehr auf die zweite Platte von Eric „Ich fall in Ohnmacht“ Saade! Und jetzt heißt es, sie soll am 30. November erscheinen. Wir können’s kaum noch erwarten! Der Name des neuen Albums steht ja quasi bereits seit dem Sommer fest, als Saade Vol. 1 veröffentlicht wurde – nämlich Saade Vol. 2.

Aber viel wichtiger ist, dass wir jetzt schon mal den Namen der ersten Single wissen: Hotter than Fire. Da springt einen die Sexyness doch direkt aus dem Titel an, wobei das antizipierte Cover der Single (siehe Foto oben) dem in nichts nachsteht. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass die neue Single und das neue Album weniger poppig und dafür textstärker daherkommen werden als Saade Vol. 1, aber das ist ohnehin egal. Das Geld für die Platte ist schon mal bei Seite gelegt.

Wir hoffen natürlich, dass Eric damit seinen Ruhm weiter festigen kann. Seine Verlobte – wir halten trotz gegenteiliger Aussagen hier im Forum am  Beziehungsstatus „Verlobung“ fest – Molly Sandén scheint ihn auch weiterhin dabei voll zu unterstützen. Letztens überraschte sie Eric mit einem Taco-Abend (Zutaten auf dem Foto), bei dem ein unbekannter Film gesehen und das Lieblingseis (Carte d’Or Crema di Mascarpone) genascht wurde.

Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, wird Eric dann wohl noch einmal darüber hinweggesehen haben, dass Molly ansonsten im Haushalt eher chaotisch agiert. Letztens wusch sie in Eile ihre gesamte Wäsche bei 40 Grad, wodurch sich das ein oder andere Oberteil verzog. Schlimmer aber: Als die Wäsche im Trockner war, wurde der Strom abgestellt (warum auch immer). Also wurde flux die gesamte Wäsche in der Küche aufgehängt (siehe Foto). Wie heißt es so schön: Praktisch, aber unschön. Egal, wir freuen uns, noch etwas mehr von Eric Saades Wohnung zu sehen (wenn auch großflächlich zugehängt)!

Solche weltlichen Probleme hätte der Chefredakteur der Bravo nur zu gern. Bisher hat die Jugendzeitschrift Jedward nämlich treu zur Seite gestanden, ja sie geradezu gehypt. Das dürfte nun ein Ende haben. Denn der Mut, die irren Iren regelmäßig auf das Titelblatt des Magazins zu heben, ist richtig schön nach hinten losgegangen.

Konkret: Keine Bravo-Ausgabe der letzten knapp 20 Jahre hat weniger Käufer am Kiosk gefunden als das Heft (Abbildung oben) mit den beiden vorn drauf. Lediglich 280.661 Exemplare wurden von der Ausgabe 38/2011 käuflich erworben – 50.000 Stück weniger als noch in der Woche davor (und im Jahresschnitt).

Dieser plötzliche Abstieg scheint überraschend zu kommen. Zum einen läuft die Jedward-Clubtour eigentlich ganz gut. Zum anderen waren die beiden in den letzten Wochen häufiger auf dem Titel der Bravo abgebildet – etwa in den Ausgaben 27 und 31 – und scheinen da Käufer gezogen zu haben.

Irgendwann zwischen den Ausgaben 31 und 38 muss die Jedward-Stimmung also gekippt sein. Wir hoffen natürlich, dass es die beiden ihren Frisuren gleichtun und sich davon nicht umhauen lassen! Schließlich hätten wir nichts gegen ein Jedward Reloaded in Baku. Die beiden würden dort wieder für gute Stimmung sorgen und sich mit größter Sicherheit keinen Meinungs-Maulkorb verpassen lassen.

Keinen Maulkorb, sondern im schlimmsten Fall zwei Jahre Haft erwartet die Melodifestival-Größen  Lotta Engberg und Martin Stenmarck. Moment, Lotta und Martin wer? Nur zur Sicherheit: Lotta gewann 1987 das Melodifestivalen mit einem Punkt Vorsprung vor der großartigen Arja Saijonmaa mit ihrem Klassiker Högt över havet und der Fünftplatzierten Lena Ph. (Dansa i Neon) mit ihrem Lied Fyra bugg & en Coca-Cola, das für den Grand Prix dann noch ent-branded werden musste und als Boogaloo den 12. Platz holte. Seit einiger Zeit moderiert sie im Sommer die Allsång-på-Skansen-Kopie Lotta på Liseberg. Außerdem war sie in diesem Jahr erstmalig in dem Inför-Eurovision-Panel bei Christer Björkman im schwedischen Fernsehen zu sehen (im Foto links).

Martin Stenmarck erreichte beim Melodifestivalen 2005 mit Las Vegas unerklärlicherweise drei Punkte mehr als Nanne Gröwall mit Håll om mig. Mir persönlich ist auch nach wie vor unklar, warum er es auch schaffte, sich mit der Nummer vor Alcazar (Alcastar), Shirley Clamp (Att älska dig), Sanna Nielsen & Fredrik Kempe (Du och jag  mot världen) sowie Linda Bengtzing (Alla flickor utom jag) zu platzieren. Vermutlich ist das auf den gleichen Grund zurückzuführen, weshalb er nach wie vor erfolgreich mit der Ladies-Night-Tour im Herbst in ganz Schweden die Hallen füllt: Zu dieser Show sind nur Frauen als Zuschauer zugelassen, während nur Männer auf der Bühne stehen.

Aber ich verzettle mich. Zurück zum Thema. Lotta und Martin wurden häufiger vom gleichen Manager gebucht, Bruno Tillander, der auch viele andere Künstler einkauft(e). Das Problem: Die Künstler wurden zwar bezahlt, zahlten dafür aber keine Steuern. Und da Schweden nicht Griechenland ist, untersucht jetzt die Wirtschaftskriminalitätsbehörde (Ekobrottsmyndigheten) den Vorfall – und will nächste Woche Anklage erheben. Lotta und Martin erklärten bisher dazu, dass die Gelder lediglich Reisekostenerstattungen waren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, WIE arm sich die beiden für die schwedische Steuerbehörde gerechnet haben: Lotta hatte demnach 2010 1,4 Mio. schwedische Kronen (150.000 €) und Martin 800.000 Kronen (88.000 €) zu versteuern. Wer’s glaubt…

Sollten sie verurteilt werden, liegt das Strafmaß bei bis zu zwei Jahren Gefängnis. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass sie, da sie bisher nicht straffällig geworden sind, mit Strafzahlungen und gemeinnütziger Arbeit davon kommen.

Davon wollen wir jetzt auch mal ausgehen. Andererseits könnte im Falle von Martins Knast-Verurteilung seine Partnerin Hanna Hedlund (links im Foto oben) gezwungen sein, an ihre Melodifestivalen-Karriere anknüpfen, die 2000 mit ihrem Titel Anropar försvunnen ihren Höhepunkt erreichte. Historisch ist der Aufdruck auf der Rückseite ihres Astronautenanzuges beim Auftritt: NÄSA (=schwed. Nase). Das Comeback könnte sie z. B. zusammen mit ihrer Schwester Lina anstreben, die mehrfach mit Alcazar beim Melodifestivalen dabei war. Musikalisch geht da sicher einiges.