Euro-Trash: Mihais Muschis, Guys Gay-Erfahrung und Måns Mädchen

Mihai Traistariu naked breast

Das Letzte vom Eurovision Song Contest: Wie Mihai Trăistariu sein neues Album ankündigt +++ Was Guy Sebastian in einer Wiener Sauna widerfahren ist +++ Welche ESC-Künstlerin Måns Zelmerlöw haben will

Breaking Euro-Trash News Extra: Tooji outet sich als schwul

Wir müssen, müssen, müssen mit den Breaking News anfangen. Nachdem wir 2012 noch enttäuscht von Toojis geringen Euro-Trash-Gehalt waren, freuen wir uns nun umso mehr bekannt geben zu dürfen: Touraj „Tooji“ Keshtkar ist schwul. Für den nicht lebensfremden Teil der ESC-Entourage kommt diese Information nicht wirklich überraschend. Vielmehr kursierten im Umfeld des ESC 2012 in Baku, bei dem Tooji mit seinem Song „Stay“ im Finale letzte wurde, entsprechende Gerüchte und noch unfeinere Abwandlungen seines Namens, die wir hier nicht widergeben wollen, da sie unter die Gürtellinie zielen.

Tooji Father naked
Wir freuen uns dafür umso mehr, dass Tooji zumindest Letzteres selbst tut – und zwar mit seinem Video, das er passend zu seinem Outing veröffentlicht hat. „Father“ ist der Name des Werkes, das eher visuell, denn auditiv überzeugt. Darin geht es darum, vor sich selbst wegzulaufen sowie sich selbst und im Zweifel auch Gott zu negieren. Die Kirche als Institution, im Video dargestellt von einem geradezu göttlichen Kleriker (Foto unten), habe viel zu lange und zu vielen Menschen unnotwendigerweise Scham und Pein verursacht.

Tooji Pastor Father
Die Aussage wird im Video so eindringlich – manch einfache Natur würde sagen: hot – vermittelt, dass Youtube gleich kalte Füße bekommen hat. Wer das Video dort sehen will, muss einen Alternachweis erbringen. Hier und hier geht es aber auch so. Wir sind ja serviceorientiert.

Daher verweisen wir auch gern auf das Outing-Interview mit dem norwegischen Gaysir, in dem Tooji viel Richtiges und Wichtiges zur Situation von Minderheiten wie LGBTI sagt. Ein bisschen sauer sind wir aber dennoch auf ihn wegen seiner Aussage: „Das ist das Wichtigste, das ich in meinem ganzen Leben gemacht habe.“ Für uns hier auf dem Blog kann es eigentlich nichts Wichtigeres geben als den Eurovision Song Contest und damit sollte Toojis Teilnahme an ebendiesem über allem anderen in seinem Leben stehen. Aber da er mit diesem Video und seinem Statement versucht, Brücken zu bauen, und er so das diesjährige ESC-Motto geschickt aufgreift, wollen wir nicht so sein.

Von einem geouteten Norweger zu einem … Rumänen mit ganz anderen Problemen. Mihai Trăistariu, die Älteren unter den Lesern dieser kleinen Rubrik werden sich noch an den ESC-Vierten von 2006 erinnern, ist wieder da. Und zwar mit einem neuen Album. Das ist seit einigen Monaten avisiert und soll den Namen „Change“ tragen. Der höchst fleißige Facebooker und Twitterer Mihai hat das Album dort auch mit dem nachfolgenden Bild angekündigt.

Mihai Traistariu naked
Euro-Trash, bekannt für seine Tierliebe, fällt hier natürlich sofort ein Schwanz ins Auge. Und zwar die wuschige Schwanzspitze am unteren Bildrand. Die Vermutung, dass es sich hier um eine Katze handelt – aus alliterativen Gründen wollen wir sie Mihais Muschi nennen – wird durch zweierlei Fakten bestätigt: Zum einen hockt im Hintergrund eine weitere. Und zum anderen ist das graue Exemplar bei einem anderen Selfie von Mihai selbst im Hintergrund in voller Schönheit zu sehen.

Mihai cat
„Change“ heißt das neue Album vermutlich nicht nur, weil Mihai in der Vergangenheit regelmäßig in der MuschiMuckibude gepumpt, sondern weil er sich auch anders verändert hat: Er hat in der Türkei eine Haartransplantation vornehmen lassen und berichtet in den rumänischen Medien freimütig und ausführlich darüber. Sechs Monate habe er danach Schmerzen gelitten.

Mihai Traistariu Transplantation
Aber es hat sich gelohnt. Mittlerweile hat er auch schon reichlich neue Frisuren ausprobiert. Wir können uns gar nicht entscheiden, welche uns am besten gefällt: Die Langhaarversion …

Mihai Traistariu hair
… oder die Rasta-Locken.

Mihai Traistariu Rasta
Über den Erfolg der Haartransplantation war Mihai so beglückt, dass er sich vor Freude gleich in der „intimen Zone“ berühren ließ, wie wowbiz.ro titelte. Da sexistisch-fehlleitende Überschriften für Euro-Trash kein Grund für den Gang zum Presserat sind, sondern vielmehr als Salz in der Pressesuppe geschätzt werden, verlinken wir gern auf den Beitrag und präsentieren das in diesem Zusammenhang veröffentlichte Foto (Aufmacher).

Verschwiegen wurde von der Webseite dabei allerdings, dass auch Mihai selbst – womöglich dank neuen Selbstwusstseins ob neuer Haarpracht – selbst gern zupackt. Das belegt ein anderes Bild aus der Fotosession. Doch: Warum so schüchtern, Mihai?!

Mihai Tristariu nurse
Zugepackt wurde auch bei jemand anderem, der das aber nicht ganz so zu schätzen wusste wie Mihai. Wir reden von niemand geringerem als Guy Sebastian! Gegenüber der Radiostation Nova 96.9 FM berichtete der Australier im Nachgang zu seinem ESC-Abenteuer in Wien, dass er in der Hotelsauna unsittlich berührt worden sei.

Guy Sebastian wet shirt
Ein nackter Mann hatte es Guys Aussagen zufolge auf seine Nippel und seinen Schritt abgsehen. Er sagte, dass Guy einen schönen Körper hätte und berührte dessen Tattoos. „Er zwickte mir buchstäblich in die Nippel. Es tat wirklich weh“, wird der Australier weiter zitiert.

Guy Sebastian 4 Eurovision 2015
Es darf unterstellt werden, dass der Australier zumindest bereits das ein oder andere Kompliment von gleichgeschlechtlich veranlagten Männern bekommen hat – zumal er offensichtlich in Sydney wohnt, der Gay-Capital der südlichen Hemisphäre. Allerdings ist Wien bei allem K. u. K.-Gehabe durchaus ein heißes Pflaster und Biotop ungewöhnlicher Typen – auch im Saunabereich hochwertiger Hotels. Es hat schon seinen Grund, warum Freud ausgerechnet in Wien die Psychoanalyse begründete.

Eine Psychoanalyse dürfte alsbald auch Måns Zelmerlöw anzuraten sein, zumindest wenn man der Medienberichterstattung über ihn Glauben schenkt. Demnach wäre er sexuell reichlich bipolar unterwegs: von Homosexualität, über Vielweiberei bis Homophobie ist alles dabei. Kein Wunder, jeder möchte etwas am Erfolg des ESC-Siegers partizipieren.

Monz ymca
Was wir nur wirklich einmal ad acta legen sollten, sind sowohl die Homosexualitäts- wie Homophobie-Zuschreibungen. Ja, es mag komisch klingen, dass dieser Aufruf ausgerechnet von Euro-Trash kommt. Aber selbst für uns sind längst widerlegte Gerüchte irgendwann ausgelutscht. Es ist doch ohnehin viel lustiger, sich über Dinge zu amüsieren, die so tatsächlich passiert sein könn(t)en.

Debrah Måns
So lässt uns die Schweizer Zeitung Blick für einen Augenblick lang glauben, dass Monz tatsächlich etwas von der Norwegerin Debrah Scarlet will. Allein die Vorstellung ließe Mihai Trăistariu vermutlich umgehend in die Haartransplantationsklinik zurückkehren. Ein Kind mit ihren Haaren auf dem Kopf und seinen auf der Brust: Hallelujah!

Nun, da wir die ganze Blick-Nachricht nicht lesen konnten (im Ausland gesperrt), freuen wir uns, dass die Zeitung 20 Minuten uns die tatsächliche Story bringt. Ja, die beiden, die sich übrigens auf der Nordic Party in Wien auch begegnet sind, sind sich sympathisch und würden auch gern mit einander Musik machen. Wie das ist schon alles? Langweilig!

Monz Champagner
Viel interessanter ist da schon, was wir über Monz aus Dänemark hören. „Ich bin verrückt nach dänischen Mädchen„, sagte er dem Ekstrabladet. Und da weiß er, wovon er spricht. Seine Großmutter war nämlich Dänin, weshalb er häufig in dem niedlichen Königreich zwischen Nord- und Ostsee weilte.

Dabei hat sich auch sein Blick auf die jungen Damen das Staates gefestigt: „Sie sind cooler und entspannter als schwedische Mädchen… Dänische Mädchen leben das Leben mehr. Wenn sie Lust auf ein Bier mitten am Tag haben, na dann nehmen sie sich eins.“ Dieser Analyse von Monz (auf dem Foto beim Vernichten von Champagner) kann sich Euro-Trash nur anschließen und sagt fröhlich: Skål!