Euro-Trash SPEZIAL: Lena Meyer-Landrut – ihre Steuerprobleme, ihr Ibiza-Urlaub, ihr Sex-Schock

+++ Aktualisierte Fassung: Jetzt auch mit allen Infos aus der MAX 2011! +++

ESC Finale 2011 DEUTSCHLAND, Lena Meyer-Lanrut, "Taken By A Stranger"
NDR

Lange hielt die Eurovision-Siegern Lena Meyer-Landrut ihr Privatleben für sich. Doch nach ihrer zweiten Grand-Prix-Teilnahme und der sich selbst verordneten Auszeit meldet sich Lena derzeit häufiger und vor allem freimütiger in der deutschen Presse. Ihr Liebesleben bleibt Tabu. Dafür wissen wir jetzt, wie viel Steuern Lena zahlt, wie man umsonst in den Pacha-Club auf Ibiza kommt und welche Sexpraktiken sie schockieren. Grund genug für ein Euro-Trash SPEZIAL!

Ach, man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. So viele tolle und vor allem neue Informationen erfährt man dieser Tage von unser Lena. Letztes Highlights: Ihre Interview mit dem Berliner Tagesspiegel und der einmaligen MAX-Ausgabe 2011. Zum Teil berichteten wir schon von Letzterem. Dann mal los. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

Beginnen wir mit einem Stimmungstöter (nicht beim Lesen entmutigen lassen, es wird schon noch juicy!). Zum Philosophie-Studium brachte Lena die Lektüre des 90er-Jahre-Bestsellers Sophies Welt. Hier gefielen ihr vor allem die Gleichnisse (die ja auch schon die Bibel zu einem Verkaufsschlager machten). Konkret zitiert Lena hier folgenden Vergleich: „Der Hase, der an einem Haar hinausklettert aus einem Zylinder und somit die Welt erreicht.“

Was immer Lena damit meint – es war wohl gut, dass ich an der Uni einen weiten Weg um die Philosophie gemacht habe. Lena hingegen wählt auch bei der MAX das philosphischste aller drei, ihr vorgelegten Bücher: Mark Kurlanskys Buch, das alle Fragen stellt. Dennoch ist Philosophie nicht ihr Traumstudium: Pädagogik hätte sie bevorzugt, aber dafür war ihre Abinote nicht gut genug.

Jetzt aber mal was Spannendes: Lena findet Pflichtgänge – wie das Abschließen von Versicherungen, das Ummelden auf dem Bürgeramt und das Klären von Steuersachen – anstrengend und belastend. Wenn’s jetzt nicht menschelt! Sind wir nicht alle ein bisschen Lena? Der einzige Unterschied: Nicht jeder von uns zahlt 43% Steuern. Das musste Lena offenbar 2010 tun. Und da sie die Zahlungsfrist verpasste (siehe oben), mussten auch noch Mahngebühren entrichtet werden.

43% Einkommenssteuer? Laut Wikipedia ist das etwas ungewöhnlich. Denn der Höchststeuersatz, der ab 52.882 Euro Jahreseinkommen zu entrichten ist, beträgt 42%. Daneben gibt’s noch eine Reichensteuer von 45%, die bei Einkommen ab 250.731 Euro greift. Ergo: Lena hat 2010 irgendwas dazwischen verdient, wobei man wohl guten Gewissens davon ausgehen kann, dass es eher an 250.000 Euro liegt als an 52.000. Das passt zu Lenas Aussage: „[ich habe] zu wenig Geld, um mir eine Wohnung zu kaufen.“

Über Lena und das Geld könnte man noch viel schreiben, aber es soll ja noch ein bisschen anrüchiger werden. Also schnell weiter:

Lena hat schon immer Facebook gemacht. Und auch wenn das jetzt den ein oder anderen desillusioniert: Neben der Fan-Seite, die sie zukünftig mehr selbst bespielen will, hat sie eine private Seite – allerdings unter einem anderen Namen. Schade! So kriegt man nie raus, mit wem sie nun zusammen ist.

Auch noch nicht richtig überraschend? Dann das vielleicht: Zum 18. Geburtstag hat sich Lena ein Hello-Kitty-Shampoo gewünscht. Das ist jetzt wirklich ein bisschen … ungewöhnlich. Wir finden, damit hat sich Lena schon mal einen Platz im nächsten Des-Wahnsinns-fette-Beute-Buch unserer Lieblingslesben Hella von Sinnen und Cornelia Scheel gesichert.

Jetzt kommen wir langsam in Fahrt: Ok, wir wussten schon, dass Lena bei der ersten Führerscheinprüfung durchgerasselt ist. Neu ist aber, dass Lena „körperliches Unbehagen“ empfindet, wenn sie von Fans angefasst wird. Also: Finger weg vom Fräuleinwunder!

Anfassen – wenn man denn so will – dürften sie am ehesten ein paar Promis, die sie beeindruckt haben: Hier nennt sie Hape Kerkeling, der einen sehr realistischen Blick auf die Branche und das Leben habe, und die Klitschko-Brüder wegen ihrer „unfassbaren Höflichkeit“ (was Boxgegner der beiden vermutlich anders sehen würden). Besonders Vladimir hat sie damit überzeugt, dass er ihr beim Deutschen Radiopreis den Stuhl zurückgezogen hat, damit sie aufstehen konnte.

Wenig überraschend sind Lenas präferierte Musikstile zum Tanzen: Techno und Minimal-House. Im letzten Jahr hat ihr das Konzert von Fat Freddy’s Drop sehr gefallen. Wer diesen Herren nicht kennt, bitte sehr:

Ein bisschen sehr Touri-Mainstream- bzw. Landei-mäßig ist dann doch ihr bevorzugter Club in Berlin: das Watergähn, äh Watergate. Nicht ganz so begeistert war sie hingegen bei ihrem Ibiza-Besuch im Sommer, bei dem sie auch den Pacha-Club beeherte. Besonders nachhaltig haben sie hier – wie die meisten von uns auch – die „unverschämten Preise“ beeindruckt, die sie immer noch vollständig wiedergeben kann (Eintritt 60 und ein 0,2-Liter-Wasser 12 Euro). Den Eintritt hat sie sich übrigens gespart, weil die Rechnung im benachbarten Sushi-Restaurant darauf angrechnet wurde. Clever!

Da das Beste natürlich immer zum Schluss kommt, hat auch der Tagespiegel gewartet, bis er das Thema Sex angesprochen hat. Obwohl Lena es von zu Hause aus gewohnt ist, offen über Sex zu sprechen, ist sie doch nicht abgestumpft: Besonders schockiert war sie von der Filmszene in What a man, in der Matthias Schweighöfer eine Frau im Sling – nunja – vögeln soll.

Also ganz ehrlich, Frau Meyer-Landrut, das ist ein Grund mehr, das Watergate mal an der Spree liegen zu lassen und sich in die lüstigen Abgründe der Hauptstadt zu begeben. Ein Sling – wage ich einfach mal zu behaupten – gehörte dort doch schon in der Weimarer Republik beinah zum Establishment.

Während sich Lena in Sachen Austausch von Körperflüssigkeiten zart besaitet gibt, hat sie’s in Sachen fiktionaler Gewalt faustdick hinter den Ohren. Wie sie der MAX verriet, schaute sie während ihrer Auszeit etliche Horrofilme auf DVD. Und hier gibt sie sich die – um es auf Eurovision-Axel-Bulthaupt-Deutsch zu sagen – Hardcore-Dröhnung: Bei der Wahl zwischen der Grusel-Comedy Scream und dem Grusel-Schocker Saw wählt sie Letzteres.

Damit wieder zurück zur beschaulichen Bürgerlichkeit: Lena schult seit einiger Zeit ihr musisches Talent, indem sie Ballett- und Klavier-Unterricht nimmt. Das alles dürfte sich im nächsten Jahr auszahlen, wenn sie ein neues Album veröffentlichen und auch wieder Konzerte geben will – „gern auch welche mit akustischer Musik [Anm. der Red.: Ist Musik nicht immer akustisch?!] und in kleineren Hallen.“ Vorher werden wir sie aber noch als Jury-Mitglied bei Unser Star für Baku erleben dürfen.

Zum Schluss noch ein paar Fakten im Schnelldurchlauf: Lena putzt die Zähne lieber per Hand als mit elektrischer Zahnbürste, bevorzugt das Auto gegenüber der Bahn, hätte lieber mehrere Kinder als eins, mag Lady Gaga lieber als Madonna und würde nie ins Dschungelcamp gehen, kommt dafür aber als Touristin nach Baku. Vielleicht gibt’s da ja auch noch ein paar interessante Liebesspielabgründe zu erkunden (andere Länder, andere Sitten). Vielleicht tut’s für Lena aber auch einfach ein günstigerer Steuersatz, mit dem die Oase am Kaspischen Meer vermutlich auch dienen kann.