Euro-Trash SPEZIAL: Mehriban Aliyeva ist Best First Lady der Welt

Jubel im KönigsPräsidentenpalast: Mehriban Aliyeva, die Gattin des aserbaidschanischen Staatsoberhaupts, Ilham Aliyev, wurde von den Lesern des einflussreichen türkischen Wirtschaftsmagazins Ekovitrin zur besten First Lady der Welt gewählt. Euro-Trash gratuliert der Präsidentin des nationalen Eurovision-Organisationskomitees 2012 zu dieser Auszeichnung. In Ergänzung zu einem früheren PRINZ-ESC-Blog-Eintrag würdigen wir aus gegebenem Anlass ihr Lebenswerk noch einmal ausführlich.

Mehriban Aliyeva ist mit der Auszeichnung als First Lady in the World eine von drei Gewinnern in der Kategorie Ehrenpreis. Insgesamt wurden 251.562 Stimmen bei der zweimonatigen Abstimmung abgegeben – genug Zeit also, um seine Anhänger zu aktivieren.

Mehriban Arif qizi Aliyeva (geb. Pashayeva) erblickte am 26. August 1964 in Baku das Licht der Welt. Nachdem sie das Gymnasium No. 23 mit einer Goldmedaille abgeschlossen hatte, nahm sie 1982 ein Medizinstudium in Baku auf. Bereits ein Jahr später heiratete sie ihren Mann, Ilham Aliyev. 1986 wurde ihre erste Tochter Leyla geboren.

1988 beendete Mehriban Aliyeva ihr Medizinstudium in Moskau. In den folgenden vier Jahren arbeitete die spätere Best First Lady am Augenkrankheiten-Forschungsinstitut der russischen Hauptstadt. In diese Zeit fiel auch die Geburt ihrer zweiten Tochter, Arzu.

1993 wurde ihr Schwiegervater, Heydar Aliyev, Präsident Aserbaidschans, der die aserbaidschanische Sowjetrepublik schon von 1969 bis 1982 regiert hatte.

1995 gründete Mehriban Aliyeva den Verein Freunde der aserbaidschanischen Kultur, dem sie heute vorsteht. Mit dem Ziel, die aserbaidschanische Kultur in die Welt zu tragen, gründete sie ein Jahr später außerdem die Zeitschrift Azerbaijan – Irs.

Noch ein Jahr später, 1997, gebar Mehriban ihr drittes Kind. Ihr einziger Sohn erhielt den Namen des Großvaters, Heydar.

Nachdem sie 2002 zur Präsidentin des aserbaidschanischen Gymnastikverbundes (im Foto unten bei der Grundsteinlegung für einen Gymnastik-Komplex 2009 in Baku) gewählt wurde, setzte sie sich für die Austragung internationaler Wettbewerbe in dieser Sportart in ihrem Heimatland ein. Mit Erfolg: Neben den Weltcup-Wettbewerben 2003 und 2004 holte sie auch die Weltmeisterschaft in Rhythmischer Sportgymnastik 2005 ans Kaspische Meer.

Mehriban Aliyeva leitet weiterhin die 2004 gegründete Heydar-Aliyev-Stiftung, die sich der Pflege des Erbes ihres Namensgebers verschrieben hat. Im gleichen Jahr erhielt die Präsidentingattin nicht nur den Titel eines Goodwill Ambassadors der UNESCO, sie wurde auch ins Nationale Olympische Komitee Aserbaidschans und in den Vorstand der Neuen Aserbaidschanischen Partei gewählt. Diese von ihrem Schwiegervater gegründete Partei regiert das Land seit 1993.

2005 wurde Mehriban sowohl zur Frau des Jahres als auch zur Person des Jahres sowie ins nationale Parlament gewählt. Außerdem promovierte sie in Philosophie.

Im folgenden Jahr erhielt sie den Titel eines Goodwill Amabassadors der ISESCO. 2007 wurde sie von der Welt-Gesundheits Organisation WHO sowie von einer unbekannten Institution mit dem Golden Heart International Award ausgezeichnet.

Anschließend dauerte es zwei Jahre, bis der Preisregen erneut über ihr herniederging: 2009 wurden ihr der Heydar-Aliyev-Preis sowie die polnische Senior Commander Cross-Auszeichnung überreicht. 2010 kamen der Offiziersrang der französischen Ehrenlegion (Foto unten) sowie die Mozart-Goldmedaille der UNESCO hinzu.

Im Februar 2012 erhielt Mehriban Aliyeva die Ehrendoktorwürde der Moskauer Medizin-Universität. Im April kamen Auszeichnungen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten hinzu, dem Zusammenschluss von elf ehemaligen Sowjetrepubliken.

Aus der Ehe von Mehribans ältester Tochter, Leyla, mit dem aserbaidschanischen Sänger und Geschäftsmann Emin Agalarov, der als Intervall-Act beim Eurovision-Finale am 26. Mai 2012 in Baku auftreten wird, sind bereits zwei Kinder hervorgegangen: Ali und Mikail. Sie machen die erst 47-Jährige First Lady zur Großmutter.

Im Gegensatz zu den russischen Babushki sieht man ihr das jedoch nicht an. Dank plastischer Chirurgie, dem Einsatz von Botox („Im Fernsehen, auf Fotos und im realen Leben scheint sie nicht in der Lage, sämtliche Gesichtsausdrücke zeigen zu können„), einem exquisiten Kleidungsstil sowie mitunter modischer Bienenkorbfrisuren wirkt Mehriban eher wie die größere Schwester ihrer beiden Töchter (siehe Foto unten).

Von Fashion-Blogs wird auch immer wieder Mehribans Vorliebe für mörderisch hohe Absätze positiv hervorgehoben, mit denen sie sogar Prinzessin Letizia von Spanien in den Schatten stellt.

Trotz dieser hohen Absätze erreicht Mehriban Aliyeva bei ihrem Besuch in Berlin nicht die (körperliche) Größe der damaligen deutschen First Lady, Bettina Wulff (Foto unten). Über deren mögliches Abschneiden beim First-Lady-Voting kann nur spekuliert werden. Der Rücktritt ihres Mannes Christian Wullf vom Amt des Bundespräsidenten am 17. Februar 2012 fiel in die Zeit der Abstimmung und schloss sie aus dem Wettbewerb aus.

Euro-Trash gratuliert noch einmal ausdrücklich zur Wahl zur Best First Lady der Welt und wünscht weiterhin viel Erfolg beim Organisieren, Leiten, Einweihen und Preiseeinheimsen.