Eurovision 2015: Alain Clark für die Niederlande nach Wien?

Alain Clark Niederlande 2015

Nach dem Grand Prix ist vor dem Grand Prix. Kaum sind die letzten Töne des Siegerliedes verklungen, beginnen die Vorbereitungen für den nächsten Eurovision Song Contest. Viele Länder haben sich schon für den Wettbewerb angemeldet und für den nationalen Entscheid die Ausschreibungen gestartet. In anderen Ländern zirkulieren Namen, die eventuell vom nationalen Sender angewiesen werden könnten. „De Telegraaf“ enthüllte nun exklusiv, dass Alain Clark wohl 2015 die Niederlande in Wien vertreten soll.

Nach den zwei sehr erfolgreichen Jahren 2013 und 2014 waren plötzlich wieder mehr Künstler bereit, unser westliches Nachbarland bei der Eurovision zu vertreten. 2013 schlüpfte Anouk aus dem letzten Umschlag und erreichte im Finale mit „Birds“ Platz 9 mit 114 Punkten, und 2014 machten The Common Linnets, bestehend aus Ilse DeLange und Waylon, mit „Calm After The Storm“ der Siegerin Conchita Wurst mit 238 Punkten auf Platz 2 das Gewinnen schwer. Viele Namen kursierten. Bei einigen jedoch, wie zum Beispiel bei Miss Montreal, machten schon die langfristige Tourneeplanungen einen Strich durch die Rechnung.

Nun sickerte durch, dass Alain Clark für die Niederlande in Österreich wohl antreten soll. Die Tageszeitung „De Telegraaf“ will dieses aus gut unterrichteter Quelle erfahren haben. Zwar sei noch kein Vetrag unterzeichnet, aber der Entschluss stehe wohl fest.

Alain Clark Niederlande 2015Foto: Rahi Rezvani (http://rahirezvani.com/)

Auf Rückfrage beim verantwortlichen Sender AVROTROS ließ dieser verlauten, dass man mit mehreren Künstlern im Gespräch sei und einer davon wäre Alain Clark. Aber noch könnten sich Interpreten bewerben.

Alain Clark wurde am 4. Juni 1979 in Haarlem, Niederlande geboren. Sein Vater Dane war Leadsänger der Formation Dane & The Dukes Of Soul. Alains eigener musikalischer Weg führte Anfang des neuen Jahrtausends zunächst in die Staaten, jedoch kehrte er von dort ohne Plattenvertrag in die Niederlande zurück.

2004 produzierte er sein Debütalbum unter seinem eigenen Namen und koppelte die Single „Heerlijk“ aus, welches ihm einen Platz in den Charts einbrachte. Im gleichen Jahr wurde Alain mit dem Musikpreis „Zilveren Harp“ ausgezeichnet und produzierte den sehr erfolgreichen „Idols“-Sieger Boris Titulaer, der am Duo Sofuja & Glenn Corneille 2003 mit „She Would“ national knapp im zweiten Halbfinale scheiterte.

2007 gelang der Durchbruch mit dem Album „Live It Out“ im Motown-Stil, das Alain Clark in Los Angeles produzierte. Innerhalb von 12 Wochen hatte die Scheibe Goldstatus und erreichte mit Platz 2 die höchste Chartplatzierung. Eineinhalb Jahre hielt sich das Album in den Hitlisten.

Zwei Singleauskopplungen „This Ain’t Gonna Work“ und „Father And Friend“ platzieren sich in den Top Drei der Charts. Letztgenannter Titel ist ein Duett, das Alain Clark mit seinem Vater Dane aufgenommen hatte.

Alain Clark – This Ain’t Gonna Work

Der Erfolg brachte Alain einen internationalen Plattenvertrag und das Duett mit seinem Vater wurde unter anderem in der Schweiz, Italien und Großbritannien herausgebracht. Auch das zweite englischsprachige Album „Colorblind“ erschien in mehreren Ländern und schaffte schon beim Erscheinen in den Niederlanden den Goldstatus. Die Singleauskopplungen konnten jedoch den Erfolg von „Father And Friend“ nicht wiederholen.

Alain Clark – Father & Friend

2012 folgte dann das dritte Album „Generation Love Revival“, das eher einen funkigeren Stil aufweist. Die Singleauskopplung „Let Some Air In“ kletterte bis auf Platz 33 in den Charts.

Alain Clark – Let Some Air In

Seit dem 31. Dezember 2009, 3.59 Uhr, ist Alain Clark Vater eines Sohnes namens Danilo. Benannt wurde der Kleine nach Alains Vater Dane.

Laut „De Telegraaf“ zeigt sich Alain schon sehr begeistert über seine zukünftige Aufgabe das Königreich in Wien zu vertreten. Passend hierzu unterzeichnete er erst vor kurzem beim Plattenlabel Concord einen neuen Plattenvertrag, Dort wird er im Winter sein nächstes Album produzieren, aus dem sicherlich ein Titel für den ESC hervorspringen könnte.

Mehr über Alain Clark kann man hier auf seiner Homepage und hier bei Facebook lesen.

Die Gerüchte in den letzten zwei Jahren wurden mit den Nominierungen von Anouk und Ilse DeLange zumeist bestätigt. Somit dürfen wir gespannt sein, ob Alain Clark in die großen Fußstapfen seiner beiden Vorgängerinnen treten darf und ob die Niederlande mit dieser Auswahl den dritten Coup in Folge landen.

Eines steht für die Niederlande aber schon fest. Cornald Maas und Jan Smit werden als Kommentatoren in Wien wie in Kopenhagen vor Ort sein.